Schaden Hobby-Imker den Bienen?

  • Da ich nach der Definition mit den 5 Jahren gerade nicht mehr als Anfänger gelte, kann ich leider auf die Frage, wieviel ich kenne, leider nur Antworten:

    Viel zu viele.

    Vorweg, der grosse Teil der Imker betreibt ihre Passion mit entsprechender Sorgfalt und sozialer Kompetenz.


    Leider gibt es auch eine Spezies, über die man sich zurecht aufregt.


    So gibt es Leute die sich in Jubiläumsfeier in schönen Reden ereifern und jegliche Unterstützung zusagen, aber nichts und gar nichts danach tun. So etwas sitzt dann in den Vorständen unserer Vertretung.


    Erlebt habe ich Imker, die über den Vereinsvorsitz gemosert haben, dann diesen übernehmen und dann mit ihrer Profilierung nach drei Monaten gescheitert sind.

    Als die Fehler dann Rechtskundig wurden, hat man sich dann mit der Begründung, dass man kranheitsbedingt nicht mehr in der Lage sei, verdrückt.


    Als dieser.dann an den Scherbenhaufen an den restlichen Vorstand abdrücken wollte, war es wieder unsere Vertretung die diesen mit dem Scherbenhaufen alleine lassen wollten. Dabei gabe es laut der Rechtsvertretung des Restvorstandes etliche ander Möglichkeiten.

    Das Ding wird in der Zukunft noch ein juristisches Nachspiel haben.

    Die Satzung ist an der Stelle eindeutig.

    Mal sehen was der Richter dazu sagt.


    Ich habe Imker erlebt, die einem vorschreiben wollten, dass nur Carnica in der Gegend erlaubt sein. Der hat sogar meinen Pächter angesprochen.


    Letztes Jahr habe ich einen Imkerstand abgeräumt und alles Bienendicht verpackt.

    Die Bienen waren bereits im Jenseits. Trotz mehrer Telefonate vom Grundstückseigentümer, wurden die Sachen nicht abgeholt.

    Der entsprechende Imker hatte früher mal Selber Lehrgänge gegeben.


    Einen anderen Imkerstand habe ich aufgelöst. Der Backofen war noch voll alter Waben und stand offen. In der alten Honigschleuder stand das Wasser gemischt mit den Honigresten.

    Nebenan hatte sein Imkerschüler seine Bienen seit Jahren stehen.


    Ja, ich habe auch den Anfänger.erlebt, der sich die Bienen und den Futtersirup hat bringen lassen. Die Bienen haben das nicht überlebt, da ja Hund, Urlaub und sonstiges alles wichtiger war.


    Für mich sind nicht die Anfänger das Problem, sondern diejenigen, die über ihr Hobby die Selbstbestätigung suchen und nur ihre Ideologie zulassen.


    Letztendlich ist das entscheidende, dass es den Bienen gut geht.

    Umso erfreuter bin ich, dass viele ihren eigenen Weg gehen.

    Es wird auf Balkonen, Dächern, mit unterschiedlichsten Bienenrassen geimkert.

    Solange das mit der entsprechenden Sorgfalt passiert, ist das vollkommen in Ordnung.

    Leute die anderen ihre Bienenrasse, den Imkerführerschein, ihre Lobby aufdrücken wollen, sind das Problem.

    Nicht der Anfänger, der naturgemäß auch Fehler macht.

    Eins scheinen einige in ihrer Blindheit nicht zu erkennen.

    Der Hobbyimker ist die tragende Säule der Imkerei in Deutschland und kein Anderer.

    Weil der Hobbyimker ach so schlecht ist, gibt es so viele Bienenvölker in Deutschland.

    Die allermeisten davon haben sogar nur 3 bis 5 Völker.

    Lässt man gerade die Anfänger in einem schlechten Licht erscheinen, züchtet man sich die entsprechende neue Generation von Imkern, die eben solchen Leuten nicht mehr vertrauen.

    Hier sägen einige Langfristig an ihren eigenen Ast.

    Spöttisch könnte ich anmerken, dass das auch gut so ist.

    Die Imkerschaft wird es nur noch mehr aufspalten.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Meine Meinung dazu:


    Im Fall von "...schaden den Bienen" unterscheide ich nicht zwischen Hobby- oder Berufsimker,

    sondern zwischen guten und schlechten Imkern.

    Klingt zwar sehr nach gedreschter Phrase, aber - um es mit @rases Worten auszudrücken - isso.

  • Ich unterscheide klar zwischen Anfänger und erfahrenem Imker. Ein Anfänger ist ein schlechter Imker, weil er sich einlesen kann wie er will, er hat nicht den Erfahrungsschatz eines Imkers der jahrelang seinem Hobby nachgeht, da kann man bemüht sein wie man will!!!

