Ableger bilden ohne Futterwabe

  • Vielleicht kann mir hier jemand helfen.

    Wie kann man ohne Futterwaben Ableger bilden? Ich habe letztes Jahr (2018) erst mit der Imkerei mit einem Volk angefangen und mein Imkerpate meinte kürzlich zu mir, dass ich hier jetzt Ableger bilden könnte, auch zum Zweck der Schwarmverhinderung. Allerdings durch den relativ milden Winter und dem frühen meteorologischen Frühjahrsbeginn waren in den Waben nur noch Futterreste aus dem Winterfutter zu finden. Damit der Futterstrom bis März nicht abgerissen ist, hatte ich die Waben mit dem meisten Winterfutter auf Empfehlung meines Imkerpatens immer wieder in die Nähe der Wintertraube der Bienen gehängt.

    Jetzt, da ich Ableger bilden könnte, ist natürlich davon nichts mehr übrig, da fast gar kein Winterfutter mehr auf den Waben war, als die Bienen anfingen, einzutragen. Allerdings soll ich laut Empfehlung meines Imkerpaten dafür keine eingetragene Tracht mit Pollen verwenden, weil das evtl. nicht ausreichen würde, andererseits auch nicht durchführen, weil ich dann zu schnell mit den Völkern wachsen würde. Da ich bisher durch Zukauf um 2 Völker erweitert habe - das passte meinem Imkerpaten nicht so ganz, da ich seiner Meinung nach zu schnell wachse -, kam mir die Idee, mir - als Sammelbrutableger - aus dem stärksten Volk eine Brutwabe und eine gut gefüllte Randwabe und aus den beiden anderen je eine eher schwache Brutwabe mit großzügigem Futterkranz - alle mit einem einem durchschnittlichen Bienenbesatz - zu holen und diese zusammenzuführen und neue Mittelwände an die Stelle der entnommenen Waben.

    Im Ableger hätte ich dann also 3 Waben mit Brut - davon 1 mit viel Brut und wenig Futter, 2 mit viel Futter und wenig Brut, und eine Wabe nur mit Futter -, zwischen jeder Wabe jeweils eine (also insgesamt 3) Mittelwände. Oder sollte ich mich hier lieber erst einmal auf eine Mittelwand beschränken, da dann nur eine ausgebaut werden würde und somit weniger Energie benötigt wird?

    Ich darf ja in den ersten 3 bis 4 Wochen nicht zufüttern, weil ich dafür die Beute (Zander) am Deckel öffnen müsste und dies ja in der Zeit nicht sollte. Mir ist auch klar warum - Entwicklungsstörung am Anfang, später beim Hochzeitsflug findet sie dann den Eingang nicht wieder, wenn sie über die Deckelöffnung wegfliegt.

    Es ist vielleicht ein etwas ungewöhnlicher Ansatz, da die Ablegerbildung meistens anders stattfindet - ja, ich habe mir die Lektüre durchgelesen -, aber da muss überall eine komplette Futterwabe und wenn möglich eine Pollenwabe zusätzlich zur Mittelwand und klar, der Brutwabe mit rein. Neue Honigwaben im Honigraum habe ich noch nicht, da die Völker bisher nur den jeweils 2. Brutraum ausgebaut, aber den Honigraum höflich ignoriert haben, den ich schon vor 4 Wochen auf Empfehlung meines Imkerpaten überall aufgesetzt habe. Da waren sie aber bis auf das starke Volk gerade dabei den 2. Brutraum anzunehmen.

    Nur eins vorab. Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion darüber starten, wie (un)möglich das ist.

  • Ich darf ja in den ersten 3 bis 4 Wochen nicht zufüttern, weil ich dafür die Beute (Zander) am Deckel öffnen müsste und dies ja in der Zeit nicht sollte

    Wenn Du Ihnen gleich beim Bilden des Ablegers ausreichend Futter gibst, reicht das ja.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Nö,

    solange die Queen nicht flächig stiftet,

    können und werden die Mädels prächtig bauen,

    ist später ordentlich bestiftet worden,

    wird Brutpflege vorgezogen.

    Also, je nach Bienenmasse 5kg 1zu1 oder besser dünner, auf einmal sofort rein.

    Egal ob Tracht oder nicht, da Flugbienen zu Baubienen mutieren können und werden wenn Futter drinne ist

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Im Ableger hätte ich dann also 3 Waben mit Brut - davon 1 mit viel Brut und wenig Futter, 2 mit viel Futter und wenig Brut, und eine Wabe nur mit Futter -, zwischen jeder Wabe jeweils eine (also insgesamt 3) Mittelwände. Oder sollte ich mich hier lieber erst einmal auf eine Mittelwand beschränken, da dann nur eine ausgebaut werden würde und somit weniger Energie benötigt wird?

