Hygiene im Honigraum - Rähmchen wie oft benutzen?

  • Wenn man Kinder in Watte packt, werden sie krankheitsanfällig. Könnte doch mit Bienen genauso sein, oder?

    Schätzelein, es geht um Rückstände durch diverse Umweltgifte. Da kannst Du keine Resistenzen gegen züchten.

    Außerdem hat der Verbraucher es nicht gern, wenn Rückstande von Umweltgiften in den Honig diffundiert sind.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Woher habt ihr nur immer Faulbrut? Wenn die diagnostiziert wird, werden die Waben verbrannt.

    Warum sollte ich nicht infizierte Rähmchen nicht wieder verwenden? Schon mal an Nachhaltigkeit gedacht?

    Mit alten Waben hat das nix zu tun. Gegen Ätznatron hat man jahrzehntelang auch nix gehabt, jetzt fürchtet man, der Imker kann damit nicht umgehen.

    Ähnlich ist es mit der Verdunstung von Oxalsäure. Wird in Deutschland aus Arbeitsschutz nicht genehmigt.


    Grüße Ralf

  • ...Verdunstung von Oxalsäure. Wird in Deutschland aus Arbeitsschutz nicht genehmigt.

    Das ist nicht ganz richtig. Die OX wurde 2006 als Wirkstoff mit der Standardzulassung versehen, allerdings nur in der Anwendungsform der Träufelung mit Zuckersirup. Die Entscheidung über die Anwendungsform der Sublimation ("Verdampfung") wurde wegen noch offener Fragen zum Anwenderschutz vorläufig zurückgestellt - und seither nicht getroffen - ungeachtet des Umstandes, daß bisher aus keinem der EU-Staaten mit OX-Sublimation auch nur ein einziger Fall der Gefährdung von Bienen, Anwendern oder Verbrauchern bekannt geworden ist trotz jahrelanger Anwendungspraxis.

    Ein Pharmahersteller, der die Sublimation als Einzelzulassung für D beantragen würde, findet sich ebenfalls nicht.

    Das Pikante dabei: Noch 2006 wurde es ausdrücklich ausgeschlossen, die Anwendungsform des OX-Sprühens in D jemals zuzulassen - wegen befürchteter Anwendergefährdung. Andermatt als Pharmahersteller hat es mittlerweile geschafft, diese Bedenken zu zerstreuen. Warum die Behörde die Dissertation von Dr. Gumpp zur (auszuschließenden) Anwendergefährdung bei OX-Sublimation bisher nicht bereit war, in die noch ausstehende Standardzulassungsentscheidung zu integrieren, bleibt ein Rätsel.

  • Noch 2006 wurde es ausdrücklich ausgeschlossen, die Anwendungsform des OX-Sprühens in D jemals zuzulassen - wegen befürchteter Anwendergefährdung.

    Ameisensäure ist ungefährlicher?! :/

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Oh, oh ManfredT: Du solltest Dich bitte näher mit den einschlägigen Bienenkrankheiten, deren Erregern, der Immunologie und nicht zuletzt den epidemiologischen Konsequenzen Deiner gefühlten "Wahrheit" v.a. für Nachbarimker befassen, bevor Du von Hygiene-"Wahn" sprichst und ihm einen Krankheitswert unterstellst. Auch der Ansteckungsweg von Bienenvolk zu Bienenvolk ist (abgesehen von evtl. imkerlicher Infektionsverbreitung) prinzipiell ein anderer als der, den man sonst bspw. aus dem Leben von uns Säugetieren kennt...

    Aber selbst die jüngere Geschichte der Humanmedizin widerlegt Deine Unterstellung - eines von vielen Beispielen gefällig? Bitte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis

    Das sind die berühmten Äpfel und Birnen.

    Bei dem Thema gehts doch wohl mehr um das Immunsystem des Biens und erst sekundär um die Übertragung von Krankheiten.

    Meiner Meinung nach ist jeder Eingriff vorerst eine Belastung und Schwächung der Abwehrkräfte.

    Weiter gefasst ist jede Veränderung im Umfeld der Bienen ebenso zu sehen.

    Manche Völker überleben das, andere nicht.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Gehört nicht ganz in das Thema..

    1) In Kärnten gab es bei der OX Verdampfung angeblich einen Toten.

    2) 240 Grad und kochendes Wasser.... Hmm, das muss ein gewaltiger Druckkochtopf sein...

    3) ich Weiss nicht, inwieweit die FB Sporen die UV-Bestrahlung, im Sonnenwachsschmelzer, zu den Temperaturen, überstehen. UV desinfiziert....

    4) FB Sporen sind im Regelfall latent, in geringer Zahl immer und überall existent.

    Wenn auch unter der, in einer Kultur erkennbaren Menge.

    Einem gesunden Volk, mit einer Wabenhygiene unterstützt, macht diese Umstand nichts aus.

