Hygiene im Honigraum - Rähmchen wie oft benutzen?

  • Wenn man nicht gerade das allerbilligste Angebot braucht, hat man bei den bekannten Wachsschmelzern wahrscheinlich kein Problem.

    Übrigens soll es auch Imker geben, die irgendwas ins Wachs mischen - und sei es ein kunstvoll eingearbeiteter Stein…

    Grüße Ralf

  • außerdem einer der ganz wenigen Umarbeiter, der sich an die gesetzliche Registrierpflicht seiner Umarbeitung hält...

    Dito!

    Auch wir haben eine EU-Registriernummer

    Und ein gewisses Grundvertrauen bleibt erforderlich.

    Die Rückstellproben, und das Verarbeitungsprotokoll, die Kontrolle vom Amt, alles vorhanden. Das Einzige, was fehlt ist eine Übernachtungsmöglichkeit für die Anlieferer...

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Du bist garantiert auf em richtigen Weg! Hab noch nich viel gleichwertige Konzepte gesehen.

    Übernachtungsmöglichkeit für die Anlieferer...

    mmmhhh! Oder echt günstiger Versand. Oder organisierte Sammeltransporte:)

    Wenns nur nich so sau weit wäre:(

    Du kannst 5.1? mit möglichst wenig Verzug?

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Du kannst 5.1?

    Leider nicht

    organisierte Sammeltransporte

    Bei meinen Vorträgen, in Donaueschingen, beim FT...

    nehme ich Wachs mit oder bringe die fertigen Mittelwände. Für die Paketversendung kann sich ja jeder seinen günstigsten Anbieter aussuchen. Wir hatten auch schon Verwandtschaftsbesuche in der Organisation.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Bei uns im Verein läuft das so, dass es einen Aufruf gibt, wer sein Wachs aufarbeiten lassen will.

    Es ist unserem Herrn W. sehr wichtig, dass er die Leute kennt die umarbeiten und dass er dabei sein kann...

    Kleinere Mengen sollen zu 5 kg zusammen gefasst werden...

    Letzten Winter war das beim Wabenprofi in Stuttgart.

    Das ist von uns je nach Anfahrt 1/2 bis 1 h weit weg.

    Einer betreut und fährt.


    Grüße ULI

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.

  • Um nochmal zum Ursprungsthema zurückzukommen: wie oft wird die Wabe wiederbenutzt?


    Es scheint hier wohl Konsens zu sein, dass HR-Waben durchaus auch über mehrere Jahre verwendet werden können. Zumindest aus hygienischer Sicht betrachtet.


    Auf der anderen Seite benötigen die Damen im HR auch Beschäftigung.


    Klar kann man HR-Waben über mehrere Jahre aufheben. Und ausgebaute Waben werden zweifellos besser angenommen.


    Aber man kann ja auch nicht immer nur ausgebaute Waben aufsetzen. Wenn die Damen im HR keine Gelegenheit zum Bauen bekommen, dann werden sie früher oder später anfangen im BR Blödsinn zu treiben.


    Was ist da das richtige Maß? erster HR ausgebaut, die weiteren HR als MW? Mit dieser Strategie sollte aber keine Wabe älter als 2 Jahre werden.


    Mit "das Rähmchen geht so lange in den HR bis es bricht" weiss man früher oder später nicht mehr wohin mit den Waben...

  • Mit "das Rähmchen geht so lange in den HR bis es bricht" weiss man früher oder später nicht mehr wohin mit den Waben...

    Ach, hier eins mit Pollen, da eins mit Knick drin, ...-man wird wählerisch, wenn man die Wahl hat. Zwei Zargen je Volk halte ich vor.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Joew,

    Du hast das schön beschrieben.

    Hier kann jeder seine eigene Philosophi betreiben, aber man kann das ausbauen der Rähmchen auch dazu benutzen, so ein Volk zu steuern.

    Es gibt ja immer wieder Zeiträume vor allem zwischen den Massentrachten, wo die Bienen in voller Mannschaftsstärke nichts viel zu tun haben.

    Hier kann man durchaus den Bienen als Schwarmverhinderung arbeit geben, indem sie Mittelwände und Rähmchen ausbauen.

    Das kann ich sowohl im Br als auch im HR betreiben. Dieses Jahr mussten die Damen bei mir 1/3 der Rähmchen leer ohne Anfangsstreifen ausbauen.

    Gehen tut das, aber es geht zu Lasten des Honigertrags.

    Gerade bei plötzlich anfallenden Massentrachten kommen die Bienen mit ausbauen dann nicht mehr hinterher.

    Auch arbeitet man dann an der Grenze des zumutbaren im HR. Die Bienen gehen dann in den unteren Brutraum und knallen den oberen Brutraum voll mit Nektar, sobale eine Wabe ausgebaut ist. Man unterbricht damit immer wieder die Entwicklung des Volkes, weil der Typ hinter der Kiste die Entwicklung des Biens und des Nektareintrags falsch eingeschätzt hat.