    Nee, bitte die Brutwaben beieinander lassen, damit die Nachschaffungszellen gut gepflegt und warm gehalten werden können!

    Die Sequenz ist dann:

    Futterwabe - Brutwabe (wenig Brut, viel Futter) - Brutwabe (viel Brut) - Brutwabe (wenig Brut, viel Futter) - MW (oder Schied) - MW (oder nix) - MW (oder nix) - ...


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Sorry, beim Lesen Deiner Beschreibung habe ich irgendwann den Faden verloren.


    Trotzdem einige Anmerkungen:


    Da ich bisher durch Zukauf um 2 Völker erweitert habe - das passte meinem Imkerpaten nicht so ganz, da ich seiner Meinung nach zu schnell wachse


    IMHO sind drei Völker für einen Anfänger ideal:


    - ein Volk zum totgucken

    - zwei Völker sind das Minimum, was man an einem Stand haben sollte

    - Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht im Winter eines ein, dann hast Du noch ein weiteres.


    Ich darf ja in den ersten 3 bis 4 Wochen nicht zufüttern, weil ich dafür die Beute (Zander) am Deckel öffnen müsste und dies ja in der Zeit nicht sollte. Mir ist auch klar warum - Entwicklungsstörung am Anfang, später beim Hochzeitsflug findet sie dann den Eingang nicht wieder, wenn sie über die Deckelöffnung wegfliegt.


    Es gibt Möglichkeiten zu füttern ohne die Kiste zu öffnen. zB mit Futterzargen.


    Neue Honigwaben im Honigraum habe ich noch nicht, da die Völker bisher nur den jeweils 2. Brutraum ausgebaut, aber den Honigraum höflich ignoriert haben, den ich schon vor 4 Wochen auf Empfehlung meines Imkerpaten überall aufgesetzt habe. Da waren sie aber bis auf das starke Volk gerade dabei den 2. Brutraum anzunehmen.


    Du hast noch gar nicht gesagt, wie das Volk aussieht. Ist es überhaupt stark genug? Wenn da nur eine Handvoll Bienen sind, brauchst Du es mit einem Ableger gar nicht erst versuchen.


    Wo ist wie viel Brut/Futter/Honig/Pollen?


    Wenn das Volk nicht genug Futter hat um eine Futterwabe zu entnehmen, dann würde ich in Betracht ziehen die Ablegerbildung zu vertagen. Demnächst soll das Wetter ja besser werden (BTW: wo imkerst Du denn?). Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass sie noch im Mai schwärmen wollen. Das wäre dann eine gute Gelegenheit für einen Kö-Ableger.


    Interessant wäre auch, wie die anderen (zugekauften) Völker aussehen. Evtl würde es Sinn machen, von den zugekauften zu vermehren bzw Futter zu entnehmen.

  • Vor dir wurde ich schon gewarnt. Außerdem schrieb ich auch, einen Sammelbrutableger zu bilden, auch um das Futterproblem zu lösen. Und da mir mein Imkerpate zur Ablegerbildung geraten hat, würde ich an deiner Stelle mal davon ausgehen, dass das Volk möglicherweise doch stark genug ist und nicht nur eine Hand voll Bienen auf den Waben herumlaufen. Wenn dem so wäre, wäre es doch hier eher sinnvoll, es mit den anderen Völkern zu vereinen anstatt Brut für Ableger zu entnehmen. Und was hat die Vorgehensweise einer Ablegerbildung mit dem Standort des Volkes zu tun? Der Standort bedingt doch bestenfalls nur den Zeitpunkt, ab oder bis wann es sinnvoll wäre überhaupt zu handeln.

  • Also, je nach Bienenmasse 5kg 1zu1 oder besser dünner, auf einmal sofort rein.

    5l 1:1 oder dünner auf einen Schlag gammelt bei normalen Ablegern doch weg, bevor die das einlagern können. Da nehm ich Teig. Sobald die neue legt, flüssig.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Syrup! Ein Teil Syrup (APIFLOR!) ein Teil Wasser.


    je nach Bienenmasse!!!


    Ralf, bitte nich das Haar in der Suppe suchen:liebe002:


    versuchs lieber mal!:p_flower01:


    Kunstschwärem über die HR gemacht, die Bauen wie sau, wenn du die lässt.

    Wennst wie Jos ran gehst, stellst fest, da geht richtig was! (Vermehrung!)


    Zudem bin ich faul! So wenig wie möglich an die Kisten, sonnst schaff ich das Programm nicht, und das funzt bisher:daumen:

    LG

    Wasi

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • Danke!

    Was ich als Selbstverständlich ansehe, und das geht vielen so, übersehe ich leider zu sagen.

    Un bischen Imkern.........

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • Vor dir wurde ich schon gewarnt.

    Gut so. Dann weisst Du ja bereits, was Dich erwartet.


