Arbeitsweisen-Umstellung

  • Hallo alle Miteinander,


    ich beabsichtige im nächsten Jahr meine Arbeitsweise umzustellen.
    Zur Zeit arbeite ich mit der Carnica in Segeberger Beuten, 11 R. DNM
    5 Völker am Waldstand und 5 Völker am Haus, und möchte mich auf
    20 Völker gesamt einpendeln.
    Da ich überwiegend alleine arbeite, stört es mich, im BR 22 Rahmen
    zu Kontrollieren, ebenso ist mir der HR voll Verdeckelt, zu schwer.


    Ich habe nun meine Beuten noch sehr gut in Schuss und möchte keine anderen.
    Lediglich die Rahmen, im BR will ich nun umstellen auf 1,5 DNM, und die Rahmen im Honigraum auf 0,5 DNM auf Halbzargen.
    So habe ich im BR 11 Rahmen zu Kontrollieren und die HR sind nur halb so Schwer.
    Geht doch auch schneller dann?
    Wer arbeitet schon so und hat seine Erfahrung damit gemacht?
    Wann ist der beste Zeitpunkt umzustellen?



    Ich wünsche Euch viele gesunde Bienen!


    Margret

  • Freut mich, daß Du deine Betriebsweise umstellen möchtest. Ich habe sowohl deine alte Betriebsweise bei einem Volk und deine gewünschte Betriebsweise bei jetzt fünf Völkern. Die von Dir erhofften Vorteile stellen sich in der Tat ein. Die Durchsicht der Völker ist deutlich einfacher und dauert nicht so lange. Auch die halbhohen Honigräume sind wunderbar. Ich verwende hierin Dickwaben (9 Stck.), was den Vorteil hat, daß es wohl ohne Absperrgitter geht. Das hat jedenfalls bei dem einen Volk, bei dem ich es probierte sehr gut funktioniert. Wo ich mir noch nicht sicher bin ist die Frage, ob der Brutraum ausreicht. Hier im Forum hat man schon mal von Völkern mit drei Bruträumen gelesen. Schwarmlustig waren in diesem Jahr (aus unterschiedlichen Gründen) alle meine Völker. Im Prinzip haben sie auch allesamt kein Brutnest gehabt, das größer als neun Waben war. Zwei Schwärme mußte ich einfangen; einer aus dem 2-zargigen Volk, einer aus einem Volk mit großem Brutraum. Ich bin gut zufrieden. Auch zwei Nachbarimker empfehlen die Betriebsweise seit Jahren. Markus

  • Hallo Magret, der beste Zeitpunkt zum Umstellen auf ein neues Wabenmaß ist im nächsten Jahr, nach der Frühtracht. Fünf Tage vor dem Abernten den Brutraum mit einen Absperrgitter teilen. In den Teil, wo Du Eier und jüngste Larven findest, ist die Königin. Auf den Platz des Volkes stellst Du eine neue Beute mit Mittelwänden im neuen Maß, erstmal nur zwei bis drei an einer Seite. Die alte Beute stellst Du an die Seite, fegst alle Bienen aus den Brutraum mit der Königin in eine Kunstschwarmkiste. Aus den anderen Räumen machst Du das nicht so gründlich, die Bienen werden dort noch gebraucht. Den Kunstschwarm in die neue Beute einschlagen, die restlichen Mittelwände dazu und ruhig ein paar Liter Futter dabei, die Waben werden dann besser ausgebaut. Nach acht Tagen in den Alten Beuten die Nachschaffungszellen bis auf eine entfernen, diese in einen Durchgangskäfig geben. Dann noch einmal einen Kunstschwarm bilden und damit das neue Volk verstärken (enthält jetzt überwiegend Jungbienen).Das neue Volk mit Mittelwänden erweitern.Nach acht weiteren Tagen kannst Du das Ganze noch einmal machen. Ergebnis: Die neuen Völker sitzen auf neuen Waben im neuen Maß, bei guter Tracht Kannst Du die alten Waben noch ausschleudern und danach aussondern. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, Margret,
    das mit halben DNM im Honigraum würde ich mir doch noch mal überlegen. Ich hab das auch (noch), und ich kriege beim Entdeckeln jedesmal die Krise...Die Wabenfläche ist genau anderthalb mal die Breite der Entdecklungsgabel, d.h., ich muß zweimal drüber. Bei DN ganz brauche ich insgesamt nur dreimal drüber..
    Im Brutraum hab ich DN doppelthoch, aber das ist auch nicht so das Wahre, diese langen Waben verkantet man zu leicht beim Rein-oder Rausziehen.
    Jetzt stell ich gerade auf Dadant um, auch eigentlich zähneknirschend angesichts der Menge an segeberger Einzelteilen, aber da muß ich wohl durch.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Margret, Hallo Miteinander,


