Schaden Hobby-Imker den Bienen?

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    Üblicherweise wird so etwas als Luxusproblem bezeichnet...


    Früher wurde sich beschwert, man hat keine Imker mehr.

    Heute beschwert man sich es gibt zu viele Imker/zu viele die es falsch machen.

    und anstatt hier darüber zu diskutieren: bietet Lösungen an.


    Ich war auch so einer... aus dem Nichts angefangen. Hätte ich mit kritischen Imkern wie hier gesprochen, hätte ich vermutlich nie angefangen.


    Es kommt halt auf die Person an... der eine macht sich mehr Gedanken.. der andere eher weniger... und anstatt sich wie in Deutschland typisch über den Zustand zu beschweren - gebt den Leuten Kurse oder bietet ihnen Hilfe an.

    Ist doch völlig menschlich, dass jemand der angegriffen wird - sich zurückzieht. Was hat man davon? nichts außer noch einen verbitterten Imker der nur seine Betriebsweise als die einzig Richtige ansieht.

  • Was'n Luxus, das jetzt Hinz und Kunz auch Bienen haben müssen!? Jeder ernsthafte Anfänger ist doch willkommen! Aber nicht für jeden hat 'ernsthaft' die gleiche Bedeutung. Wenn Urlaub ansteht, oder es sonst irgendwie weh tut. Imkern ist doch diesbezüglich ein Kackhobby.

    - gebt den Leuten Kurse oder bietet ihnen Hilfe an.

    Wenn Du Dir in den Kopf setzt, Konditor zu werden, forderst Du die Ausbildung dann auch ein? Nur weil Du mich mit verwahrlosten Bienen erpressen könntest, soll ich jetzt springen!?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Mayener und ihre Statistik. jaja.

    Es ist unbestritten, dass gerade in den letzten Jahren, die Anzahl derer steigt, die Bienen nebenbei halten wollen, als Hobby oder auch weil der Honig ja so viel Kohle zusätzlich bringt usw.

    Das Fingerspitzengefühl fehlt und auch die Bereitschaft sich Wissen, selbständig und längerfristig und immer wieder anzulesen od. anzueignen. Daher vestehe ich den Frust auf der einen Seite.

    Aber nicht Jeder der neu anfängt, erweist sich als Nullnummer und man kann echt mit der ständigen Pauschalisierung auch übertreiben. Und wenn ich nicht will, springe ich auch nicht, komme was wolle.

  • Es gab mit Sicherheit auch früher genügend Leute, denen Einsicht, Bereitschaft und Fingerspitzengefühl abgingen. Mangels Social Media dürften sich diese Dramen aber eher unbemerkt hinter irgendwelchen Gartenzäunen abgespielt haben. Wenn jetzt einer am einen Ende der Republik ahnungslose Dinge sagt oder tut, kann man sich am anderen Ende wochenlang darüber echauffieren.

    Ich habe es allmählich satt, dass alle, die erst in den letzten fünf Jahren aufs Imkern gekommen sind, pauschal in die Imkerboomkiste geworfen werden. Sowohl hinsichtlich ihrer Motivation als auch ihrer Hingabe und ihrer Fähigkeiten.

    Allen anderen wurde die Gnade des früheren Einstiegs zuteil, damit ist dann wohl alles im grünen Bereich?

    (Es gibt/gab übrigens auch jede Menge andere Trends und Moden , z.B. den Hobbyhühnerhaltungs-, den Jagdschein- und den Tätowierungsboom.)


    Grüße von Kikibee, Bienenboomerin

  • Ich habe es allmählich satt, dass alle, die erst in den letzten fünf Jahren aufs Imkern gekommen sind, pauschal in die Imkerboomkiste geworfen werden.

    Macht doch kaum einer. Ich hab drei Patenkinder, zwei ernsthafte und eins, wo ich hoffe, das irgendwann ein neues Hobby auftaucht und man das aktuelle behutsam abwickeln kann.

    Zitat

    Es gibt/gab übrigens auch jede Menge andere Trends und Moden , z.B. neben sowas wie Thermomix und Achtsamkeit auch den Hobbyhühnerhaltungs-, den Jagdschein- und den Tätowierungsboom.

