Hygiene im Honigraum - Rähmchen wie oft benutzen?

  • Mit Wasser unter dem Wachs, hat ribes wohl Recht.

    Aber man kann das Wachs ohne Wasser erhitzen, bis zu Temperaturen, bei denen es verdampft oder anfängt zu brennen. Man sollte also aus Sicherheitsgründen einen temperaturgeregelten Topf benutzen.

    Besser ist ein doppelwandiger Kessel mit Thermoöl, wie Melanie schon schrieb. Natürlich auch temperaturgeregelt.

  • Uijuijui, kaum ist man zwei Tage nicht hier, schon geht´s ab!

    Für einen Anfänger, der mit unbelastetem Wachs anfangen kann, sollte es bei eigenem Wachs m.E. nicht unbedingt AFB problematisch sein. Die Kosten einer MW Matritze kann sich ja jeder überlegen, ob das im Budget ist, oder nicht. Auf jeden Fall ist das eine einmalige Anschaffung und macht unabhängig. Abgesehen davon sollte beim Anfangen der Honigertrag (bzgl. Naturbau) nicht das entscheidende Kriterium sein. Aber (ohne Erfahrung) von Wirrbau und Ähnlichem her sicher nicht immer die erste Wahl. Am leichtesten wäre natürlich ein Wachspool realisierbar, bei dem jeder jedem vertrauen kann und ein Umarbeiter professionell das Wachs entseucht und die Mittelwände macht.

    Ab 50- 100 kg ist das erschwinglich, mehr macht es noch ein bisschen günstiger.

    Auf jeden Fall würde ich nie einem Anfänger raten, in seiner Küche das Bienenwachs mit 130 Grad Celsius drei Stunden lang selber zu entseuchen. So entstehen Katastrophen.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Leider hat AFB keine 100% Chargennummer und ist somit nicht rückverfolgbar.

    Das wäre insofern toll, da man dann endlich mal manche Verursacher an die Hammel Beine ziehen könnte.

    Das stimmt zwar nur teilweise, aber ist im Normalfall in der Praxis so.


    Das Problem ist, dass bei der Futterkrantzprobe ja unweigerlich Reste des Wachses mit gezogen werden. Bei den Heutigen Analysemethoden ist man dann dabei.

    Es heisst ja noch lange nicht, dass die AFB durch eine geringe Konzentration von Sporen zum Ausbruch kommt.


    Jedenfalls hat man dann die Sanierung am Hals und den damit verbundenen Arbeitsaufwand und teile der Kosten.

  • Der ganze Aufwand zeigt mir, dass ich dann doch dem Lieferanten weiter vertrauen werde.

    Sollte mich die Faulbrut ereilen, habe ich ja immer noch ein par Mittelwände übrig, die untersucht werden könnten. Die Frage der Entschädigung bei positivem Befund wäre dann ein Fall für den Anwalt …

    Man muss nicht alles selber machen - Wachs koche ich immer im Wasserbad - sonst kriegt man den Block nie aus der „Form“. Und Wasser wird unter dem Wachs nur unwesentlich über 100 Grad kommen - wenn überhaupt.


    Grüße Ralf

  • Der ganze Aufwand zeigt mir, dass ich dann doch dem Lieferanten weiter vertrauen werde.

    Sollte mich die Faulbrut ereilen, habe ich ja immer noch ein par Mittelwände übrig, die untersucht werden könnten. Die Frage der Entschädigung bei positivem Befund wäre dann ein Fall für den Anwalt …



    Grüße Ralf

    Dann bin ich ja gespannt wie das nachgewiesen werden soll.

    Die Ursache des Ausbruchs kann ja auch woanders liegen.

    Ich glaube nicht, dass die Ursache der ganzen Sperrbezirke an sporenbelasteten Mittelwänden lag:lol::lol::lol:

  • Wenn in den Mittelwänden Faulbuterreger sind, wird man das auch nachweisen können. Ich behalte ja immer welche über - die könnte man dann untersuchen lassen, und sei es, um einen Verdacht auszuräumen, falls kein anderer Infektionsherd gefunden wird.

    Ich glaube ja auch nicht dran, dass die Faulbrut über Mittelwände deutscher Hersteller verbreitet wird, aber es scheint ja Kollegen zu geben, die genau das befürchten und deshalb ihr Wachs selbst mit hohem Aufwand sterilisieren.

    Grüße Ralf

  • Keine Ahnung - ich kaufe bei einem kleinen Händler, der selber Bienen hat, der Lieferant der Mittelwände ist mir auch bekannt - damit ist alles klar.

