• Meine Bienen stehen im Städtedreieck Nürnberg/Erlangen,Herzogenaurach.Ich habe heuer 1 schöne Frühjahrsschleuderung gehabt,seitdem lohnt es sich nicht mehr die Magazine zu öffnen.Im Honigraum ist gähnende Leere.Das was die Bienen noch eintragen,brauchen sie selbst um den Bien am Leben zu erhalten.Zwischendurch höre ich aber immer wieder,daß es volle Honigtöpfe geben soll.Kann mir Jemand bestätigen,daß es im genannten Raum,mehr Imker gibt,denen es genauso ergeht?

  • Hallo Siegfried, hast Du Carnicabienen ? So wie Du das beschreibst, deutet das auf einige Eigenschaften der Carnica hin: Kommt früh, geht früh. Schau Dich doch mal nach einer Spättracht-Biene um. Vielleicht kommst Du damit weiter. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Siegfried, hallo Lothar,
    schlechte Ernten sind nach diesem Sommer sicher keine Seltenheit. Auch starke Völker können bei anhaltenden schlechten Wetter keinen Nektar eintragen, wenn es keinen gibt.


    Seit 25 Jahren stehe ich mit meinen Bienen am Harzrand. In diesem Jahr fällt zum ersten Mal die Sommertracht aus!!!


    Lediglich die Völker direkt in Goslar konnten vor einer Woche abgeschleudert werden.(Linde) Aber von 3 Völkern ca. 40 kg ist auch nicht die Welt.


    Dieses Jahr ist hoffendlich ein Ausnahmejahr.


    Herzliche Grüße
    Harzbiene

  • Hallo Siegfried, hallo Harzbiene. Schlechte Erntejahre kommen leider immer einmal vor. Mehrere kleine Stände in einigem Abstand zueinander können da schon Abhilfe schaffen, ebenso eine Wanderung in eine Ergiebige Tracht. Manchmal schüttet es Honig in einiger Entfernung, während es auf dem Stand zuhause in den Honigräumen trocken bleibt. Habt Ihr schon einmal überlegt, ob Eure Stände nicht überbelegt sind ? Wenige Völker können noch etwas einbringen, wo mit mehr Völkern die Tracht gerade fürs Überleben reicht. Also, mehrere Stände mit wenigen Völkern und/oder Wandern. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

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  • Hallo,


    Lothar könnte Recht haben. Bisher war ich der Meinung, in meiner Ecke um Jena herum gäbe es nur Frühtracht. Dieses Jahr eine verblüffende Beobachtung: Beim Abschleudern Anfang August hatten die meisten Völker ein oder zwei volle Waben, sonst gähnende Leere. Wie in den vergangenen Jahre. Bei einem Volk jedoch war der Honigraum vollgekracht bis in den letzten Winkel. Dieses Volk fiel mir seit dem Frühjahr durch besondere Ruhe, gute Brut und zwei helle Ringe am Hinterleib auf. Nach jahrelanger Standbegattung in der Nähe von Buckis ist das Volk wohl nun so "versaut", daß es mir zeigen konnte: Bei Dir gibt es doch eine Sommertracht (eindeutig war es Blatthonig).


    Grüße, Thomas

  • Hallo alle Miteinander,
    Hallo Thomas,


    nachdem ich wegen dem Hochwasser meine Bienen in Sicherheit weiß, kann ich mich am Forum wieder Beteiligen.
    Ich kann mich über den Fleiß meiner Bienen nicht beklagen, allerdings habe ich auch Frühtracht, Raps und Sommertracht fast vor der Haustür.
    In meinem ersten Bienenjahr (nach zwei Lehrjahren) bin ich mit sieben Carnica -Völkern angefangen, mit einem Durchschnittertrag von 25kg/Volk.
    Zwei Völker holte sich der Winter und die Varroa (Perizin)!
    Wie ich dann merkte, hatte ich Uromas als Königinnen, die ich gleich durch junge Königinnen ersetzte.
    Zum Missfallen meiner alten und erfahrenen Imkerkollegen, mit sehr gutem Ernteerfolg im folgenden Jahr, 45kg/Volk.
    Ich habe dann zwei Ableger mit schönen kräftigen Königinnen, auf Anraten eines erfahrenen Imkers, bei einem bekannten Carnica - Züchter, Standbegatten lassen.
    Mit dem Erfolg das sie langsam ausbauten, löcherige Brutnester hatten und mit allergrößter Kraft ,einzargig, über den Winter kamen.
    Inzwischen machte ich die Varroabehandlung nur noch mit AS.
    Im Frühjahr bekamen beide eine andere Königin und alles ist bestens.
    Gleichzeitig habe ich, gegen den Rat eines erfahrenen Imkers, drei Ableger mit den gleichen schönen kräftigen Königinnen auf meinem Stand belassen.
    Ich muss dazu sagen ich bin hier von einem Berufs - sowie zwei Hobbyimkern umzingelt, und nun kommt der Hammer ; es sind zwei Buckfast – und ein Carnica - Imker. Rassisten ! beruhigt Euch !
    Ich habe also meine jungen unschuldigen Babys auf ihren Hochzeitsflug entlassen. Und sie kamen auch alle zurück und bauten stark aus und hatten wunderbare Brutnester, gingen zweizargig in den Winter.
    Allerdings waren die Töchter dieser Königinnen fast so groß wie die Mutter und hatten zwei goldene Ringe am Hinterleib (Hallo Thomas).
    Meine Bienen sind alle sehr ruhig ich benutze einen Schleier, möchte wenn, nicht ins Gesicht gestochen werden. Ansonsten kann ich im T-Shirt u. kurzen Hosen an ihnen arbeiten.
    Diese drei Ableger aber haben in diesem Jahr sämtliche Erwartungen in den Schatten gestellt.
    Sie sind besonders ruhig, bauten weiterhin stark aus sind sehr wabenständig und zeigten nicht die geringste Lust zum Schwärmen, haben in diesem Jahr einen Honigertrag von 75kg,80kg und 95kg.
    Alle anderen Völker (sieben) hatten zusammen 16kg mehr.
    Sollten sich also vielleicht ein paar Buckfastlümmel über meine unschuldigen Carnicajungfern hergemacht haben ??
    Wo bleibt da die Rassereinheit !
    Einen Grauschleier haben sie nun nicht mehr.
    Verzeiht mir liebe Züchter, Ihr macht Euch bestimmt viele Gedanken und Arbeit, habt Eure Zuchtrichtlinien, Gesetze und meint es bestimmt nicht böse !
    Euren Idealismus in Ehren !
    Aber die Natur hat Uns nicht gebraucht um die Biene zu entwickeln ;
    Freuen wir uns doch lieber an der Natur und den Zufällen die sie erschafft.
    Ich jedenfalls freue mich wie sie mich entlohnt, sie gibt mir Kraft und das Geld so weiter zu machen.
    -Honigzargen tragen u. anschaffen usw.-
    Dieses Jahr habe ich keine Ableger gemacht.
    Im nächsten Jahr werde ich meine Bastarde im Auge behalten und Ableger machen.
    Schauen wir mal was dabei herauskommt !
    Werde Euch dann berichten.


    Ich wünsche Euch viele gesunde Bienen


    Margret

  • Hallo Margret,
    toller Beitrag, den du da geschrieben hast. Daraus erkennt man, dass du mit Leib und Seele Imkerin bist und dich die Rassenfrage nicht kümmert, das ist die Imkerei, die mir auch gefällt und nicht die "Hochhaltung bestimmter Rassen", wo sowieso keiner mehr weiß, wie die Originalbiene gewesen ist, aber die "Rassisten" werden nicht aussterben, sonst wäre es zu einfach auf der Welt.

  • Hallo Magret, Du bist auf den besten Weg, eine "Basiszüchterin" zu werden. Weiter so! Mehr Infos findest Du auf der Homepace von Wolfgang Golz.(unter Wer und Wo, bei Links in diesem Forum zu finden)Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Freunde,
    am 30.08.02 wollte ich für unser AFB-Monitoring Futterkranzproben nehmen.
    Die Honigräume sind schon 14 Tage runter und die 1. Ameisensäurebehandlung per Schwammtuch auch schon 14 Tage her. Nun sollte aufgefüttert werden.


    Zu meinem großen Erstaunen sind die oberen Bruträume knackevoll mit dunklem Blatthonig, vermutlich von der Linde. Selbst die 10 Waben-Ableger sind verhonigt.


    Erst ist kaum was zu ernten und nun, nachdem die Honigräume abgebaut sind und die Völker für die Einwinterung vorbereitet werden sollen, honigt es wie verrückt.


    Wie sieht es bei euch aus??? :smile:)


    Harzliche Grüße aus Goslar

  • Hallo Harzbiene,


    sei froh und genieß es.Auf einem meiner Stände haben die Bienen dunklen Honig gebracht, wohl aus der Blatthonigtracht. Es langt aber nur dazu, das Winterfutter etwas schöner aussehen zu lassen.


    Grüsse


    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen,


    ich wäre nicht so froh, wenn jetzt dunkler Honig in den Wintersitz kommt. Das bekommt den Bienen nicht so gut. Die bekommen dadurch leichter die Ruhr oder Nosema, wenn sie nicht ausreichend Reinigungsflüge haben was im Norden der Rep. ja oft der fall ist!


    Ich an eurer Stelle würde die Völker aus so einer Tracht weg wandern! und zügig auffüttern, daß die Völker voll sind!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo zusammen, wenn der Tauhonig oben in der Wabe oder im oberen Brutraum eingelagert ist, verwenden die Bienen-bei ausreichenden anderen Futter-diesen erst im Frühjahr, also zu einer Zeit, wo die Bienen ausreichend Fluggelegenheit haben. Also,bei guter Mischung mit Blütenhonigen und/oder Futter, keine "Gefahr". Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.