Bio-Zertifizierung

  • Das alles hängt aber von dem Zertifizierer und vielleicht auch vom Bundesland ab.

    Die Zertifizierer sind meist nicht nur in einem Bundesland tätig. Man kann sich den günstigsten aussuchen, deswegen unterscheiden sich die Preise nicht so sehr.

    Stichprobenanalysen, unangemeldete Kontrollbesuche außer der Reihe, besonders eifriger Kontrolleur mit besonders langen und damit teureren Besuchen etc.

    Die Analysen (es gab in 7 Jahren nur eine Honiguntersuchung) waren bei mir kostenlos. Unangemeldete Kontrollen gabe es noch nie. Auch war der Zeitaufwand bei verschiedenen Kontrolleuren (die wechseln regelmäßig) nicht sehr unterschiedlich. Wer da auf sehr viel höhere Kosten kommt, sollte über einen Wechsel der Zertifizierungsstelle nachdenken.

    Das größte Problem mit der Biozertifierung haben, scheint mir, die Imkereien, die gar nicht zertifiziert sind.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Lorenz,


    sind Deine Fragen zur Umstellung jetzt eigentlich beantwortet?


    Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du Dir zuerst eine Kontrollstelle aussuchst und mit denen abklärst, wie genau die Umstellung ablaufen soll. Erst nachdem Du einen Vertrag mit der Kontrollstelle abgeschlossen hast, kannst Du mit Einkäufen beginnen. Du musst Dein gesamtes Wachs gegen zertifiziertes Biowachs austauschen, aber das wird nur akzeptiert, wenn das Kaufdatum nach dem Start des Vertrages liegt.


    Ich habe mit meiner Kontrollstelle auch vorher abgeklärt, ob sie z.B. meine Beutenanstriche etc. akzeptieren. Es gibt kleine Spielräume für die Kontrollstellen, wenn es um die Auslegung der Vorschriften geht.


    Falls Du zusätzlich noch Mitglied bei einem Verband werden willst, lohnt es sich natürlich, auch deren Anforderungen mit einzuplanen.


    Viel Erfolg!

    20 Völker Buckfast auf Dadant; spezielles Interesse: VSB; Bioland-Imker im Umstellungsjahr

  • Hallo Lorenz,


    sind Deine Fragen zur Umstellung jetzt eigentlich beantwortet?

    Hallo,

    ich hatte mittlerweile schon vergessen, dass ich 2019 diesen Thread gestartet habe.

    2021 war es dann aufgrund der Einbindung der Völker vom Großvater in die eigene Imkerei soweit, sich nochmals Intensiv mit dem ganzen Thema zu beschäftigen. Habe dann auch nach einigen Telefonaten mit Bio Verbänden und Bio-Betrieben, mich recht schnell dazu entschlossen in die Bio-Zertifizierung einzusteigen. Im April ist es dann soweit, dann ist der einjährige Umstellungszeitraum vorbei.

    Anfängliche Bedenken wie der Bezug von Wachs, Bio-Zucker bzw. Futtermittel, Völker, Königinnen, etc. haben sich recht schnell erledigt. Die Bezugsmöglichkeiten sind bei Verbandsmitgliedschaft doch recht einfach und auch ausreichend Verfügbar. Etwas mehr Nerven hat mich jedoch die ganze Dokumentation von Arbeiten an Völkern, Dokumentation von Honigernten, Verarbeitung und Vermarktung ... gekostet. Mittlerweile aber auch kein Problem mehr.


    Für alle nicht Bio-Imker, die sich für die Umstellung interessieren, kann ich nur empfehlen sich bei den Verbänden schlau zu machen, z.B. Bioland bietet auch im Rahmen der Bioland-Woche ein Seminar zur Imkerei / Umstellung auf Bio-Richtlinien an.