Hygiene im Honigraum - Rähmchen wie oft benutzen?

  • Wie die Bienen nur 80 Millionen Jahre überlebt haben, ohne in den Genuss der neuen Wabenhygiene gekommen zu sein, ist sicher ein großes Geheimnis.

    Sind die nicht geschwärmt? ;)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Wenn die Standards für Altwachs, das zur Umarbeitung geht, zu hoch gesetzt werden (nur Entdecklungswachs usw.), dann schaffen wir damit künstlich eine Marktverknappung, die wiederum kriminelle Energie puscht und so möglicherweise den nächsten Beimischungsskandal befördert.

    Eine Marktverknappung hat nicht nur den negativen Effekt, dass dies anziehend für schwarze Schafe ist, die es jedoch immer geben wird. Sondern auch den positiven Effekt, dass der Preis für gutes Wachs steigt, einhergehend mit einer Steigerung der Wertschätzung für das Produkt bei allen marktteilnehmern.


    [Imker], die ihre Altwaben aus Bequemlichkeit im Müll entsorgen (Die gibts!) müssen zukaufen.

    Solche Imker haben dann die Möglichkeit, billiges „Wachs“ zu kaufen oder für teures Geld echtes Bienenwachs zu ersteigern und damit die Arbeit der Bienen und des Imkers anständig zu entlohnen.


    Grüße vom Apidät

  • Solche Imker haben dann die Möglichkeit, billiges „Wachs“ zu kaufen oder für teures Geld echtes Bienenwachs zu ersteigern und damit die Arbeit der Bienen und des Imkers anständig zu entlohnen.

    ...oder (dritte Möglichkeit) für teures Geld verarscht zu werden.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Solche Imker haben dann die Möglichkeit, billiges „Wachs“ zu kaufen oder für teures Geld echtes Bienenwachs zu ersteigern und damit die Arbeit der Bienen und des Imkers anständig zu entlohnen.

    ...oder (dritte Möglichkeit) für teures Geld verarscht zu werden.

    Man kann Wachs untersuchen lassen. Kostet halt (2. Möglichkeit)!

  • Oder man kauft bei Anbietern, die ein Höchstmaß an Transparenz bieten und 100% Rückverfolgbarkeit der einzelnen Chargen garantieren. Ich scheue den Aufwand, auch wenn die Logik anderes sagt. Aber meinen Dealer(Bi..at) halte ich seit Jahren für sehr zuverlässig.

  • es steht jedem frei mit Dreiecksleisten/Schiffsformleisten auch wachsfrei zu starten- es ist mit ausreichender Fegling/Schwarmstärke sowie Tracht bzw. Fütterung kein Problem.

    Kompletter nauturwabenbau ist sehr zeit- und kostenaufwendig durch die längeren Entwicklungszeiten in den Bruträumen und verschlafene Trachten bei den Honigräumen, und damit viel weniger Ergebnis= Honigertrag.

    Da müssen evt. Kosten aus anderem Topf gedeckt werden.

  • Ich persönlich habe noch nie einen Wachsüberschuss erzielt.

    Streng genommen stimmt das ja nicht, da das Wachs immer in die Vergrösserung der Bienenbestände meiner Mitimker und mir geflossen sind.

    Selbst dieses Jahr werde ich nicht ohne Naturbau auskommen.

    Ich gebe Black Peterle ja recht, dass man auf den Honigertrag teilweise verzichten muss, wenn man sauberen Wachs haben will.

    Das Ganze treibt mit steigendem Naturbau aber auch den Arbeitseinsatz nach oben.

    Nebenbei ist der Kommentar vollkommen richtig, dass bei Massentrachten wie Raps und Linde die Bienen in die Bäume jagt, wenn man es übertreibt.

    Wo dann keiner gerne drüber redet ist dann, dass man durch das verstärkte verhonigen des Brutnestes auch durch das erhöhte Eingreifen in den Honigraum mehr Königinnen verliert.

    Immer wenn für mich das Stichwort 100 % Nachverfolgbarkeit kommt, fühle ich mich veräppelt.

    Diese gibt es nur auf dem Papier.

    Als jemand der auch Revisionen in Firmen macht, lernt man in der Praxis schnell, dass es nichts gibt, was nicht veränderbar ist.

    Trotz Compliance, Sarban Oxley Act, interner Richtlinien etc ist es häufig so, dass man für das Aufräumen geholt wird, aber bei Erfolg dann entsorgt wird.

    So bleibt immer die Selbstkontrolle übrig.

  • Wenn das ausnahmslos alle Imker drei Jahre durchziehen würden, wären alle Altlasten entsorgt.

    Ich bin über drei Jahre dabei und ich bin noch nicht soweit. Gibt es vielleicht auch in der Wachsausbeute regionale Unterschiede ;)? Der typische Neuimker mit seinen <10 Völkern wird nichts so schnell auf die Menge kommen um komplett auf Eigen(!)wachs umzustellen.

    Meinem Gefühl nach sind eher die Jungimker sensibilisiert als die alten Hasen. Also vielleicht mal mit einem Wachspool der Jungimker im Verein starten!?!


    Ich sammel erst mal weiter ....

  • Es fängt doch damit an, dass jetzt angeblich die Bienen nicht mehr gerne ausbauen.

    Bei mir, beim 100% Bienenwachsmittelwänden ist das nicht zu erkennen.

    Beim, mit 20 % Paraffin belastete sieht ein wenig anders aus.

    Hier muss der Druck höher sein, da das Wachs auch härter ist.

    Dann wird auch dort ausgebaut.

    Warum bei uns dieses Jahr ein kompletter Wachs Wechsel ansteht und so gut wie beendet ist.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Mit Karmapunkten.

    Ich ruhe sowas von in mir selbst - noch mehr Karma könnte mich einschläfern. Das Risiko möchte ich nicht eingehen.

    Wenn Tracht ist, bauen die Bienen, wenn nicht, dann nicht. Andere Erfahrungen hab ich nicht - offenbar ist mein Mittelwandlieferant ok.


    Heute ging mir noch was durch den Kopf: Erreichen alle Selbstschmelzer die für die von Ihnen geforderte Temperatur von ca 140 Grad, um die nach Ansicht Mancher überall vorhandenen Faulbrutsporen zu eliminieren?


    So lange im Wasserbad drucklos geschmolzen wird, kommt man nicht über 100 Grad.


    Ich hab gelesen, dass die Profis das können und praktizieren. Ok die können alle auch nur lügen … Dagegen hilft nur meine Alumütze.


    Grüße Ralf

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ralf_2 ()

  • Entschuldigung, aber wenn statt dem vor Sarkasmus und Selbsmitleid triefenden Beiträgen schnöde Fachinformationen oder Selbsterlebtes gepostet würde, wäre es alles entspannter und besser zu verstehen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.