Anleitung / Hilfe für Langstroth Beuten

  • Hallo,


    nachdem ich ja schon recht gut zum Thema Holz beraten wurde steh ich nun vor einem neuen Problem. In den gängigen Maßen für Langstoth wird eine Rähmenauflage von 10 mm angegeben. Die Holzstärke mit 25 mm.


    Somit blieben 15 mm "Rand" wo man die Beuten übereinander stellen kann. Die Meisten Verkäufer verwenden 22 mm Holz da bleiben noch immer 12 mm übrig.

    Ich würde meine Beuten gerne aus Leimholz bauen. Das hat aber meistens nur 18 mm Stärke wenn ich dort 10 mm Falz weg säge bleiben mir nur noch 8 mm. Wird das ganze dann nicht mega instabil?


    Ich hab schon überlegt nach dem Vorbild der Hohenheimer Einfach beute zu arbeiten die Arbeitet mit 20 mm bzw 18 mm Rähmchen Auflage da sie das Holz einfach verdoppelt.

    Mein Problem ist aber wenn Ich das Innenmaß vergrößere passen die Absperrgitter wo es zu kaufen gibt unter Umständen nicht mehr rein.

    Verdopple ich das Holz nach außen passen die Deckel nicht mehr drauf.


    Langstroth und Zander haben halt auch andere Innenmaße daher ist ein Gitter tausch nicht möglich. Das Absperrgitter würde ich aber nur ungern selbst bauen.

    Mein Ziel ist es so gut wie es geht alles selbst zu bauen und trotzdem noch mehr oder weniger Kompatibel zu gekauftem zu bleiben. So das ich mir mal fix eine Zarge oder so Ausleihen kann wenn ich schnell mal was brauche.


    Hat zufällig jemand Erfahrung mit selbst gebauten Langstroth Beuten?

  • Nur nicht zu sparsam! ich bereue nicht, 25 mm starkes Holz verwendet zu haben. Die Magazine halten schon 30 Jahre und wahrscheinlich nochmal so viel nachdem ich sie gerade abgeschliffen und neu eingelassen habe. Lass dir doch das Holz beim Schreiner zurichten. Die paar Euros hast du doch bei der ersten Honigernte wieder drin.

    Gruß

    Reiner

  • Es gibt auch gelbe Absperrgitter aus Kunststoff, die man sehr gut zurecht schneiden kann!

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • ich benutze die 18mm nur als Lager- oder Transportzargen.
    Habe auch ein paar an den Stirnseiten oben und unten aufgedoppelt, um wieder auf den Standardaußenmaßen zu sein. Ist aber echt Mehraufwand und 7mm Griffleisten sind auch nicht angenehm zu tragen...

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Holz anfertigen lassen ist Schweine Teuer dafür kann ich mir vermutlich n ganzes Volk samt ernte kaufen.

    Hier im Süden von BaWü sind Handwerker rar und teuer wenn man keinen kennt :(

    Honig ernte fällt das Jahr flach. Für mich geht es auch darum gerade jetzt am Anfang wenig zu Investieren.

    Ich hab schon für die Startausrüstung mit Völkern einiges investieren müssen und hatte glück gebrauchtes material zu bekommen teilweise umsonst. Und trotzdem verschlingt das ganz schön große summen.


    beegoodies

    Das mit Aufdoppeln hab ich mir auch überlegt. einfach eine Scheibe mit der Kreissäge 4 mm Stark 60 mm hoch und die Drauf leimen. Hält das gut wenn man das selbst mit Zwingen verleimt?

    Dann wäre ich auf dem Standardmaß für gekaufte Zargen.


    Als Griffe schraub ich ordentliche Griffe zum klappen dran.


    Achso und 25 mm Holz geht halt auch wesentlich Stärker ins Gewicht. Meine Frau möchte nur ungern Zargen schleppen die 5 kg mehr wiegen als Notwendig.

  • Da laufe ich rot an.

    HOLZ ANFERTIGEN LASSEN IST SCHWEINETEUER


    Jede Arbeit kostet Geld. Oder wärest Du bereit für so einen Imker ohne Entlohnung Holz abzurichten und zu sägen?


    Mit gekauften Beuten hättest Du dieses Jahr schon Honigernte, und den Preis für die Anschaffung könntest Du über die Honigkasse locker reinholen.

  • Bee2019 Über wie viele Völker und Zargen sprechen wir hier? Mich haben die hohen Anfangskosten zuerst auch etwas abgeschreckt, aber man muss da mal das Gesamte im Blick haben: Erstens sind die Zargen Dein wichtigstes Arbeitsinstrument. Zweitens halten gute Zargen Jahre oder Jahrzehnte. Der Preis für Zargen als Kostenfaktor umgemünzt auf ein einzelnes Glas Honig ist lächerlich gering. Rähmchen, Mittelwände, Gläser und Deckel – DAS ist teuer! Gerade wenn man als Hobby eher wenige Völker halten will, kann man es sich doch leisten, vernünftige Beuten zu kaufen.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Günstig sind diese Selbstbau-Sonderformat-Beuten doch nur beim Herstellen. Denkt doch auch an die Handhabung, Kompatibilität oder den Wiederverkaufswert!


    Daher hat man meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten: Entweder man hat die handwerklichen Fähigkeiten, das imkerliche Hintergrundwissen und baut kompatible Beuten oder man kauft bei Profis.


    Grüße vom Apidät

  • Also Honig gibt es dieses Jahr keinen!!!!!!!!! Ich hab bereits 2 Wirtschaftsvölker samt Honigraum. Allerdings klagen alle Imker hier in BaWü. keiner hat rechten Ertrag. Blüte zu früh dann zu Kalt und jetzt Regen. Raps haben wir kaum. Für die Linden haben wir nicht genug Wasser das diese ordentlich Nektar abgeben. Somit bliebe noch Waldhonig. Da hab ich aktuell aber noch kein Grundstück.


    Im Gesamten Verein liegt der Ertrag bei ungefähr 0 bisher.


    Wir sprechen noch über rund 22 Zargen die mir Fehlen bis zur angestrebten Endgröße. Wenn ich normales Leimholz nehme ist das eine Ersparnis von rund 330 Euro. Das ist schon eine Schöne Anzahlung für die Honigschleuder nächstes Jahr.


    Ich bin bei Mittlerweile 600 Euro Anfangsinvestition. Trotz viel gebraucht Material.


    Kompatibilität soll gewährleistet sein deswegen ja auch meine Anfangsfrage sonst hätte ich einfach drauf Los gebaut mit 18 er Holz. Maschinen für den Bau sind vorhanden nur Leimholz kann ich nicht herstellen.


    Und zum kauf bei Profis muss ich gerade lachen.... Die Qualität wo man dort bekommt ist ok. Aber jemand mit Schreiner Hintergrundwissen weiß das man vieles verbessern könnte (kostet aber Arbeitszeit und damit Geld).


    Hat jemand noch Tipps außer "schmeiße mit Geld um dich und kauf alles" ?


    Achso und am Rade die meisten gekauften Zargen haben Alu Schienen welche nicht gerade Säure resistent sind. Die Müssten getauscht werden gegen Edelstahl das kostet nochmal zusätzlich.


    Ich könnte auf Zander umsteigen da wäre das Anfertigen einfacher. Allerdings hab ich bereits Langstroth und Zander wird hier geklaut wie verrückt.

  • Achso und 25 mm Holz geht halt auch wesentlich Stärker ins Gewicht. Meine Frau möchte nur ungern Zargen schleppen die 5 kg mehr wiegen als Notwendig.

    Eine ganze Beute (!) wiegt bei 25 mm Holz keine 5 kg mehr. Da macht es ca. 1,5 kg aus. Und eine Beute mit Bienen und Honig trägst auch du nicht alleine - hoffe ich ;-)

  • Nein,

    einfach eine Scheibe mit der Kreissäge 4 mm Stark 60 mm hoch und die Drauf leimen. Hält das gut wenn man das selbst mit Zwingen verleimt?

    4mm stark und 60mm hoch wird eher nicht lange halten.

    Hatte im März bei einer örtlichen Schreinerei Holz 190x26mm für 12 Honigräume (Zander Flachzargen nach Magazinimker-Bauplan) bestellt, das hat mich inclusive Zurichten und Zuschnitt knapp 200 Euro gekostet, dazu noch meine Arbeitszeit für Nut/Feder schneiden, verleimen/klammern.
    Wäre wahrscheinlich irgendwo noch billiger möglich gewesen, aber eben nicht lokal und so kurzfristig.

    Nötig war es, weil der Beutenbauer meine Bestellung vom November 2018 noch nicht fertig hatte - die Lieferung kam gestern bei mir an.

  • Das klingt alles ein wenig nach Ausrede. Über die Profis lachen, die laut Tischlern teilweise sehr schöne, gute Beuten bauen, aber 4mm Holz aufleimen wollen. Ich weiss ja nicht … Letztlich muss es jeder selbst wissen, was er machen will. Und da sind wir auch schon wieder bei einem angehenden Klassiker:


    Wäre jedoch ohne Bastelei, was nicht jedem gefällt.


    😂

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Nötig war es, weil der Beutenbauer meine Bestellung vom November 2018 noch nicht fertig hatte - die Lieferung kam gestern bei mir an.

    Hört sich nach Bergwiesen an. Na ja, bei dem Wetter können meine HRs auch gerne erst nächste Woche kommen. Hätte Sie halt nur gerne mal vorher kurz gestrichen.


    Das mit Aufdoppeln hab ich mir auch überlegt. einfach eine Scheibe mit der Kreissäge 4 mm Stark 60 mm hoch und die Drauf leimen. Hält das gut wenn man das selbst mit Zwingen verleimt?

    nee, hält nicht. Habe meine zusätzlich noch getackert. Machs nicht. Man ärgert sich nur...
    Wenn oben die Lieferung gekommen ist, kannst du mir gerne zwei 10er Dadantbeuten von Seber und Lang mit vier 168mm Honigräumen und vier selbst gebauten Honigräumen abkaufen. ;)
    Wer nicht viel heben kann/mag sollte niedrige Honigräume nutzen.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...