"Varrox" Oxalsäure-Verdampfer

  • Hallo!
    Ich denke darüber nach mir einen Varrox-Verdampfer zu kaufen. Leider habe ich zu diesem Gerät bis jetzt nur recht einseitige Informationen gefunden. Entweder wird er in den Himmel hochgelobt, oder er wird total abgewertet. Deshalb würden mich einige Erfahrungen von Imkern die den Varrox bereits benutzen interessiern.


    Gruß Botze

  • Hallo Botze
    der Varrox Verdampfer braucht ca. 180 W! Das war mir zuviel und passt obendrein nicht durch das Flugloch, deshalb hab ich mit 2 Weller Lötkolben MLR 20 (á 25 W) einen flachen Verdampfer gebaut, der durch das Flugloch durchgeht. Den Strom entnehme ich 18 Mignon Akkus, die kann ich gut tragen. Die Lötkolben sind für 24 V ausgelegt.
    Mit den 50 W die sie herbringen, dauert es ca. 4 Minuten bis 1,8 g OS verdampft sind.
    Bei mehr als 5 Völkern sollten Mono Zellen verwendet werden oder man lädt zwischendrinn auf. Ich fange heuer mit dieser Methode an.
    Gruß,
    Hermann.

    Hermann Eiglmaier
    Veilchenweg 18
    85591 Vaterstetten

  • Hallo Botze
    Ich bin mit verschiedenen Verdampfern am "experimentieren". Der Varrox-Verdampfer ist sehr wirkungsvoll und es lässt sich zügig mit ihm arbeiten. Der grösste Nachteil ist, dass er sehr heiss wird, die Tempereatur lässt sich nicht regulieren. Wenn Du ihn zu lange an der Stromquelle lässt, wird er rotglühend. Auch bei vorschriftsgemässer Verwendung lässt sich ein brauner Fleck auf dem Beuteboden nicht immer vermeiden. Bei meinen Hinterbehandlungsbeuten ist zudem der Raum zwischen Beuteboden und Rähmchen relativ klein, so dass auch manchmal die Rähmchen angesengt werden. Somit besteht natürlich die Gefahr, dass in den Beuten giftiger Rauch entsteht, oder eine Beute sogar in Brand gerät.
    Wenn Du diese Gefahren aber im Auge behälst, hast Du mit dem Varrox-Verdampfer ein sehr gutes und robustes Gerät. Ich habe letztes Jahr über 40 Völker mit ihm behandelt, mit sehr gutem Erfolg.

  • Hallo Botze,


    ich finde den Varrox-Verdampfer ein wenig zu teuer (ca. 44,- EUR) und die mitzuführende Autobatterie, wegen der 180 W ! ein wenig zu unhandlich.
    Ich favorisiere da ein Gaslötkolben von Weller, den bekommt man bei CONRAD ELECTRONIC schon für ca. 23,- EUR. Der wiegt nur 100g. Die Flamme tritt nicht offen zutage und betankt wird mit Feuerzeugbenzin. Der ist schnell heiß und auch schnell wieder kalt, weil eben keine Herdplatte!


    Mit imkerlichem Gruß!


    Ronny

  • Hallo miteinander,


    ich habe mit dem Varrox-Verdampfer noch keine Erfahrung, aber ich meine, die Erfinder werden wohl schon wissen, warum das Gerät ausgerechnet in der jetztigen Bauart mit der hohen Heizleistung usw. vertrieben wird. Andere Bauformen brachten vielleicht nicht den rechten Erfolg. Der Basteltrieb der Imker ist manchmal unbändig (da nehme ich mich nicht aus!), aber das Rad neu erfinden muss doch nicht sein, schon gar nicht, wenn es um eine essentielle Bedrohnung wie bei der Varroa geht. Bei dem Nachbau von Gerätschaften sollte man sich doch eng an das Original halten um nicht den Erfolg (und hier die Völker) zu gefährden.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • @alle: Erstmal Danke für eure Antworten!


    Ronny : Hallo Ronny!
    Wie funktioniert das mit dem Lötkolben genau? Die Oxalsäure muss doch in einem behältnis sein, das erhitzt wird, oder?


    Gruß Botze

  • Hallo Ronny, and alle anderen Imker.


    Vo bekomme ich den Varrox - Verdampfer denn für 44,- Euro?
    Wo bekomme ich ihn überhaupt, Vielleicht direkt beim Hersteller?
    Wer ist der Hersteller, und wie trete ich an den dran? Adresse?