    Dennoch bin ich der Meinung, dass man mit ca 1/4 Naturbau und einer Reserve im Hintergrund alle 5-6 Jahre eine Wabenerneuerung hin bekommt.

    Den gewonnen Wachs aus dem Naturbau kann man dann erstmal noch für die MW benutzen und alter Wachs fliesst dann in die Kerzenerstellung ein.

    Eins müsste ja jedem Imker klar sein, dass Wachs ein super Speicher für Fremdstoffe aller Art ist. Daher ist es eigentlich beschämend, dass in dem abgegebenen Wachs bei Umarbeitern immer noch Mittel nachweisbar sind, die es hier seit über 20 Jahren nicht mehr gibt. Der Wachsskandal kam dann noch hinzu.

    Im Gegenzug wird das mit Wabenhygiene aber auch von manchen übertrieben.

    Reiner Bienenwachs ist ein kostbares Gut und auch ein Preisfaktor.

    Damit sollte man auch entsprechend umgehen.

    Rase hat es gerade schön beschrieben.

    Zwei Zargen ausgebaute Rähmchen für den Brutraum

    Zwei Zargen ausgebaute Rähmchen für den Honigraum

    Eine Zarge zum ausbauen für den Honig und Brutraum

    + Leerrähmchen für den Drohnenbau

    So in etwa wäre dann das Konzept.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Du kannst natürlich auch das Modell frei nach Guido Eich fahren, wie er es am Wochenende wieder erzählt hat:


    In seiner Berufsimkerei mit 600 Völkern hat er mit 20 Ausgebauten Honigräumen ausgewintert, im Rest MW gegeben, das Bauen die Bienen wieder aus und kostet auch kein Ertrag. Verhonigen tut da im einräumigen Brutraum auch nichts und wenn doch hat man nicht früh genug Platz gegeben.


    Kann jeder drüber denken was er will, ich peil trotzdem drei Ausgebaute HR pro Volk an (Flachzargen). Mehr schadet nicht, eine Zarge MW gibts aber garantiert dazu.

  • Darum kombiniere ich in jedem HR wenn möglich voll ausgebaute 4 Waben gesamt dabei verteilt 2xMitte, je 1xRand dann 4(2) MW und 2(4) Anfangstreifen.


    Das werde ich fortführen bis alle HR auf Naturbau habe, welches ja bei jährlich 2-4x Naturbau pro Zarge dann bis zu 3-5 Jahren dauern kann.


    Kombinieren kann man das so, das HR1 nur ausgebaute Waben aus Mittelwänden bekommt.

    Die kann man dann aussortieren und Einschmelzen, um Pollen aus dem virtuellen Brutnest nicht lagern zu müssen.


    Irgendwann hat man dann im HR nur noch Naturbau und fängt an BR Wachs -> Kerzen, HR-Wachs -> Brutwaben, also Wachsstrecke, nicht Anreicherungskreislauf.


    Liebe Grüße Bernd

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von d2dum ()

  • In seiner Berufsimkerei mit 600 Völkern hat er mit 20 Ausgebauten Honigräumen ausgewintert, (...)

    Da das nicht mal 1 Rähmchen pro Volk ergibt, will sich mir der Sinn nicht ganz erschliessen.

    Wonach wird denn da entschieden, welches Volk wie viele Ausgebaute bekommt?

    Wo kommen die genau hin - und warum?

  • im Rest MW gegeben, das Bauen die Bienen wieder aus und kostet auch kein Ertrag.

    Sämtliche Wachsarbeiten, die die Bienen ausführen kosten Energie und somit im Endeffekt Ertrag. Wachsproduktion ist dabei die aufwändigste Arbeit.

    Insbesondere im zeitigen Frühjahr kann diese Energie viel effizienter in die Volksvergrößerung gesteckt werden. Der Mittelwandausbau kostet somit wohl Ertrag und zwar erheblich.


    und (nicht nur) für den Ede:

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Wachs

    es brennt einfach in den Augen.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • im Rest MW gegeben, das Bauen die Bienen wieder aus und kostet auch kein Ertrag.

    (...) Insbesondere im zeitigen Frühjahr kann diese Energie viel effizienter in die Volksvergrößerung gesteckt werden. Der Mittelwandausbau kostet somit wohl Ertrag und zwar erheblich.

    Es kostet auch Schwärme! Im frühen Frühjahr haben die Völker nicht die Bienenmasse, auch nachts im HR zu bauen, gleichzeitig aber ggf. die ersten Massentrachten aus Weide & Obst. Das geht dann statt in den HR ins Brutnest, blockiert da Zellen für Brut und ist die Initialzündung für die ersten Zellen ein paar Wochen später. Wenn das Volk groß und stark und die Nächte lau sind, ist ''ne Kiste MW bei Volltracht doch in zwei, drei Tagen ausgebaut! Deswegen ist der Zeitpunkt wichtig und so pauschale Aussagen oft für den Popo.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife