Vermehrung im Honigraum und Umweiseln

  • Werbung

    Hallo zusammen,


    ich möchte per Zucht im Honigraum Königinnen nachziehen. Dazu wird der Brutraum verstellt und am alten Platz bleiben die HRs. Dort wird der Zuchtrahmen eingehängt. Eigentlich wird nach 24-48h das Volk wieder zusammengebaut und eine Brutwabe in den HR neben den Zuchtrahmen hochgehängt. Da ich das Volk ohnehin umweiseln möchte, dachte ich mir folgende Variante. Ich drücke vor dem Zusammenbauen die Königin ab und hänge den Zuchtrahmen mit den angepflegten Weiselzellen runter in den Brutraum. (Dort ist dann aber noch offene Brut.) Funktioniert das oder ist zu befürchten, dass die angepflegten WZen wieder ausgeräumt werden oder eigene Nachschaffungszellen angelegt werden?


    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo Michael,

    du könntest vielleicht auch die Kö 9 Tage vorher käfigen, dann gibt es keine "Konkurenz " Maden mehr, wenn du den Zuchtstoff einhängst ?

    Dabei nach WZ schauen und die alte Kö evtl. in einem Mini-Ableger parken für Notfällle ?

  • ich möchte per Zucht im Honigraum Königinnen nachziehen. Dazu wird der Brutraum verstellt und am alten Platz bleiben die HRs. Dort wird der Zuchtrahmen eingehängt. Eigentlich wird nach 24-48h das Volk wieder zusammengebaut und eine Brutwabe in den HR neben den Zuchtrahmen hochgehängt. Da ich das Volk ohnehin umweiseln möchte, dachte ich mir folgende Variante. Ich drücke vor dem Zusammenbauen die Königin ab und hänge den Zuchtrahmen mit den angepflegten Weiselzellen runter in den Brutraum. (Dort ist dann aber noch offene Brut.) Funktioniert das oder ist zu befürchten, dass die angepflegten WZen wieder ausgeräumt werden oder eigene Nachschaffungszellen angelegt werden?

    Hat funktioniert. Hat funktioniert. Nach 29h Volk wieder zusammengebaut. 30 min vorher Königin gesucht und abgedrückt. Zuchtrahmen in den Brutraum. Nach 5 Tagen verschult.

  • Ja, das funktioniert und hat den Vorteil, dass man kaum Vorbereitung benötigt. Lediglich die Drohnen, die zwischenzeitlich im HR landen, muss man später wieder herausfischen...

  • Beim nächsten Mal drückst Du die alte erst ab, wenn die Zellen im HR über dem ASG schon verdeckelt sind. Endpflege im weiselrichtigen Volk ist state of the art. Ändert nix an Deinem Vorgehen, aber am Ergebnis ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Beim nächsten Mal drückst Du die alte erst ab, wenn die Zellen im HR über dem ASG schon verdeckelt sind. Endpflege im weiselrichtigen Volk ist state of the art. Ändert nix an Deinem Vorgehen, aber am Ergebnis ;)

    Hier ist aber etwas Anderes gemeint, glaube ich.

    Im HR kann man nur wenige Zellen endpflegen lassen und muss Brut hochhängen. Dazu braucht man für eine Serie mehrere Völker.

    Bei dem hier beschriebenen Vorgehen dagegen dient der Honigraum ohne Brut als Starter und der Brutraum desselben Volks als Finisher. Da kann man die gesamte Serie in einem Volk endpflegen lassen. Insgesamt ist das wenig Arbeit. Wenn man beim Starten den Honigraum mit einem Absperrgitter verschließt, hat man auch keine Drohnen im Honigraum nach der Rückvereinigung.

    Ich habe das selbst noch nie so gemacht, muss ich betonen.

    Gruß Ralph

  • Ich selbst mache das anders:

    1. Einem Volk wird über Absperrgitter eine Brutzarge bienenfrei aufgesetzt, halb mit offener Brut, halb mit verdeckelter Brut.

    2. Nach 9 Tagen wird das Volk unterhalb des Absperrgitters verstellt, die obere Brutzarge kommt auf den Boden an der alten Stelle und wird auf Nachschaffungszellen durchgesehen.

    3. Nach 2h oder später wird der Zuchtstoff eingehängt. Starter und Finisher sind hier dassselbe. Die Aufzucht von bis zu 30 Königinnen ist hier kein Problem.

    Das ist dann noch weniger Arbeit.

    Gruß Ralph

  • Ja, das funktioniert und hat den Vorteil, dass man kaum Vorbereitung benötigt. Lediglich die Drohnen, die zwischenzeitlich im HR landen, muss man später wieder herausfischen...

    Richtig, da waren einige unglückliche Drohnen... Kann man evtl. verhindern, wenn man direkt auf den Boden ein ASG legt. Würde auch das Zufliegen von Königinnen verhindern.