    So viele Fragen, ich weis.
    Aber wäre nett, wenn Ihr mir antworten könntet. Wollte mir diese Jahr noch einen Verdampfer zulegen.


    Danke im vorraus für Eure Mühe.


    Gruß


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Benutze auch den Varroxverdampfer, nachdem
    mein erster Eigenbau leider verdampfte.
    Der Lötkolben war leider zu alt.


    Als erstes möchte ich auf die Schutzkleidung hinweisen. Atemschutz, Handschuhe und Schutzbrille gute dichte langärmlige Schutz-Kleidung sind PFLICHT. Leider finde ich die mitgelieferte Maske von 3 M nicht so toll. Weil Sie an der Nase (Metallbügel) mit der Zeit undicht wird.


    Einen Schaumstoffstreifen solang wie das Flugloch vorne anbringen und abdichten.


    Habe ein 10 Meter langes flexibles Kabel (Achtung großer Kabelquerschnitt - hoher Strom- sonst schmilzt euch des weg) als Verlängerungskabel hingebaut. Das erhöht die Arbeitssicherheit erheblich - der Abstand zum Gefahrenherd wird größer - die Sicherheit für den Imker nimmt zu! Das Batterieschleppen entfällt.
    Der kritische Moment ist das erneute Befüllen der Pfanne mit Tablette oder Oxalpulver. Empfehle jedem, der damit arbeitet, unbedingt den Verdampfer mindestens 5 Minuten oder länger (und NICHT wie in der Anleitung 3 min - das ist zuwenig!!!) abkühlen zu lassen, da die Dämpfe sich in dieser Zeit noch absenken - oder beim Befüllen passiert es, dass ein Schwall Oxaldampf - infolge noch nicht ganz abgekühlter Pfanne entstehen kann.
    Das ist eigentlich der gefährlichste Moment an der ganzen Sache.


    Wenn die Windrichtung beachtet wird - immer aus dem Wind stehen-
    so kann eigentlich fast nix mehr schiefgehen.
    Falls dochmal der Wind drehen solte empfehle ich den Schutz im Auto zu suchen.


    Damit der Boden nicht verkohlt emfehle ich ein paar Lagen Alufolie unter die Pfanne zu legen. - Wer Platz hat kann auch ein kleines "Blechle" darunterbauen.


    Bei Manchen Kollegen mit einfachen Böden stellte sich das Problem, dass Wildbau unten hängt - das kann dann verkokeln - vielleicht auch anbrennen?! - Vorsicht!


    Ich Selbst habe einen hohen Gitterboden und schiebe den Verdampfer UNTER das Metall-Gitter. Das ist glaube ich besser - weil dort kein Wildbau sein kann und die Bienen nicht auf die Pfanne fliegen - Sie finden es wahrscheinlkich als Eindringling und verbrennen sich jämmerlich!!!


    Verdampfzeit ca. 3 Minuten - ABkühlen ca. 5 Minuten oder länger. Je länger desto ungefährlicher für den Imker!!!


    Der Wirkungsgrad ist echt gut! - unvergleichlich. - die Temperaturen sollten über 10° sein um einen guten Wirkungsgrad zu erzielen. - es geht auch bei käölteren Temperaturen - die Wirkung lässt aber dann sehr nach.


    Möge jeder Imker seinen besten Weg finden.
    Der Verdampfer ist sicherlich eine gute Alternative zum üblichen Gift - der Wirkungsgrad im brutfreien Zustand bestens!
    Bei stark befallenen Völkern kann man auch nach ndem Einfüttern schonmal verdampfen.


    Des weiteren möchte ich hier mal loswerden
    das ein jedes Zuviel an Säure oder an Perizin oder Bayvarol oder sonst was - die Bienen in ihrem Organismus belastet - sie sterben schneller. Das ist wie wenn wir ganzen Tag Abgase Schnaufen oder Chemikalien essen. Das bekommt uns auch nicht.
    Und deshalb finde ich eine Behandlung ohne Kontrolle - nicht ideal. Schwärme oder Ableger brauchen z.b. meist weniger Behandlungen.


    Nur wer die Gefahrenquellen kennt -
    kann sich davor schützen. Das ist auch bei der Ameisensäure so - die wie ich finde - auch gefährlich sein kann. (vor allem für die Augen - und ich frage mich ernsthaft - ob da nicht eine spritzdichte Brille angebracht wäre - und mir ist immer gar nicht wohl irgendwelche Reste aufbewahren zu müssen.)


    Viel Erfolg und einen guten Milbenfall
    mit welcher Methode auch immer.


    Uli