Hygiene im Honigraum - Rähmchen wie oft benutzen?

  • Mein Rähmchentausch läuft so ab:


    Brutraum: Es werden ausschließlich neue und 1 mal ausgeschmolzene Waben eingesetzt.

    wenn Du damit sagen willst, dass Du ein Rähmchen nur 2x benutzt, 1x wenn es neu ist und dann nur noch 1x nach dem Ausschmelzen, finde ich das wenig Nachhaltig. Mit Ressourcenschonung hat das nichts zu tun.

    Ich spare damit:


    - den Kauf von Kamin-Anzündholz

    - das Handling mit Natronlauge und deren Entsorgung

    - die Beschaffung und den Betrieb einer Spülmachine oder eines beheizbaren Kessels

    - habe nicht die Unfallgefahr im Umgang mit der Natronlauge oder alternativ beim Abflammen


    Als BSV habe ich den Einblick in die Völker von Imkerkollegen und denke nicht, dass ich an dieser Stelle etwas falsch mache.

  • Ich auch nicht. Und wenn das Rähmchen nix kann, kommt's nach dem Schmelzer weg. Auch im Jahr null. Wenn es ok ist, kommt wieder 'ne MW rein. Ob das ein, zwei oder fünfzig Jahre alt ist. Und ausgebaute HR-Waben nutze ich, bis sie final kaputt sind (Raps kristallisiert) oder voll mit Pollen. Aber einfach weil Kehrwoche is, schmelz ich nix aus. Ich ess aber auch Joghurt, wenn der abgelaufen ist aber okay aussieht & riecht. Das ist dann dieses 'Erfahrung', wo alle immer drüber reden.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich ess aber auch Joghurt, wenn der abgelaufen ist aber okay aussieht & riecht. Das ist dann dieses 'Erfahrung', wo alle immer drüber reden.

    Oh, Du bist ein Rebell.....

    Tatsächlich erwartet man Grundregeln, wo es keine gibt.

    Das abgelaufene Jogurt aus dem Sommerlichen Auto, in welchem es drei Tage lag, oder jenes aus dem Kühlschrank vergammelt ist die Milch in beiden Fällen, nur mit gewollten Stämmen.


    Bei den Waben und Beuten verhält es sich ähnlich.

    Rezepte gibt's keine.

    AFB,auch wenn Du es anders darstellt, wird unter der Nachweisgrenze immer vorhanden sein. Wie es auch in deinen Zitaten vorkommt.

    Versorgt man die Bienen mit Rückstandsfreien, bzw. Armen und natürlichen Mittelwände, ohne Paraffin und Konsorten, tut man vermutlich mehr für einen gesunden Bien wie mit dem herumgewasch .

    Nur, das Wachs kostet halt ein wenig mehr....

    Beuten ausflämmen, bei mir kommt Wasserstoff zusätzlich auf die Oberfläche, bevor die Einlagerung erfolgt und es reichte bisher....

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Rase schrieb: "... , oder jenes aus dem Kühlschrank, vergammelt ist die Milch in beiden Fällen, nur mit gewollten Stämmen."

    An die Stelle " vergammelt" würde ich in dem Falle doch lieber "denaturiert" setzen wollen. Den Vorgang muss ich wohl keinem erklären?

    Ein schönes Wochenende,

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die „große Wachskrise“ hat mich verschont - ich kalkuliere aber bei meinen par Völkern auch nicht mit 4 Stellen nach dem Komma.

    Dann klappt’s auch mit dem Wachs. Ich hab zwar jetzt auch schon einen halben Zentner eigenes und somit recht reines Wachs „angespart“ - werde es aber dann doch irgendwann dem allgemeinen Kreislauf zuführen. Hab eben keine Lust zum Mittelwände selber Gießen.

    Grüße Ralf

  • Ich habe in diesem Jahr Völker mit reinem Naturbau und mit etwa 50% MW erprobt.

    Es gab nur bei der Frühtracht Unterschiede. Im Laufe der Zeit gab es dann keinen mehr.

    Im kommenden Jahr: Wieder 100% Natur.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Rase schrieb: "... , oder jenes aus dem Kühlschrank, vergammelt ist die Milch in beiden Fällen, nur mit gewollten Stämmen."

    Ähm, das war Freebee16:

    Oh, Du bist ein Rebell.....

    Tatsächlich erwartet man Grundregeln, wo es keine gibt.

    Das abgelaufene Jogurt aus dem Sommerlichen Auto, in welchem es drei Tage lag, oder jenes aus dem Kühlschrank vergammelt ist die Milch in beiden Fällen, nur mit gewollten Stämmen.

    Rase war derjenige, der vernünftigerweise abgelaufenen Joghurt, der aber noch gut ist, isst.

    Hab eben keine Lust zum Mittelwände selber Gießen.

    Es gibt doch Dienstleister, die eigenes Wachs umarbeiten?

  • Das kann ich nicht bestätigen.

    Bei mir mussten die Bienen ca 1/3 der Waben im Naturbau bauen.

    Der Ertrag ist bei Völkern mit Waben höher.

    Gerade bei der Massentracht in einem kurzen Zeitraum bei Raps und später bei der Linde, kamen die Bienen mit bauen nicht hinterher.

    Allerdings reden wir hier von 2-4kg pro Volk, wobei ich das bei diesem verflixten Jahr nicht 100% beziffern kann.

    Für mich jedenfalls der beste Weg, die Wabenhygiene mit Eigenwachs aufrecht zu halten.

    Das setzt natürlich voraus,.dass.mein Eigenwachs auch in meine Mittelwände einfliesst.

    2020 werde ich dann die Bienen auf 1/4 Naturbau umstellen.

    Das reicht mir und ist mit Baurahmen ausbauen schneller erfüllt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Der Ertrag ist bei Völkern mit Waben höher.

    Nöö!

    Bei Ausbau im Brutraum nicht. Und wennst die HR jetzt ausbauen läßt und später mit Futter gefüllt untersetzt, auch nicht.;)

    Schneid ab die Alten Zöpfe.....

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • AFB wird unter der Nachweisgrenze immer vorhanden sein.

    Das ist mit den heutigen Anzuchtmethoden der Laborproben nicht so.

    AFB ist allenfalls in Regionen latent vorhanden, in denen der klinische Ausbruch von AFB mit Antibiotika verschleiert wird. Wir wissen ja nicht, wo Du imkerst, aber in D ist das glücklicherweise nicht der Fall.

  • Zitat

    in denen der klinische Ausbruch von AFB mit Antibiotika verschleiert wird

    Das verstehe ich aber nicht - Antibiotika wirken doch nur gegen Bakterien, gegen Pilze nimmt man Fungizide, Pestizide gegen Tiere und Herbizide gegen Pflanzen, gegen Viren gibt's nichts.