    Das allerbilligste und schnellste Angebot aus dem Netz suche ich garnicht erst…


    Grüße Ralf

  • Du must nicht davon ausgehen, dass alle so denken wie wir.


    Ich kaufe auch beim Händler meines Vertrauens und gebe ihm mein Wachs zum umarbeiten.

    Allerdings kann er auch nur das Wachs verkaufen, was er angeliefert bekommt.


    Die Aussage von ihm geht mir nicht aus den Kopf, dass er selten so schönes Wachs gesehen hat, als wir unsere Wachs zur Umarbeitung abgegeben haben.

    Dabei habe ich kaum Deckelwachs, da ich mit dem Heissluftföhn entdeckel.

    Den Rest muss man sich denken.


    Ich habe nur auf das Thema hingewiesen. Wir sind da alle unser eigen Glückes Schmied.

  • Genau,

    die Wachsschmelzer müssen auch mit dem leben, was sie geliefert bekommen. Und wie schon gesagt: Beim Recycling erzielt man Qualität oft dadurch, dass hochwertiges Material (oder das mit den gewünschten Eigenschaften) in der Menge zugesetzt wird, bis das minderwertige Zeug soweit verdünnt ist, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

    So geht’s bei Stahl, Glas, teilweise auch Papier. Beim Wachs sehe ich das ähnlich. Wenn die ehrlichen Wachsschmelzer nur mindere Qualität geliefert bekommen, wird es auch nicht besser.

    Wie oft Wachs im Kreislauf benutzt werden sollte, wüsste ich selbst gern. Leider kann ich mir so viele Kerzen gar ich vorstellen …

    Grüße Ralf

  • Die Aussage von ihm geht mir nicht aus den Kopf, dass er selten so schönes Wachs gesehen hat, als wir unsere Wachs zur Umarbeitung abgegeben haben.

    Dabei habe ich kaum Deckelwachs, da ich mit dem Heissluftföhn entdeckel.

    Den Rest muss man sich denken.

    Den zu denkenden Rest würde ich schon gern wissen. Eine Aussage "schönes Wachs" ist doch nur nach dem Äußerlichen zu machen. Da ist bei manchem Anlieferer oft eine Menge Trester erkennbar. Einen Hinweis auf Inhaltstoffe oder Beimengung von Parafin/ Stearin ist bei "schönem Wachs" mit Sicherheit nicht machbar.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Wenn in den Mittelwänden Faulbuterreger sind, wird man das auch nachweisen können. Ich behalte ja immer welche über - die könnte man dann untersuchen lassen, und sei es, um einen Verdacht auszuräumen, falls kein anderer Infektionsherd gefunden wird.

    Ich glaube ja auch nicht dran, dass die Faulbrut über Mittelwände deutscher Hersteller verbreitet wird....

    Nur, dass man dann schon alle Begleitprobleme an der Backe hat.

    Da ist das"wie man Rähmchen putzt" das kleinste Problem.


    Also der grosse Wachsskandal, welcher mit Vorsatztaten gespickt war, das war auch ein deutscher.

    Warum sollen deutsche ehrlicher sein?

    Noch dazu wird ja angeboten, was man kaufen kann.

    Entseucht, Rückstandsfrei, Bio... Und der größte Mist.

    Wobei ja auch schon Wachspastillen im Bigpack gesichtet wurden.

    Was sicher Bienenwachs war. Weiss wie der Sonnenschein.

    Natürlich: Nach einer Aktivkohlefilterung kann das schon vorkommen.

    Und, da Wachs den Kreisläufen entzogen wird kaufen die Umarbeiter auf.

    Auch aus dem Ausland, da ein Bedarf zu decken gilt.

    Nur der Ehrenhafte Untersucht vorher.

    Andere Entschuldigen sich bei Gericht, dass das vom Vorlieferanten gekommen ist.

    Wobei auch schon Steine in den Wachs Blöcken waren... Von inländischen Imkern..

    Soweit zu der Ehrlichkeit.

    Man sollte heute keinem mehr trauen, wenn ums Wachs geht.

    Warum sollte jemand sein bestes Wachs verkaufen?

    Tja, die Wahrheit ist hart.

    Ob Faulbrut oder nicht ist das eine.

    Dass die Faulbrut mittlerweile aus Gegenden nicht mehr weggeht, das ist nicht das Wachs, aber ob einer der Probleme hatte so seine Kosten reduzieren möchte, dafür lege ich meine Hand sicher nicht ins Feuer.

    Wiewohl ein gutes, starkes Volk mit einer schwachen Faulbrut Belastung, gemäß Institutsaussage klarkommen KANN.

    Wo ich, bei den Wachströgen und den Verdünnungen dort, fast ausgehen möchte.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup: