Schaden Hobby-Imker den Bienen?

  • Ich finde in dem Bericht wird einfach die falsche Wortwahl verwendet und nicht differenziert.
    Ich definiere es grundsätzlich so.
    - Es gibt Imker. Das Imker-Handwerk steht dabei im Mittelpunkt.
    Die setzen sich aus Hobby-Imker und Berufsimker zusammen (dazwischen gibts natürlich Übergänge wie Nebenerwerbsimker, etc.)


    - Es gibt neuerdings deneben auch Bienenhalter. Die wollen einfach nur Bienen halten. (Wird nach meinem Verständnis in dem Bericht als Hobby-Imker bezeichnet)

    Bei anderen Tierarten wäre das jetzt unkritisch (Beispiel Aquarienfische, da gehen halt höchstens die eigenen ein). Bei Bienen haben wir halt unsere bekannten Probleme wie Varroa, Faulbrut, etc. was durch Schwärme, verlassene Beuten, Räuberei, einbetteln, etc. sich auf die umliegenden Imker auswirkt.

    Von daher finde ich ist der Bericht sehr unglücklich geschrieben, da zuwenig differenziert wird, im Kern beinhaltet er doch was wahres.

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    Aktuell 6 Buckfast Völker auf 12er Dadant.
    Ziel 6 starke Völker einwintern.

  • ribes , sorry das ich etwas unpräzise war aber es war im Thread von „Schwarzimkern“ die Rede, die wird keiner fragen. Die offizielle Statistik wird sich also hauptsächlich auf Organisierte und angemeldete beziehen. Die Frage ist, ob eine Hauptursache der Verluste erkennbar wurde. VG

  • Nicht ausschließlich die Hobbyimker schaden anderen Imkern samt Bienen, sondern generell Imker, welche sich nicht um ihre Bienenvölker kümmern bzw. nicht imstande sind, ihre Bienenvölker fachgerecht zu betreuen.

    und wie lange bleibt der Berufsimker Berufsimker, wenn er dazu nicht imstande ist?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nicht ausschließlich die Hobbyimker schaden anderen Imkern samt Bienen, sondern generell Imker, welche sich nicht um ihre Bienenvölker kümmern bzw. nicht imstande sind, ihre Bienenvölker fachgerecht zu betreuen.

    und wie lange bleibt der Berufsimker Berufsimker, wenn er dazu nicht imstande ist?

    laaange, die Amis machen es vor, auch wenn es in 'More than honey' sehr plakativ gezeigt wurde.

  • „Schwarzimkern“ die Rede, die wird keiner fragen. Die offizielle Statistik wird sich also hauptsächlich auf Organisierte und angemeldete beziehen.

    Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig und anonym, jeder Imker kann daran teilnehmen - auch Schwarzimker. Es wird allerdings nach dem Bundesland und zum Schluß sogar nach der PLZ gefragt (Angabe freiwillig).

  • Im Übrigen produzieren die Hobby-Imker auch aggressive Bienen:


    https://www.br.de/nachrichten/…t-tiere-aggressiv,RPmUAFl

    Ein Grund warum ich nicht an Zucht denke und lieber kaufe. Standbegattung liefert hier zum Teil solche Ergebnisse und darauf kann ich als Imker drauf verzichten... kaum den Deckel gelupft und der Schleier voll... kann mir keiner sagen das die Arbeit so Spaß macht...

    Zu der kritisierten Haltungsform fehlen mir die Angaben, halte das geschilderte Verhalten als bienenuntypisch. Nicht mal die Produkte einer stillen Umweiselung haben sich derartig verhalten.

  • Interessant wäre ja, welche Fehler in der Haltung der Experte gesehen hat. Vielleicht könnten wir alle dann daraus lernen?


    So aggressiv, dass sie gleich zwei Nachbarn angreifen, ist schon sehr ungewöhnlich. Da müssen doch mindestens 20 Meter dazwischen liegen?

