Hygiene im Honigraum - Rähmchen wie oft benutzen?

  • rase : Mit der Klarstellung hast Du freilich recht. Von Wabenhygiene wird ja gewöhnlich in Bezug auf bereits bebrütete Waben gesprochen.

    In Imkereien, die mit demselben Rä.maß in HoR und BrR arbeiten, ist es nur eine Frage der Zeit, wann (zumindest die pollenbefrachteten) HoRWaben in den BrR wandern. Die meisten dieser Kollegen hier wechseln nach 1 Jahr: HoW, sobald mit Pollenanteilen -> im Folgejahr BrW. Bei dieser Betriebsweise (mit einräumigem BrR) kann man im ersten HoR (zumindest in dessen unterer Region) sogar von einem virtuellen brutnestnahen Futterkranz sprechen. Aber FKP werden selbstverständlich aus dem Futterkranz bzw. -ecken des BrR gezogen.

  • Trocken ist besser - Honigreste ziehen allerlei „Interessenten“ an. Außerdem besteht eine je nach Lagerraum geringe Gefahr, dass der Honig aus der Luft Feuchtigkeit aufnimmt und fährt.

    Grüße Ralf

  • Warum es in den selben Regionen immer wieder zu AFB Ausbrüchen kommt?


    Meistens ist das relativ einfach, die Völker wurden saniert und alles ist gut, aber beim Inventar wurde geschlampt. Da war doch noch der eine Honigraum in der Abseite, toll ich brauch ja gerade noch einen, das der schon älter als die Sanierung ist, ist ja egal.


    Seien wir mal ehrlich, wer kennt das nicht, man ist unterwegs und dann findet man irgendwo etwas was man schon lange nicht mehr gesehen hat und nicht mehr aufm Radar hatte. Packste ein und gut, und jetzt liegen schon ein oaar Jahre zwischen AGB und dem Fund, da werden viele dann nicht mehr dran denken.

  • Mein Rähmchentausch läuft so ab:


    Brutraum: Es werden ausschließlich neue und 1 mal ausgeschmolzene Waben eingesetzt.

    Danach dienen sie als Anzündhilfe im Kaminofen

    Honigraum: Ich verwende neue Rähmchen. Nach dem Abschleudern werden die nicht schön ausgebauten und die evtl. beim Schleudern gebrochenen Rähmchen ausgeschmolzen und verbrannt. Das sind ca 50 Prozent.


    Die Mittelwände stelle ich aus Deckelwachs und aus dem ausgeschmozenen Wachs von den Honigraumwaben in einem geschlossenen Wachskreislauf her, weil ich das Vertrauen an die Umarbeiter verloren habe.

  • Mein Rähmchentausch läuft so ab:


    Brutraum: Es werden ausschließlich neue und 1 mal ausgeschmolzene Waben eingesetzt.

    wenn Du damit sagen willst, dass Du ein Rähmchen nur 2x benutzt, 1x wenn es neu ist und dann nur noch 1x nach dem Ausschmelzen, finde ich das wenig Nachhaltig. Mit Ressourcenschonung hat das nichts zu tun.

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Ich schmelze schlecht ausgebaute und mit Pollen belastete Honigwaben ein. Wenn wenig Pollen, dann breche ich den aus und lagere die Waben. Das Alter der Honigwaben spielt keine Rolle.

    Gruß Ralph

  • Moin,

    Die Rähmchen mag man ja noch laufend erneuern können - die Beuten und deren Einbauteile wird man wohl nicht alle zwei Jahre tauschen wollen.


    Wobei die schwierig bis gar nicht zu desinfizieren sind. Die Ausrüstung, um ganze Zargen in Natronlauge zu kochen, werden wohl die Wenigsten zur Verfügung haben


    Grüße Ralf

  • Wobei die schwierig bis gar nicht zu desinfizieren sind.

    Desinfizieren muss man doch auch nur im Krankheitsfall. Bei gesunden Völkern sollte ggf. normale Reinigung ausreichen. Abgesehen davon haben die Bienen ja ihre Möglichkeiten, Räume für sie wohnlich herzurichten.


    Wasser, Dampf und Feuer (abflämmen) helfen schon mal viel; Natronlauge muss denke ich weit nicht immer sein.

  • ralf_2 brachte den völlig nachvollziehbaren Einwand, dass man konsequenter Weise nicht nur die Rähmchen, sondern auch die Beute dann entsorgen müsste.


    Auf einer meiner Beuten war die Jahreszahl 1968 zu finden.

    Ich kenne sogar einen Imker, der sogar noch das Schweirer Mass verwendet.

    Das stammt noch aus Kaisers Zeiten.

    Demnach müssen wir alle AFB und sonstige Krankheiten im Überfluss haben.

    Letzterer versorgt damit eine Grossküche für über 100 Menschen.

    Da wird Panik verbreitet, die nicht notwendig ist.

    Für mich ist der entscheidende Punkt, dass das Bienenwachs nach einem gewissen Zeitraum von 4-5 Jahren aus den Beuten rwuskommt und nach dem einschmelzen entseucht wird.

    Leider sparen hier einige schon an der falschen Stelle.

    Beutenteile werden in der Winterarbeit mechanisch gereinigt und ggf abgeflemmt.

    Das gilt auch für funktionierende Rähmchen.

    Alles was.gebrochen, zu schwach ist, wird im Kamin entsorgt.

    Zudem redet alles vom nachhaltigen Arbeiten. Hier werden unnötiger Weise Ressourcen und Geld verbrannt. Wegwergesellschaft lässt grüssen.

    Bei ca 1.500 Rähmchen im Einsatz wird dabei noch richtig Geld verbrannt.

    Geld, was an anderer Stelle immer gerne benötigt wird.

    Vielleicht um mal ein Gesundheitszeugnis zu machen....

    Herrje, aber jeder so wie er es mag....

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • ralf_2 brachte den völlig nachvollziehbaren Einwand, dass man konsequenter Weise nicht nur die Rähmchen, sondern auch die Beute dann entsorgen müsste.

    Ich finde den Post gerade nicht, aber ja, wenn man desinfizieren muss, wäre es konsequent und vielleicht sogar auch hilfreich.


    Und wenn nicht, reicht imho ganz normale Hygiene aka waschen/putzen. Wachs sollte rechtzeitig herausgenommen werden, weil sich da vieles drin ansammelt; Rähmchen entsorgen und Wachs behalten fände ich irrational (nur für den Fall, dass das irgend jemandem eingefallen wäre).


    Naturbau gefällt mir gut, weil da die Gefahr, dass Erreger verbreitet werden, relativ gering ist. Mit Schwärmen, und seien es Kunstschwärme, wird die Gefahr von einer Ansammlung von Erregern auch vermindert.


    Ob die Sporen nun groß im Holz sind, weiß ich nicht, aber da sie sich anscheinend im Normalfall mit Abflämmen und Putzen durchaus in Schach halten lassen, sollte man denke ich die Kirche im Dorf lassen.