    Solange es einen nur selbst betrifft, isses doch egal, die tun sich doch maximal selber weh (oder ihren Angehörigen im Fall vom Thermomix), grade der Jagdschein ist da auch eher ein schlechtes Beispiel, weil da die Interessen der Allgemeinheit berührt werden, gibt es den eben nicht 'einfach so'. Ich kenn viele wahnsinnig gute (Hobby)Imker, die noch nie einen Kursus besucht haben. Ich würde mich hüten, denen irgendwas abzusprechen! Aber den Trend von wenig Imkern mit vielen Bienen zu wahnsinnig vielen Imkern mit sehr wenig Bienen halte ICH für nicht so glücklich und kann das auch begründen (theoretisch und mit Beispielen aus meiner persönlichen Erfahrung).

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wie viele kennt Ihr eigentlich von denen, über die hier geredet wird. Nicht aus Erzählungen, Zeitungsartikeln, Internet u.s.w., ich meine wirklich kennen. In meinem Umfeld ist die Zahl verschwindend gering. Einen gab‘s, um den haben sich ein paar im Verein rührend gekümmert, langsam fängt er an die Dinge zu verstehen und auch gewissenhaft zu betreiben... also alles gut.


    Oder meint Ihr Leute, die z.B. die Bienen im Garten stehen haben, es als reines Hobby betreiben, in einer eigenartigen Kiste Naturbau betreiben und nur wenig Honig ernten wollen? Auch das machen die wenigen, die ich kenne, mit der notwendigen Verantwortung und Professionalität. Die meisten sind ganz unspektakulär Nebenerwebsimker und betreiben die Imkerei klassisch, alte mit viel Erfahrung, junge, die sich gewissenhaft einarbeiten...


    Interessant ist, dass der einzige Imker, über den man sich hier in der Gegend aufregt, ein jedes Jahr von weit her zuwandernder Bestäubungsimker mit mehreren hundert Völkern (Berufsimker) ist, dem, wenn er sein Geld hat, die Bienen erst mal egal sind... sagt man... keine Ahnung, ob das wahr ist...


    Die Guten und die Bösen und alle anderen dazwischen gibt es doch immer und überall. Welchen Sinn hat dieses ewige und immer wiederkehrende abwertende Gerede über Menschen, die die Dinge anders machen. Diese Energie ist besser angelegt, wenn man raus geht und den Menschen hilft... sofern man sie tatsächlich kennt...


    Was wäre das für eine langweilige Welt, in der wir alle das gleiche machen würden...


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Es geht wohl eher darum, dass man Anderen zwar zugesteht, Dinge anders zu machen, man erwartet dafür mit Recht aber auch Überzeugung und Ernsthaftigkeit, es überhaupt machen zu wollen und dahinter zu stehen.


    Anders sieht es bei denen aus, die etwas nur machen, um "mitzumachen", oder die ihre Aktivität zur Profilierung aus aus nutzen, aber nicht von der Aktivität überzeugt sind. Das sieht und hört man ihnen jederzeit an, wenn es um die Tätigkeit geht. Kann zwar auch mal fehleingeschätzt werden, aber manche können es dauerhaft nicht verbergen, noch andere entlarven sich immer aufs Neue.


    Gruß Andreas

  • Wie viele davon kennst Du? Und damit meine ich wirklich kennen. Also mit wie vielen hast Du schon gesprochen und Antworten erhalten... Ich bin der Meinung, die Anzahl ist verschwindend gering im Vergleich zu den anderen. Und trotzdem wird so viel Energie aufgewendet, um sich über sie aufzuregen...


    Grüße Thanaidh

  • Wie viele davon kennst Du? Und damit meine ich wirklich kennen. Also mit wie vielen hast Du schon gesprochen und Antworten erhalten... Ich bin der Meinung, die Anzahl ist verschwindend gering im Vergleich zu den anderen. Und trotzdem wird so viel Energie aufgewendet, um sich über sie aufzuregen...


    Grüße Thanaidh

    Hi,


    ich lerne davon jedes Jahr neue kennen.


    Und was meinst du, welche Energie notwendig ist, um einen Faulbrutfall zu sanieren,


    nur weil nicht auf die guten Ratschläge gehört wurde.


