Honig verkaufen im Friseursalon

  • Ich denke, ich muss im Verkauf mindestens 4,50 Euro nehmen

    Alles gut. Verkauf Deinen Honig ruhig für 4,50€ und kalkuliere für den Friseur den angemessenen Preis

    Na gut, für welchen Preis würdest du an den Friseur verkaufen? Ich denke, ein Verkaufspreis von 6,50 Euro beim Friseur stellen schon die OBergrenze da und das man da nicht wirklich mehr nehmen kann. Vielleicht kann ich im Verkauf an den Friseur 5 Euro nehmen. Ich denke aber nicht, dass ich viel mehr bekommen kann. Im Verkauf in der Nachbarschaft nehme ich 5 Euro und von den Imkerkollegen aus dem Verein nimmt niemand mehr.

  • Die Kritik verstehe ich nicht so ganz. Ich denke, ich muss im Verkauf mindestens 4,50 Euro nehmen, sonst mache ich einen Draufleger. Und ca. 50 Prozent Kalkulationsaufschlag sind denke ich auch gängig.

    50% Aufschlag ist schon dreist, für mich wäre das ein Signal, dass ich viel zu billig bin. Regelrecht ein Eigentor ist es, wenn du auch noch selbst von dir aus dem Kunden schon so einen hohen Aufschlag gewährst. Wie kommt man nur auf sowas?!? Du hast ja (siehe unten) offensichtlich schon ein Problem, DEINEN Preis zu kalkulieren, wieso willst du dann auch noch den des Kunden kalkulieren?!?

    Vielleicht kann ich im Verkauf an den Friseur 5 Euro nehmen. Ich denke aber nicht, dass ich viel mehr bekommen kann. Im Verkauf in der Nachbarschaft nehme ich 5 Euro und von den Imkerkollegen aus dem Verein nimmt niemand mehr.

    Du solltest vielleicht weniger spekulieren und raten und dafür lieber mal richtig rechnen! Als Kunde bist du doch sicherlich auch preissensibel, wieso bist du es dann nicht, wenn du die Seiten wechselst und was verkaufen willst?!?

    Als Kunde will man es immer billig, auf der anderen Seite...genau!!!


    Mit welcher Begründung nimmst du z.B. einfach nur 5 EUR?

    Warum kümmert es dich, was deine Kollegen so machen und vor allem warum ist deren Preis auch FÜR DICH eine Grenze? Deren Honig ist ganz sicher viel schlechter als deiner, sonst wäre der Preis nicht so niedrig. Ich würde daher deinen Aufwand und die Qualität deines Honigs berücksichtigen und einen entsprechenden Preis verlangen.


    Überall gibt es vergleichbare Produkte zu höchst unterschiedlichen Preisen und alle finden ihre Kunden. Und keineswegs ist der, der so ein Produkt billiger und dafür in größerer Zahl verkauft der, der den meisten Gewinn macht. Eher im Gegenteil...





  • Hallo in die Runde,


    den Preis den Manuel verlangt muss er alleine mit der Frisörin aushandeln. Da spielen so viele Faktoren rein, dass wir das aus der Ferne nicht beurteilen können.

    Meine Bedenken ich beim Honigverkauf im Frisörsalon ist der Geruch in solch einem Geschäft. Beim Frisör werden erfahrungsgemäß viele Sprays, Wässerchen etc benutzt, die alle unterschiedlich duften (für mich eher stinken). Ich hätte Angst, dass die Gläser diese Gerüche annehmen und das Honigglas auf dem Frühstückstisch dann nach Frisör riecht. Frisör und Lebensmittel passt für mich einfach nicht zusammen.

    Ich bin was syntetische Gerüche angeht aber auch empfindlich.


    Viele Grüße

    Meike

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  • Also gib deinem Produkt den Wert der ihm zusteht!

    Die Verkaufsverhandlung möchte ich sehen, bei der du einem Kunden erklärst, dass das offensichtlich gleiche Produkt statt 5 bei dir 7 Euro kostet. Beides für den Kunden gleich gut erreichbar.


    Noch mehr interessiert mich, wie der Verkäufer des Honigs an Aldi dies begründet. Der hat die gleiche Spanne bei seinen Preisen. Sieht stark nach Eigentor aus.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Nochmal zu den Haaren im Honig. Klar kommen die nicht in den Honig rein. Aber ich fände es auch schon eklig, wenn diese kurzen Haarstückchen, z. B. vom Rasieren, sich unter dem äußeren Rand des Deckels sammeln. Die kann man nicht mal eben wegwischen, ohne das Glas zu öffnen. Die bereits angesprochenen intensiven Düfte wären auch für mich ein Problem. Frisör und Lebensmittel passen für mich gar nicht zusammen. Zumindest aus Kundensicht.

  • Ok dann formuliere ich den gelöschten Beitrag um.


    Im Supermarkt gibt es sehr wenig deutschen Honig. Ich sehe hier bei den meisten Supermärkten deutschen Honig (nicht regional) für 6,99 Euro im Regal.


    Die Handelsspannen im Lebensmittelbereich sind bei 20 bis 40 Prozent. Oft näher an der 20 als an der 40.


    Empfehle dem Frisör einen Aufschlag von 30 Prozent und mache eine unverbindliche Preisempfehlung von 7 Euro.

    Du hast ein Wertvolles Produkt. Mindere den Wert deines Honigs nicht durch den Preis!

    Die Kunden die billig haben möchten kaufen sowieso beim Discounter importierten Honig.


    Um ein Produkt zu verkaufen gibt es so viele Themen mehr, über die man reden kann.

    Wenn der Preis das einzige ist über den wir reden, können wir nur verlieren.

    Wir sehen es als Selbstverständlichkeit nicht Verkauften Honig zurück zu nehmen. Das ist eine Minimierung des Lagerrisikos für den Händler und Das ist Geld wert.

    Gerade bei einem so regionalen Produkt sollten Emotionen und Gefühle angesprochen werden.

    Der angebissene Apfel ist nicht so erfolgreich weil er billig ist.

    Die Leute haben Geld und sind bereit gutes Geld für gute Lebensmittel auszugeben.


    Klar gibt immer noch Imker die ein Glas für 5 Euro verkaufen. Aber ich denke die werden immer weniger.

    Wenn wir aber erklären dass es etwas kostet gute Qualität zu produzieren, werden es die Leute auch verstehen und bereit sein den Wert zu bezahlen.

  • Also gib deinem Produkt den Wert der ihm zusteht!

    Die Verkaufsverhandlung möchte ich sehen, bei der du einem Kunden erklärst, dass das offensichtlich gleiche Produkt statt 5 bei dir 7 Euro kostet. Beides für den Kunden gleich gut erreichbar

    Verstehe ich nicht. Das ist doch Alltag in jedem Supermarkt?

    Der Kunde kauft vor allem das, was ER im Produkt SIEHT!

    Und die teueren Alternativen bleiben keineswegs zurück im Regal, sonst würden sie da gar nicht erst stehen.


    Noch mehr interessiert mich, wie der Verkäufer des Honigs an Aldi dies begründet. Der hat die gleiche Spanne bei seinen Preisen.

    Wo ist das Problem? Als kleiner Freizeitimker verkaufst du nicht an Aldi, die wollen den Honig nämlich LKW-weise.


    Je mehr Masse, desto günstiger kann doch der Einzelpreis sein, das ist doch normal. Und wer so große Mengen liefert, hat auch das effiziente Großequipment dazu. Das hat der Regionale Kleinimker nicht und das weiß der Kunde und nur Kunden, die das auch persönlich honorieren wollen obwohl es teuer ist, sind auch UNSERE Kunden. Die anderen würde so oder so nicht bei uns kaufen, außer wir wären wirklich mindestens ein paar cent billiger als beim Discounter.


    Vor dem Discounter habe ich also keine Angst, das ist ein anderer Planet. Wohl aber vor Imkern, die einen wirklich guten Honig machen, aber selber den Wert nicht kennen oder sein Image bewusst durch falsche Preisbildung degradieren.


    Solange wohl die meisten von uns genau wie ich das Gefühl haben, immer zu wenig Honig zu haben, gibt es nicht den geringsten Grund, sich beim Honigpreis am unteren Ende zu orientieren, aber sehr viele Gründe, dies immer am oberen Ende zu tun.


    Absatzprobleme resultieren meiner Meinung nach beim Honig weniger im zu hohen Preis, sondern eher im Unwillen oder der Unfähigkeit wenigstens etwas Mühe in eine Basisvermarktung zu stecken - das soll nicht abwertend gemeint sein, denn Vermarktung muss einem liegen, was bei vielen nicht der Fall ist.


    Dann wäre aber die Frage, ob ein anderes Hobby nicht besser wäre, das keine so unangenehmen Begleiterscheinungen wie Vermarktung mit sich bringt.

  • Wo ist das Problem? Als kleiner Freizeitimker verkaufst du nicht an Aldi, die wollen den Honig nämlich LKW-weise.

    Die gleiche Ware, die gleiche Ver- und Abpackung, im gleichen Ort, vom gleichen Produzenten (Abfüller) zu erheblich unterschiedlichen Preisen. Das erfordert Verkaufstalent für das teuere Produkt.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Wer das wissen will kann das hier durcharbeiten.

    Da steht so ziemlich alles drin:lol::lol::lol:

  • Also wenn Manu regelmäßig und in "größeren Mengen" seinen Honig an einen Wiederverkäufer für 4,50 € verkaufen kann, dann halte ich das grundsätzlich für einen sehr guten Deal für Manu. Mir bekannte Wiederverkäufer (Bäcker, Obsthändler etc.) zahlen alle weniger als 4 €.


    Die 6,50 € Verkaufspreis an den Endkunden ist schon eine Hausnummer, wenn es sich um Blütenhonig handelt - aber wenn es der Kunde zahlt, dann ist doch super!

    Meine Kunden zahlen 7 € für Akazienhonig und 5,50 € für Blütenhonig (500 g).


    Also ich würde keine 6,50 € für ein Glas Blütenhonig zahlen, wenn ich beim Imker selbst nur 5 € oder 5,50 € dafür zahle. Wenn das der Kunde rausbekommt, dann hat er dort das letzte Glas gekauft und wenn du Pech hast nimmt er Dir das mehr übel als dem Frisör.


    Auch würde ich keinen Honig zum Frisör stellen - ich hätte selbst die Möglichkeit dazu, aber es passt meiner Meinung nach nicht zusammen Naturprodukt und Lebensmittel Honig mit Haaren, Farbstoffe, Lösungsmittel, Parfüm. Außerdem ist die Raumtemperatur beim Frisör nicht optimal für die Honiglagerung.


    Mein Honig steht beim Metzer und Bäcker. Es läuft auf meine Rechnung und separater Kasse. Ich bekomme 5,50 € fürs Glas und der Kunde kann sich aussuchen ob er bei mir den Honig kauft oder zum gleichen Preis beim Metzger oder Bäcker. Das ist natürlich nicht selbstverständlich dass man so gute Konditionen vorfindet, aber es ist für mich auch selbstverständlich dass ich Backwaren und Fleisch ausschließlich beim Bäcker und Metzger vor Ort kaufe und nicht im Aldi, Lidl oder Netto -


    ...und so wäscht eine Hand die andere!!!

  • Wo ist das Problem? Als kleiner Freizeitimker verkaufst du nicht an Aldi, die wollen den Honig nämlich LKW-weise.

    Die gleiche Ware, die gleiche Ver- und Abpackung, im gleichen Ort, vom gleichen Produzenten (Abfüller) zu erheblich unterschiedlichen Preisen. Das erfordert Verkaufstalent für das teuere Produkt.

    Ach so, jetzt kapiere ich erst, der Manu verscherbelt seinen Honig selber schon für nur 5 EUR gleich nebenan, tja, da fehlen mir dann echt die Worte, DAS geht so natürlich gar nicht....wie heißt es so schön, der Fehler steht hinter dem Glas....

  • Die Preisdiskussion ist hier OT. Ich verweise dazu auf meinen Vorschlag, die vermeintliche "Unzumutbarkeitsdifferenz" dem Kunden in bar oben auf den Deckel des Honigglases dazuzulegen, aber dafür wenigstens einen kostendeckenden Preis zu verlangen (#371):

    Honigpreise

    Durch eine solche Handhabung würde sowoahl dem Kunden wie auch dem Imker bei jedem Glas Honig vor Augen geführt, wie die Verhältnisse wirklich sind, resp. wieviel Bargeld der Imker dem Kunden bei jedem Verkauf dazuschenkt.