    Was Dir an #7 nicht gefällt, ist mir ein Rätsel. Sind alles konstruktive Anmerkungen.


    Du hast ja schon drüben im anderen Thread den Wink mit dem ganzen Zaun (nicht nur dem Zaunpfahl) nicht verstehen wollen...


    Mich zwingt im übrigen auch niemand, Deine Beiträge zu lesen.



    Mein erster Satz:

    Sorry, beim Lesen Deiner Beschreibung habe ich irgendwann den Faden verloren.

    war eigentlich als Hinweis gedacht.


    Es ist nicht wirklich zielführend, die Frage so verwirrt zu verfassen, dass hilfsbereite Teilnehmer fünf mal lesen müssen um nachzuvollziehen was/wie/wo/warum gemacht wurde und wie der Zustand der Völker ist.


    Ein wenig Struktur macht es leichter zu antworten.


    Außerdem schrieb ich auch, einen Sammelbrutableger zu bilden, auch um das Futterproblem zu lösen.

    Das hast Du wohl geschrieben. Und ich habe das nicht verstanden. Vermutlich macht es irgendwie Sinn, mehr Brut in die Kiste zu stecken, wenn man Bedenken hat, dass das Futter für eine Brutwabe nicht reicht. Beim dritten Ansatz habe ich aufgegeben, Deinen Kriminalroman zu enträtseln.


    Evtl hätte es Sinn gemacht, bei den zugekauften Völkern zu schauen, ob sie eine Futterwabe entbehren können. Aber da der Zustand der Völker ein Staatsgeheimnis zu sein scheint, werden wir wohl noch ein Weilchen rätseln müssen. Oh, da sehe ich gerade, das hatte ich ja bereits in #7 geschrieben...



    Und da mir mein Imkerpate zur Ablegerbildung geraten hat,

    Empfehlung meines Imkerpaten dafür keine eingetragene Tracht mit Pollen verwenden, weil das evtl. nicht ausreichen würde, andererseits auch nicht durchführen, weil ich dann zu schnell mit den Völkern wachsen würde.

    das passte meinem Imkerpaten nicht so ganz, da ich seiner Meinung nach zu schnell wachse

    Wie gesagt: irgendwann hatte ich den Faden verloren... Zum Glück muss ich es nicht verstehen...


    würde ich an deiner Stelle mal davon ausgehen,

    Genau genommen muss ich von gar nichts ausgehen...


    Es sind Deine Völker. Du musst den Zustand Deiner Völker im Blick haben. Wer hier mitliest, kann bestenfalls von dem ausgehen, was Du berichtest. Wenn man erst den Da-Vinci-Code entschlüsseln muss um den Zustand Deiner Völker einzuschätzen, dann ...


    dass das Volk möglicherweise doch stark genug ist und nicht nur eine Hand voll Bienen auf den Waben herumlaufen.

    Das mit "Hand voll Bienen" war als (extrem-)Beispiel gedacht. Damit Dir klar wird, welche Informationen nötig sind, um sinnvolle Ratschläge geben zu können.


    Die wirklich nötigen Informationen, nämlich den Zustand der Völker, hast Du immer noch nicht geliefert.


    Irgendwie meine ich auch HR-Verweigerung herausgelesen zu haben. Warum man in dieser Situation und offensichtlichem Futtermangel die Priorität auf Ablegerbildung legen muss ist mir ebenfalls nicht klar. Verbleibt denn dann wenigstens noch genügend Brut+Futter in den Spendervölkern?


    Du wirst schon wissen was Du tust...


    Und was hat die Vorgehensweise einer Ablegerbildung mit dem Standort des Volkes zu tun? Der Standort bedingt doch bestenfalls nur den Zeitpunkt, ab oder bis wann es sinnvoll wäre überhaupt zu handeln.

    In manchen Gegenden (zB Hohenheim) sollen wohl Einwabenableger super gut funktionieren. In anderen Gegenden weniger gut.


    Nach der Region hatte ich lediglich in einem Nebensatz gefragt, weil es in diesem Forum zum guten Ton gehört, die Region anzugeben...


  • Einen Sammelbrutableger auf der Basis würde ich aufgrund der wenigen Brutwaben nicht machen. Bei mir wird der mit 9 Brutwaben und zwei Futterwaben versehen. DnM

    Es ist aber auch egal.

    Denen kann man mit ruhigem Gewissen ein Tetra Pack, eine durchgeschnittene Plastikflasche, eine Futtertasche zum Füttern geben.

    Das geht mit Flüssigfutter mit Schwirmmkörper, mit Futterteig etc.

    Die Kiste zu öffnen ist kein Problem. Es muss ja nicht jede Wabe gelüftet werden.

    Wichtig ist, dass das Futter möglichst weit weg vom Flugloch kommt, sonst kann es räuberei geben.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.