    Allerdeings lerne ich auch jedes Jahr genügend kennen, die nach dem Kurs die Ernsthaftigkeit


    erkannt haben und sich bestens um ihre Schützlinge kümmern.


    Gruss Joachim


  • Ich habe es allmählich satt, dass alle, die erst in den letzten fünf Jahren aufs Imkern gekommen sind, pauschal in die Imkerboomkiste geworfen werden. Sowohl hinsichtlich ihrer Motivation als auch ihrer Hingabe und ihrer Fähigkeiten.

    Allen anderen wurde die Gnade des früheren Einstiegs zuteil, damit ist dann wohl alles im grünen Bereich?

    Ich denke nicht dass das Unterscheidungskriterium ist "vor fünf Jahren, davor ider danach".


    Das Kriterium ist vielmehr "wesensgemäß die Bienen sich selbst überlassen statt Massentierhaltung" verbunden mit einer gehörigen Portion Beratungsresistenz.

  • Wie viele davon kennst Du? Und damit meine ich wirklich kennen. Also mit wie vielen hast Du schon gesprochen und Antworten erhalten...

    Ich kenne zwei bis drei aus dem schrumpfenden Verein. Wollen alles wissen, tun, machen, sich am liebsten ständig bespaßen oder berieseln lassen und wenn sie dann selbst mal liefern dürfen und sollen, haben sie keine Zeit. Haben aber auch dann seltsamerweise nie Zeit, wenn andere sich die Zeit für Ausarbeitungen oder gemeinsames Arbeiten am Vereinsplatz stehlen. Fragen stellen sie ständig, warten aber auf andere, dass die im DBJ nachlesen, um auf dem nächsten Stammtisch einen zusammengefassten Bericht zu erstatten.


    Gehen mit ihren tollen Nordwaben hausieren, weil es weniger Arbeit macht und müssen im Nachsatz um Wachs betteln, um die Nordwabe damit zu präparieren und verpassen regelmäßig die Sirupanlieferung weil sie sich auf die lieben Vereinskollegen verlassen, die ihnen dann später hoffentlich gern vereinskollegial aushelfen...

    Dümmliche Witze und wirklich alberne Fragen über Whattsapp verbreiten können sie auch ganz gut. Vor allem immer so wichtige Fragen, wer denn das neue Mitglied in der Gruppe ist, nur weil man die letzten fünf Treffen wegen Zeitmangels oder Urlaub versäumt hat. Achja, sie sind auch schnell eingeschnappt, wenn man nach der x-ten blöden Whattsapp Nachfrage zum nächsten Treffen oder "Thema des Stammtisches" nur noch den facepalm-smilie sendet. Ich habe meine Benachrichtigung mittlerweile deaktiviert, weil nichts bei rum kommt.


    Vergessen:

    Das sind oft die Leute, die sich zwar immer wieder gern und regelmäßig helfen lassen, aber nur dann, wenn es in deren Terminplan passt. Ich nehme an, dass jeder hier diesen Menschentypen kennt. Ich weiß schon, warum ich mir angewöhnt habe, lieber allein zu arbeiten und mich lieber nicht auf andere zu verlassen und im Verein nur noch etwas zu tun, wenn unbedingt nötig.

    Nachdem es im Verein eine Zeit lang etwas bergauf ging, kam durch externe Störfeuer ein abruptes Tief, was diesmal längerfristige Folgen haben wird. Die guten Leute ziehen sich zurück aber die Plinsen und Blindgänger bleiben.


    Gruß Andreas

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  • Und wie viele andere kennst Du, mit denen Du einen spannenden ergiebigen Austausch hast?

    Zum Glück mehr, als die drei aus dem Verein, was die Sache im Sinne des Thementitels prinzipell nicht besser macht.

    Die, die sich an anderen schadlos halten indem, sie andere theoretisch oder praktisch "für sich" imkern lassen, sind der Punkt, um den es geht. Die aus dem realen Leben, mit denen man persönlich zu tun hat. Das ist äusserst demotivierend, wenn man diesen Austausch mit Leuten ausserhalb des eigenen Vereins ergiebiger betreiben kann, als im Verein. Mehr noch als das, was man im Netz zu lesen bekommt.


    Gruß Andreas