Schiffer Tree

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    Leider erscheinen die Vorschläge für eine wesensgemäße Hardware eben nicht für Erwerbsimker praxistauglich sondern ideologisch belastet, somit für die Imkerschaft ungeeignet.

    Das steht sogar in #14 im dazu verlinkten Artikel... Das Teil soll demnach gar nicht für Imker gedacht sein... Warum fühlen sich dann soviele hier mal wieder auf den Schlips getreten? Aber vllt. hat für den Artikel auch weder nur ein Blinder dem Schwerhörigen etwas diktiert... :/

  • Den Fernsehfritzen ist es herzlich egal und so ein Beitrag mit ein bisschen Sensationsheischerei verspricht mehr Aufmerksamkeit.

    Die von Dir genannten Ergebnisse, werden ja auch in Imkerkreisen nicht ohne Vorbehalte oder gleich gar nicht kommuniziert. Wie sollen Redaktionen dann überhaupt drauf kommen. Jahrzehntelange Arbeit kann man nicht mal kurzfristig, durch neue Beutenkonzepte oder dreijährige Uniprojekte (SMR) wettmachen.

  • ...alle anderen, jahrzehntelang erprobten Beutensysteme die Berechtigung abspricht und die Imker als Massentierhalter tituliert....

    Diesem Beitrag ist kaum etwas hinzuzufügen - Herr Schiffer bekommt unangemessene Aufmerksamkeit, auch hier im Forum

    ...Vielleicht sollten wir, bzw. die Medien die diesen Hype ausgelöst haben, mehr auf Möglichkeiten von Insektenhotels etc. verweisen...

    ...die Leute wollen wegen des Hypes etwas tun. Die Bedeutung - gerade aus ökologischer Sicht- deutschen - oder regionalen- oder lokalen Honig zu kaufen, würde sich im Moment medial transportieren lassen.

  • Moin,

    ich finde das Ding spannend und interessant.

    Ich meine, es gibt ja auch schon die Bienenkugel, das kommt ja auch nicht von ungefähr. (Ob es was gebracht hat, steht mal auf einem anderen Blatt;-)))

    Und manchmal braucht es auch Leute, die wie Revoluzzer um die Ecke kommen und was neues ausprobieren.

    Ich hab den Beitrag mit meiner Frau zusammen geguckt und ihr vorher nichts zu dem Beitrag weiter erzählt. Da wir zusammen imkern, hat sie auch ein recht gutes Verständnis für die Materie.

    Trotzdem hat sie an vielen Stellen mit dem Kopf geschüttelt und sich gewundert, was ich ihr da für eine Reportage zeige.

    Auch wenn die Idee, mit einer Optimalen Beute wenig Energie zu verbrauchen und ein gesundes Volk mit wenig Aufwand am Leben zu halten, einiges Verspricht, und die Runde Form der Bienentraube am nächsten kommt, muss man sich immer noch überlegen, wie man grundlegend mit dem Teil imkert, also Bienen hält, vermehrt/züchtet und Honig erntet.

    Plus das große Thema Bienengesundheit.

    Auch wenn es heißt, die "neue" Beute richtet alles, wird man nicht drum herum kommen z.B. FKP zu entnehmen, um die Gesundheit beurteilen zu können.

    Was mir als erstes durch Kopf geschossen ist: Das sieht schwer nach Klotzbeuten aus.

    Und warum haben sich die Klotzbeuten nicht durchgesetzt? Gleiches Spiel würde ich sagen.

    Und es hieß immer: Klotzbeuten ist etwas für erfahrene Imker! Würde auch unterstreichen.

    Diese neue Beute schreit gerade nach Schwarmabgang, insbesondere bei unserer Monokultur mit den typischen nordischen Rapschlägen. Da kommen innerhalb von 2 Wochen gut und gerne mal 20-30kg Honig zusammen. Das faßt keine von diesen Beuten. Also wird geschwärmt.

    Wollen das die Leute? Können das die Leute, die mit diesen Beuten arbeiten, auch einschätzen. Ich spreche jetzt hier nicht von erfahrenen Imkern, sondern von den Leuten, die sich mal so ein Bienenvolk in den Garten stellen wollen.

    Wenn ich wirklich so eine runde Beute konzipieren will, dann würde ich in den Bereich der Stülp-Imker gehen und dort versuchen, die Beute zu optimieren.

    Aber: Ich denke schon, dass es Möglichkeiten gibt, die eckige Kiste zu verbessern, bzw. das Raumklima und damit die Bedingungen, wie die Bienen gehalten werden.

    Ich ärgere mich auch regelmäßig, dass mir manche Futter-Randwabe im Winter schimmlig wird.

    Vielleicht gibt es eine Art Deckel mit Ventilfunktion, damit die Feuchtigkeit besser abgegeben wird. Gibt es da nicht Versuche einiger Forumsmitglieder?

    Das würde ich für eine echte Verbesserung der Beuten halten, als die Imkerschaft als Massentierhalter zu bezeichnen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo,

    ...

    Vielleicht gibt es eine Art Deckel mit Ventilfunktion, damit die Feuchtigkeit besser abgegeben wird. Gibt es da nicht Versuche einiger Forumsmitglieder?

    Das würde ich für eine echte Verbesserung der Beuten halten, als die Imkerschaft als Massentierhalter zu bezeichnen.

    ... giebt , gab es ,... schau einfach mal bei Warrè rein. Das alles wurde schon vor zehn Jahren hier von Imkern durchgekaut und probiert. Einfach mal die Suchfunktion benutzen. Od. im Warrèforum.

    (T. Schiffer wärmt meiner Meinung nach nur eine Riesenkanne kalten Kaffee auf.) Dampfdurchlässige Beutenabdeckungen, sog. Kissen in Verbindung mit geschlossenen Böden sind wirklich nichts neues. Die meisten Trogbeuten im osteuropäischen Raum sind mit derartigen Abdeckungen versehen , ...oft nur eine alte Decke. ( Schau mal bei youtube.)

    Jeder Warreimker kennt diese Lösung, ich selbst habe einige Jahre ebenfalls so geimkert. (Stabilbau, Flachzargen, Geschlossener Boden , Kissen mit Hobelspänen, Schutzdach drüber. Hab auch Kissen auf meinen Dadant .( Siehe Galerie ) ...Funktioniert bestens.)

    Herr Schiffer vergisst ganz offensichtlich das sich die Trachtverhältnisse und die momentan in Deutschland heimischen Bienenrassen mit ihrem Genetischen Potenzial gravierend gegenüber den von vor 100 / 200 Jahren verändert haben. Eine Sommertracht als Haupttracht wie in alter Zeit giebt es nicht mehr. Die schwarze Biene ist weitgehend Geschichte. Die Varroa ist ein Parasit der eingeschleppt wurde. Unsere heimische Biene hat einfach nicht das genetische Potenzial mit diesem Schädling fertig zu werden. Weder die Beutengröße, noch deren Bauweise noch deren Wärmedämmwerte werden daran etwas ändern. ... Die Milbe entwickelt sich proportional zur Volksgröße. Kleine Völker produzieren natürlich weniger Milben, aber sie brauchen auch sehr wenig um daran kaputt zugehen. Ausschlaggebend für Überleben oder Sterben ist ja nicht die Anzahl der Milben im Volk sondern der prozentuale Befall bezogen auf die Gesamtvolksgröße.

    Und wie nun ein Bücherscopion die Milben dezimieren soll erschließt sich mir bis heute nicht. Schießlich haben beide Arten vollkommen verschiedene Lebensräume. Der Skorpion lebt im Gemüll, und in Ritzen und Spalten der Beuten und dort jagt er auch , ... die gesunde, fortpflanzungsfähige Milbe lebt auf der Biene und in deren Brut. Eine aktives zielgerichtetes jagen des Skorpions auf der Biene oder in deren Brut konnte bis heute weder Herr Schiffer noch ein anderer Wissenschaftler zweifelsfrei nachweisen. ( In meinen Augen also reines Wunschdenken des Verkäufers diverser Tierchen.)

    Leider ist so ziemlich alles was in dieser Sendung gesagt wird reines Wunsch.- und Phantasiedenken. Von den biologischen Absurditäten und Fachlichen Katastrophen die Herr Schiffer da im Brustton der Überzeugung und im nachsichtig lächelnden Lehrerton in jedem zweiten Satz von sich gibt will ich jetzt gar nicht reden. (Damit hat er sich nur selbst disqualifiziert.)

    Bleibt nur zu hoffen das Veterinärämter und Amtstierärzte diesem Unfug ein Ende bereiten.

    Diese Beute wird meines Erachtens keine Probleme lösen. Aber unter Umständen eine Menge davon

    schaffen.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Finvara du musst aufhören den Skorpion als Terminator zu sehen.

    Schiffer übertreibt damit immer maßlos aber eigentlich meint er bloß, dass sie ein Indikator für ein perfektes Stockklima/Ökosystem sind.

  • Ja, ... da hast du recht, ......... man sollte vorher immer in die Kristallkugel schauen um zu wissen was Herr Schiffer meint wenn er was sagt.;)

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Herr Schiffer (der mir irgendwie auch sympathisch ist) leistet natürlich überzeugende Arbeit, aber ich kann mir nicht vorstellen was dort sehr revolutionäres dahinter stecken soll....lediglich modernere Bauphysik und überzeugend wirkende Fotos einer Wärmebildkamera.

    Klotzbeuten gibt es bekanntlich seit Jahrhunderten und bauphysikalische Berechnungen schon vor ca.70 Jahren bei Paschke (Der neue Baurahmenimker). Ich möchte Herrn Fischer nicht zu nahe treten, finde aber, dass er vollkommen auf den ökologischen Biebenhype aufspringt.


    ....ps...meine Blätterstöcke haben auch Bücherskorpione und sind gedämmt im Brutraum...perfekte Beute also :)...aber irgendwie habe ich Probleme sie anderen Imkern zu vermarkten

  • Finvara


    Damit hat er sich nur selbst disqualifiziert.


    Der Otto Normalo hängt an dessen Lippen, stöhnt oh, das isses. Woher soll der Nichtimker wissen, dass da viel Mist rüberkam. Es gibt sogar Imker, die glauben, dass sie bis jetzt alles falsch gemacht haben.