Bio-(Rüben-)Zucker aus Deutschland

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    Liebe Imkerforianer,


    im Diskussionsfaden Bio-Zertifizierung wurde das Thema Bio-(Rüben-)Zucker aus Deutschland öfters angeschnitten.


    Ich denke, dieser Themenbereich hat einen gesonderten Thread verdient und bitte euch um fachlichen Input zu Anbau, Verarbeitung, Preis usw.


    Grüße vom Apidät

  • Ich verstehe jetzt nicht ganz , warum der Beitrag von WFLP gelöscht wurde. In diesem wurde nur ein Händler und der Preis des vergangenen Jahres genannt.


    Es wurde keine Verlinkung zum Shop mit dem Preis aufgeführt. Das waren doch die Kriterien für unerwünschte Werbung. Oder haben sich diese mittlerweile geändert?

  • Da hat sich nichts geändert und steht noch immer so in den Nutzungsbedingungen.
    Nennung von Preisen in Zusammenhang mit Firmen....
    Lasst doch bitte einfach die Preise weg. Heute geschrieben, morgen geändert, was bringt es... ?

  • In Bayern liegt der durchschnittliche Ertrag der letzten Jahre bei 487dt/ha Anbaufläche. Im Konventionellen dagegen bei 746dt/ha im Vergleich.

    mögl. Gründe für die Unterschiede:

    -Fehlende N-Gaben (Gaben mit Mist oder Gülle vor Saat sind möglich, allerdings muss der darin enthaltene Stickstoff erst umgewandelt werden. Das ist je nach Klima problematisch da der Stickstoff erst dann freigesetzt wird, wenn er eig nicht mehr gebraucht wird )

    -Kein Einsatz von Fungiziden, Herbiziden, Insektiziden


    Wie man ohne den Einsatz von Herbiziden die Beikräuter und Ungräser in den Griff bekommt ?

    -"Blind"-Striegeln vor Auflauf

    -Hacken mit Hackgerät

    -Hacken mit Hand (auch in der Reihe)

    Das hacken mit der Hand ist das aufwändigste daran. Die lfl Bayern beanschlagt pro ha 130 Arbeitskraftstunden zum Hacken mit der Hand.


    Ernte verläuft genau so wie im konventionellen Bereich mit Selbstfahr-Roder und ablegen als Miete am Feldrand. Die Anlieferung erfolgt meines Wissens nach vor dem Start der Verarbeitung der "Konventionellen" Rüben. Dies ist meistens Schon Anfang bis Mitte September. Die frühe Rodung führt zu Verlusten, die durch den sog. Frühlieferausgleich ausgeglichen wird.

  • Lasst doch bitte einfach die Preise weg. Heute geschrieben, morgen geändert, was bringt es... ?

    Ja, aber die Preisentwicklung war ja gerade auch Thema.

    Also (ohne Lieferant): Preis für deutschen Biorübenzucker im letzten Jahr auf 900-Kilo-Palette: 1,57 Euro.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • http://www.rebio.de/

    Die bieten 25kg Zuckersäcke, Fertigsirup und Futterteig an. Sind leider nicht in meiner Nähe.

    Auf der Seite findet man auch einen Schrieb zum Fußabdruck mit Regionalem Biozucker/Sirup gg. überseh Zuckerrohr. Klar: Is vom Hersteller, aber besser als nichts... http://www.rebio.de/wordpress/…e_Biozucker_Kurzfassg.pdf

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • N'Abend


    Hmmh, also ich habe mal ne Weile in Südamerika gearbeitet. Zwar mit Kakaobauern, die Bio anbauen und fair vermarkten, aber aus der Erfahrung heraus bezweifle ich, das der para. Zucker bei den Sozialbedingungen bei Anbau, Ernte und Verarbeitung sooo schlecht abschneidet, wie dort dargestellt. Aber gut, für den ökol. Gesamtfussabdruck ist das von unter geordneter BEdeutung.


    Hasta luego ;-)

  • N'Abend


    Hmmh, also ich habe mal ne Weile in Südamerika gearbeitet. Zwar mit Kakaobauern, die Bio anbauen und fair vermarkten, aber aus der Erfahrung heraus bezweifle ich, das der para. Zucker bei den Sozialbedingungen bei Anbau, Ernte und Verarbeitung sooo schlecht abschneidet, wie dort dargestellt. Aber gut, für den ökol. Gesamtfussabdruck ist das von unter geordneter BEdeutung.


    Hasta luego ;-)


    NAchtrag: Interessant für süddt. Imker sind natürlich die Kontaktadressen auf der rebio-Seite, um mal nachzufragen, wo Bio-Raps angebaut wird, damit man mehr oder weniger gefahrlos seine Bienchen da hinstellen kann.