  • Im Übrigen produzieren die Hobby-Imker auch aggressive Bienen:


    https://www.br.de/nachrichten/…t-tiere-aggressiv,RPmUAFl

    Hast du den Ironie-smilie vergessen oder meinst du das ernst? Solltest das ernst gemeint sein, muss ich annehmen, dass die Verblödungsmaschinerie die ersten Wirkungstreffer zeigt. Sollte es Ironie sein, dann bitte auch als solche kennzeichnen...

    Im Artikel steht auch folgender Abschnitt (ich gehe davon aus, dass das Zitat mit Quelle zum Pressetext in dieser Form korrekt ist)

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/bienenhype schrieb:

    "Der Bürger hat früher schon mal Hasen gezüchtet, und auch da gab's Probleme, weil tote Hasen einfach auf dem Grundstück liegen gelassen wurden. Wir waren mit dem Bürger auch schon mal vor Gericht. Also ich meine, da kann man sich nicht darauf verlassen, dass der einfach einsichtig wird."


    Der betreffende "Imker" hat also nicht nur mit seiner Bienenhaltung keine neuen Freunde gefunden, sondern war mit anderen Tieren auch schon auffällig, sogar vor Gericht deswegen. Wer aus dem Artikel ist die Person, die von "nicht artgerechter Haltung" spricht? Ein Insektologe, Imker oder nur ein Betroffenheitsrambo, der schon im richtigen Sinne angelernt wurde?


    Die betreffende Person scheint von der Sorte zu sein, die auch nicht davor zurückschreckt, ernsthaft Interessierten die Plätze in Imkerkursen völlig sinnfrei wegzunehmen, nur damit sie dabei waren und eine Teilnahmebescheinigung einrahmen zu können, wenn überhaupt...

    Ich kaufe nicht zu und produziere wie viele andere Hobbyimker trotzdem keine Stecher und Mörderbienen, trotz dass sie in Kunststoff untergebracht sind.

  • und wie lange bleibt der Berufsimker Berufsimker, wenn er dazu nicht imstande ist?

    Es dürfte keine Ausnahme sein, dass bei Berufsimkern (nicht nur dort) die erforderliche Arbeitsleistung höher anzusiedeln ist, als die höchstmögliche leistbare.

    Wirtschaftlich arbeiten kann ein Imker auch, wenn nicht alle Völker ausreichend versorgt werden, sondern nur der größte Teil.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • "Der Bürger hat früher schon mal Hasen gezüchtet, und auch da gab's Probleme, weil tote Hasen einfach auf dem Grundstück liegen gelassen wurden. Wir waren mit dem Bürger auch schon mal vor Gericht. Also ich meine, da kann man sich nicht darauf verlassen, dass der einfach einsichtig wird."


    Bleibt ma sachlich! JEDER hat ne Leiche im Keller.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Guten Morgen zusammen,


    auch wenn ich mir bei Facebook in diversen Gruppen oft die Augen reibe und vom Glauben abfalle, sehen den Imkerboom nicht alle so negativ und kritisch.


    Dr. Otten betonte noch letzte Woche in unserer BSV-Schulung, dass durch die Verjüngung der Imkerschaft in den letzten Jahren und die, ich zitiere, "gut ausgebildeten Jungimker" z.B. die Wabenproben, die nach Mayen geschickt werden, immer heller werden.

    Wabenhygiene ist ein Thema, das Dr. Otten sehr am Herzen liegt und in unserer Schulung verständlicherweise einen hohen Stellenwert hat.


    Das ist ein sehr emotionales Thema, an das aber leider nicht faktenbasiert herangegangen wird/ nicht herangegangen werden kann.

    Auch wenn ich, wie anfangs geschrieben, vom Bauchgefühl zustimmen muss und man wirklich den Eindruck bekommen kann, es gibt endlos viele von diesen "Bienenhaltern", echte Zahlen (die man natürlich nur schwer erheben kann) würden evt. doch ein anderes Licht darauf werfen.


    Nur meine two cents dazu.


    Liebe Grüße

    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965