    Was das wichtige ist.. Stark und Wabenhygiene in einer, der Stärke des Volkes angepassten Haltung.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • 1) In Kärnten gab es bei der OX Verdampfung angeblich einen Toten...

    4) FB Sporen sind im Regelfall latent, in geringer Zahl immer und überall existent.

    Zu 1. erbitte ich nähere Informationen bzw. Quellangabe.

    Zu 4.: Diese Hypothese wird von Wissenschaftlern, die sich ein Berufsleben lang mit AFB-Analysen befaßt haben, zumindest für D verneint. Für Regionen, in denen der klinische Ausbruch von AFB mit Antibiotika verdeckt wird, mag die Latenz-Hypothese zutreffen.

  • „Das Böse ist immer und überall“.


    Das Gute aber auch.


    Wenn man der These nachgeht, daß AFB überall vorhanden ist, bräuchten wir ja blos alle Bienenstände abfackeln, und schon wär alles gesund.


    Grüße Ralf

  • Genau das die AFB Sporen in Wachs latent vorhanden sind, war der Anlass eines Berufsimkers, eine Petition gegen die AfB im Seuchenregister erreichen zu wollen.

    Damit ist er dann damals gescheitert.

    Bis Heute verkauft dieser auch keine Ableger mehr.

    Das es Einige mit der Wabenhygiene massiv übertreiben, sehe ich auch so.

    Die sind mir aber lieber, als diejenigen, deren Waben die Mondlandung im Radio gehört haben.

    Ich war es ja selbst, der hier im Forum schrieb, dass ich bei einem Wachsaufbereiter Wachs gesehen habe, wo ich mir die Frage stelle, wie man den so dunkel hinbekommt.

    Eins ist für mich unbestreitbar. Wachs ist ein super Speicher für viele Stoffe.

    Manche davon haben dann ab gewissen Konzentrationen schädlichen Einfluss auf das Bien und/oder den Honig.

    Ich verweise da auf die Analysen des Bienenpapstes.

    Deswegen habe ich dieses Jahr erheblichen Naturbau betreiben lassen, um an möglichst viel Eigenwachs zu kommen.

    Zu dem Mysterium AFB Sporen habe ich meine eigene Meinung.

    Das die Sporen eine extreme Langlebigkeit und Robustheit aufweisen, ist bekannt und vor mir unbestritten.

    Das dadurch alleine eine so hohe Infektionsrate alleine entsteht, wage ich persönlich zu beweifeln.

    Andere Krankheiten haben eine eben solche Langlebigkeit (300 Jahre++) und sind nur noch in Einzelfällen in Deutschland vertreten, obwohl es Deutschland Unzählige Lagerorte und kontaminierte Böden gibt.

    (Friedhöfe, Kirchen, Schlösser, Massengräber etc)

    Daher Zweifel ich persönlich die Wege der Übertragung an.

    Es muss einen weiteren Weg der Übertragung/Ansteckung geben.

    Ob das über kontaminierten Honig oder Verkapselung im Organismus (TBC) ist, kann ich nicht beurteilen.

    Auch finde ich es nichtnnachvollziehbar, dass mit AfB kontaminierter Honig importiert werden darf, aber der deutsche Imker sich einer Bienenseuchenverordnung unterordnen muss. Sporen sind schliesslich Sporen, ob im Wachs oder im Honig.

  • DANKE Ede, das entspricht auch meiner Meinung.

    zu einem Ausbruch bedarf es immer einen geschwächten Organismus, im Falle der AFB, dem Bien, im Falle einer Angina, Schnupfens etc. der Athemwege, im Falle eines Schnupfens, da auch diese Sporen oder Bakterien latent im geringen Maße immer uns überall vorhanden sind.

    Im Falle der AFB ist vermutlich eine, auch aus äußeren Einflüssen kommende Schwächung des Volkes, oder ein Ungleichgewicht Pflegebienen zu Brut ausschlaggebend.

    Was der Grund sein kann, warum die AFB dieses Jahr auch Spotartig und erheblich früher als in anderen Jahren auftrat, da das Frühjahr 2019 ein Sonderfall war.

    So nebenbei... Antibiotika wirkt gegen Bakterien, nur Polyen-Antibiotika gegen manche Pilz Arten. Was mir in der Faulbrutbehandling neu wäre aber, es ändert sich ständig etwas.

    Und ich würde in mein Volk kein Antibiotika stecken....

    HYGIENE IST EINES

    ÜBERTRIEBENE HYGIENE HEUTZUTAGE ETWAS ANDERES


    2 meiner Stände sind von FB eingekreist (außerhalb der Sperrkreise) und ausser einem verstärktem Wabenwechsel, durch eine änderung der Betriebsweise einfach möglich mache ich nichts.

    DUNKELBRAUN BIS SCHWARZ GIBT'S NICHT

    Da ICH die Ansicht vertrete, dass die mehrfachen Lagen der Brutrückständeübereinander die AFB gegünstigen.

    Mag falsch sein... 10 Imker, 12 Meinungen....

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup: