TBE Brutwaben für Begattungseinheit nutzen?

  • Hallo zusammen,

    das ist eine Detailfrage, die ich mir auch mit Recherche nicht beantworten konnte:

    Ich teste nach und nach meine Völker auf den Varroabefall durch (Auswaschmethode).
    Ich habe ein Volk gefunden, welches >3% phoretischen Befall hat.


    Wenn ich die Literatur richtig interpretiere, ist das zu viel.
    Nun sind die Optionen während der Honigsaison ja begrenzt, umfassen aber in der Regel etwas mit TBE.


    Jetzt bekomme ich Ende Mai ein gutes Dutzend unbegatteter Weiseln geschickt, die ich in Begattungsableger im Standmaß stecken möchte.

    Dazu wollte ich in ein paar Tagen meine vorhandenen Völker schröpfen (also so 8 Tage vor Eintreffen des berittenen Eilboten samt kostbarer Fracht).

    Aber da ich jetzt so einen Kandidaten habe, den ich eigentlich mal TBE'en sollte, könnte ich ja auch dessen BW auf die Begattungsableger aufteilen

    Allerdings: Ich kann mangels Erfahrung nicht beurteilen, ob das eine dumme Idee ist.

    Ich habe letztes Jahr die Erfahrung gemacht, das die Brutscheunen bei der TBE viel Bienenmasse erzeugen, die schnell wieder zusammenschmilzt. Aber ich kann mir aus dieser Erfahrung keinen Reim machen, ob es für eine Begattung reichen würde, und ob sonstige Nachteile zu erwarten wären.

    Bis die Begattung durch ist und die erste eigene verdeckelte Brut vorhanden, müsste eine OXS Behandlung im brutfreien Zustand ja noch drin sein. Entmilbung wäre also eingeplant.


    Von daher die Frage: Kann ich die TBE Waben für Begattungsableger nutzen?

    Vielen Dank und viele Grüße

    Ralf

  • Eine Brutscheune ist ja auch nichts anderes als ein Brutableger.

    Dass die Brutscheunen stark zusammenschmelzen, liegt an der Jahreszeit, zu der man sie üblicherweise bildet, nämlich wenn die Völker in der absteigenden Entwicklung sind.

    Ich nutze die TBE auch im Juli noch zur Völkervermehrung, da sollte es im Mai doch erst recht gehen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)