    Jetzt mal auf den Punkt gebracht: wer hat den als Bub oder Mädl erstmal dem Vater 20 Jahre über die Schulter geschaut und erst dann mit der Imkerei angefangen wenn er alles weiß?


    Hat nicht jeder mal angefangen und auch Fehler gemacht.

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Ein Anfänger ist ein schlechter Imker, weil er sich einlesen kann wie er will, er hat nicht den Erfahrungsschatz eines Imkers der jahrelang seinem Hobby nachgeht, da kann man bemüht sein wie man will!!!

    Ein Anfänger kann aber so anfangen, dass es den Bienen nicht schadet!

    Ein Erfahrener kann so imkern, dass es den Bienen schadet.


    Da gibt's genügend Beispiele.


    Das Problem ist eher, dass zu viele (nicht alle!) Anfänger zu blauäugig an die Sache ran gehen und dann überfordert sind (z.B. weil sie am Anfang zu viel wollen oder keinen Paten haben).

    Aber das liegt nicht am Anfänger an sich.

    Bei Erfahrenen können die Gründe vielfältig sein. Von persönlichen Krisen bis hin zu unbewusster Inkompetenz oder Belehrungsresistenz.


    Aber das hier bezieht sich auf Anfänger vs. Erfahrener.

    Das Thema bezog sich ja auf Hobbyimker vs. Berufsimker.

  • Ich bin mittlerweile der Meinung, dass zu viel Informationen zu schlecht verwertet werden. Der Anfänger wird von YouTube, Facebook und co. mit schwierigen Themen, wie Wachsverfälschung, Spritzschäden etc. als häufige Ursachen für Schäden an Völkern überfallen. Doch sind die Ursachen oft eher beim Imker, Wetter, oder Behandlung zusuchen.

    Nicht, dass es nicht vorkommen kann, dass es zu einem Spritzschäden kommt, aber dann muss auch eine Konsequenz daraus gezogen werden, wie Untersuchung der Bienen und des Honigs. Doch da ist dann einem wieder das Geld aus dem Honigverkauf lieber.


    Es ist für einen Anfänger sehr schwierig wichtiges vom unwichtigen zutrennen, daher liegt eigentlich die Verantwortung bei den erfahrenen Imkern, die diese Medien, wie auch dieses Forums nutzen, sachliche und gute Antworten einem Anfänger zugeben. Damit kann man einen kleinen Betrag leisten.

  • ...

    Das Problem ist eher, dass zu viele (nicht alle!) Anfänger zu blauäugig an die Sache ran gehen und dann überfordert sind

    Bei Erfahrenen können die Gründe vielfältig sein. Von persönlichen Krisen bis hin zu unbewusster Inkompetenz oder Belehrungsresistenz.

    Dazu kommt, dass viele Anfänger sich blind oder blauäugig auf erfahrene Leute verlassen, selbst nicht mitdenken wollen und zu viele erfahrene Leute den Anfängern im Gegenzug nur ihre eigenen Ansichten vermitteln. Nicht selten nach der Devise "haben wir immer so gemacht..." - egal, ob bei einem Kurs wesentlich mehr Möglichkeiten vermittelt werden, als nur Überlieferung.


    Aus purer Angst, nicht mehr fragen zu dürfen oder sich ggf. im Verein unbeliebt zu machen, werden die Überlieferungen mitsamt der Ansichten , egal wie passend oder unpassend, 1:1 übernommen und fortgeführt. So leben Beratungsresistenz und "Lernbefreiung" weiter. Das ist das, was ich weiter vorn mit "man kann die Uhr zurückdrehen, aber nicht die Zeit" meinte.


    Wobei das bei Hobbyisten untereinander weiter verbreitet ist, als von Erwerbsimkern ggü. Hobbyisten. Aber an dem Punkt treffen zwei Ligen mit verschiedenen Zielsetzungen aufeinander. Ich behaupte mal vorsichtig, dass Erwerbsimker auch in der x-ten Familiengeneration nicht nur aus kaufmännischer Sicht moderner denken, als viele alte Hobbyisten!


    Gruß Andreas

  • Neulich hat mich ein guter Bekannter angesprochen, ob der Skorpion denn nicht die Lösung des Problem sei. Er hat eigentlich nichts mit Imkerei am Hut, ausser dass er ein Interesse an meinem Hobby hat.


    Über meine sehr ausführliche und von ihm nicht erwartete Erläuterung war er dann doch sehr erstaunt


    Der Bericht wirkt... Leider...


    ;(