Honig verkaufen im Friseursalon

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    Hallo zusammen,


    ich hab da mal ne Frage. Eine Bekannte von mir hat einen Friseursalon und mir angeboten, meinen Honig dort zu verkaufen. Das würde ich natürlich gerne annehmen.


    Weiß jemand von euch, ob es da bestimmte rechtliche Vorgaben gibt, an die sie sich halten muss? Sie hat das so geplant, dass sie 3 Gläser Honig im Regal präsentiert und den Rest im Lager aufbewahrt, weil unter Umständen Haare in die Gläser kommen könnten.


    Wenn da jemand Erfahrungen hat wäre ich über Hinweise dankbar.


    VG Manuel

    Derzeit neun Völker in DNM 1,0 Holzbeuten.

  • Ich hoffe, du verkaufst die Gläser mit Deckel. Deswegen verstehe ich nicht, warum Haare in den Honig kommen sollten.

    Spezielle Vorschriften für den Verkauf gibt es nicht. Das muss alles der Imker im Vorfeld leisten (Auszeichnung, Abwaage usf.).


    Ich empfehle aber, nicht bloß drei Gläser ins Regal zu stellen.

    Das sieht dann aus, als wären die übrig geblieben.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo,


    natürlich verkaufe ich den Honig mit Deckel ;-)


    Meine Bekannte sagte mir nur, dass die Haare eben so fein sind und ihren Weg in jede noch so kleine Ecke finden. Deswegen wollte ich mich in Vorfeld erkundigen.


    BTW: Ich habe mir überlegt, ihr den Honig für 4,50 Euro pro Glas zu verkaufen und ihr einen Verkaufspreis von 6,50 Euro zu empfehlen. Was haltet ihr davon? Soweit ich weiß, kann sie dann ja noch 10,7 Prozent Vorsteuer geltend machen. Richtig?

    Derzeit neun Völker in DNM 1,0 Holzbeuten.

  • Es kommt ganz darauf an, ob die Friseuse als Deine Beauftragte handelt oder im eigenen Namen verkauft (auch Kommissionsverkauf zählt zu letzterem).

    Der erste Anschein spricht für die letzte Variante. Sie wird also als Wiederverkäuferin tätig und muß daher alle für das In-Verkehr-Bringen von Honig erlassenen Regeln einhalten - von der Hygiene, über Deklarations- bis hin zu Verpackungsregeln. Als Beispiel sei auf § 3 Abs. 9 + 13 Verpackunhgsgesetz verwiesen (s.a. #849, 850):

    Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • kann sie dann ja noch 10,7 Prozent Vorsteuer geltend machen. Richtig?

    Richtig- sie muss allerdings auch 7% abführen.


    Wenn Deine €4,50 der Bruttopreis wären, bekäme sie rd. 0,48€ erstattet und müsste ihrerseits von € 6,50 rd. 0,46 € abführen.


    :cursing:

    € 6,50 ist vielerorts - ich möchte behaupten ganz überwiegend- ein echter Fortschritt...

    ....

    Nix verkomplizieren, natürlich muss sich der Verkäufer an geltendes Recht halten.

    Die Verpackungsverordnung ist einfach nur neu. Bisher gibt´s ja auch schon allerlei Rechtsfelder die auch Honig betreffen: Hygiene, Steuer, Deklaration, .... Dafür wird Manu schon Sorge tragen müssen. Wie wir alle halt.

  • _Thomas

    Ich habe mir überlegt, ihr den Honig für 4,50 Euro pro Glas zu verkaufen

    € 6,50 ist vielerorts - ich möchte behaupten ganz überwiegend- ein echter Fortschritt...

    Wenn der Imker den Preis nimmt, aber nicht der Friseur

    Die Kritik verstehe ich nicht so ganz. Ich denke, ich muss im Verkauf mindestens 4,50 Euro nehmen, sonst mache ich einen Draufleger. Und ca. 50 Prozent Kalkulationsaufschlag sind denke ich auch gängig.


    Was kritisierst du denn konkret?

    Derzeit neun Völker in DNM 1,0 Holzbeuten.

  • Also ohne deine Völkerzahl, betriebswirtschaftlichen Berechnungen oder Ähnliches zu kennen, würde ich denken, die Kritik ist in etwa die Folgende:


    Wenn beim Imkern mit einer nicht gigantisch großen Volkszahl, wirklich kein "Draufleger" gemacht werden soll, dürfte die Wahrheit wohl eher in Richtung von mindestens 6,50 pro Glas als Einnahme für dich liegen. Bei Rechnungen zur Kostendeckung wird z. B. die eigene Arbeitszeit ja oft vergessen. Aber ich würde mutmaßen, dass die 6,50 für die meisten Nebenserwerbler schon eher eng sein dürften (außer man arbeitet selbst halt umsonst).


    Desweiteren finde ich einen 50%igen Aufschlag für den Verkauf ziemlich deftig und nicht üblich. Dein Friseur dürfte derjenige sein der als einziger damit ein gutes Geschäft machen könnte. Denn die Differenz sind abzüglich Steuer fast Reingewinn, da er praktisch keine Arbeit damit hat. Er kassiert halt einen zusätzlichen Artikel und redet eh mit den Kunden um sie ggfls zu werben während er ohnehin bezahlt wird. Die meiste Arbeit die er noch hat, sind die Abrechnungen mit dir. Grundsätzlich sei es ihm gegönnt, Friseurgehälter sind ne Katastrophe.


    Betriebswirtschaftlich: Gewinnmargen in der Größenordnung von >30% sind meiner Erfahrung nach außerhalb der Finanzbranche garnicht mal so üblich^^


    Edit: Ah es gab anscheinend garkeine Kritik :)