    ich kann nur Sabine in ihrem vorherigen Beitrag beipflichten. Auch ich habe schon mit halbhohen Rähmchen in DNM geimkert und kann nur sagen, allein das Entdeckeln macht sehr viel Arbeit. Wie sagte Dr. Liebig in seinem letztjährigem Vortrag "Wer mit DNM imkert, ist nicht ganz normal". Ich fühlte mich natürlich auch auf die Zehen getreten, aber er ist ein Mensch, der seinen Zuhörern unverblümt die Meinung sagt und wirklich in vielen Dingen Recht hat. Ich bin zur Zeit auch dabei, auf Dadant umzustellen, leider schlug mein erster Versuch fehl und die Bienen samt der Königin zogen aus ihrem neuem Zuhause aus. Was mich dazu entschließen ließ, dass ich bei meiner Nachbarin (100 km Entfernung, der Heike Aumeier) mit angesehen habe, wie einfach 12 Brutraumrahmen durchzusehen sind, wenn ich mir da nächstes Jahr wieder vorstelle bei 14 Völkern 336 Rahmen in die Hand zu nehmen und das jede Woche im Mai, da meine Carnicas nicht gerade zu den schwarmträgen Bienen gehören und bei Dadant müßte ich im Höchstfall 168 in die Hand nehmen. Ich möchte natürlich in der Imkerei so effektiv als möglich arbeiten,um Zeit für die Familie zu haben, aber es soll aber auch Imkerkollegen geben, die lieber bei den Bienen als bei ihrer Frau sind, die sollen sich dann aber auch lieber ihre DNM behalten.
    :grin: :grin: :grin:

  • Hallo,alle Miteinander,
    wie ich gerade sehe ist mein Dank für die Antworten irgendwo verschollen.
    Ich hole es hiermit nach.
    Mir graust zwar vor der Umstellung aber irgendwie werde ich es schon schaffen.


    Ich wünsche Euch viele gesunde Bienen !
    Margret

  • Hallo Margret,
    wir beide imkern im NM und
    ich kann mich mit der Durchsicht von vielen Waben im Brutraum auch nicht anfreunden.
    Eine Vergrösserung der Brutwabe auf das 1 1/2 fache und die Halbierung
    der Honigwabe ist für mich noch weniger zu akzeptieren.
    Auf meinem Bienenstand kann ich nur mit einem Mass imkern.
    Brut- und Honigwaben müssen aus vielen Gründen tauschbar sein.
    D a s Rähmchenmass habe ich noch nicht gefunden.
    Wie hast Du Dich nun entschieden?

  • Ja,
    um himmelswillen, warum?????
    Ich imkere seit zwei Jahren mit Doppelt NM im Brutraum und 0,5 DNM im Honigraum (bin in Umstellung auf dadant Holz, aber noch nict so begeistert...).
    Außer daß ich jedes Jahr bei der Honigernte lauthals fluche, habe ich noch keine Möglichkeiten vermißt.
    Da ich außerdem eine Verfechterin der kleinzelligen MWs bin, macht das Tauschen dann gar keinen Sinn, weil die Honigwaben sowieso immer viel größer als die Brutraumwaben ausgezogen werden.
    WOZU SOLL DIE TAUSCHEREI GUT SEIN?
    Ganz nebenbei, Honigwaben in den Brutraum umzuhängen, würde ich mir ja noch gefallen lassen, aber Brutwaben im Honigraum? Nein danke! Keine Sauerei!

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Das Tauschen von Waben und Zargen kann nur der Grund sein, gleiche Wabenmaße in Brut- und Honigraum zu fordern! Das wird bei vielen Betriebsweisen so praktiziert. Das man mit unterschiedlichen Wabenmaßen gut imkern kann, beweisen doch die Dadandimker und diejenigen, die flachere Honigraumwaben verwenden! Die oben erwähnten Betriebsweisen kommen hauptsächlich bei der Schwarmverhinderung und -vorbeugung vor. Bei einer schwarmträgen Biene erübrigen sich solche Eingriffe. Betriebsweisen sind der Feind der Züchtung! Wer eine schwarmträge Biene züchtn will, muß auf solche Maßnahmen verzichten, um Erfolg zu bekommen! Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ups. Ich imkere auf 1 1/2 Normalmaß. Das war für mich bisher die Grenze der Handhabbarkeit. 2 x Normalmaß würde mich schon interessieren, wie Du solche großen Waben z.B. mit Abstandhaltern ausstattest und welche Erfahrungen Du mit dem Handling hast. Eine volle Honig oder Futterwabe im 1 1/2 Normalmaß kann man mit der Wabenzange kaum noch halten (beim Drehen) und muß schon die Hände zur Hilfe nehmen.
    Markus

  • Hallo, Markus,
    guck mal unter "Bienenbeuten","Bauerneuerung im Magazin". Da ist mit Datum vom 6.4. meine ausgiebige Beschreibung.
    Das einzige, was mich stört, ist, daß die Waben beim Einsetzen leicht verkanten, man muß sehr vorsichtig sein.
    Das Gewicht der Futterwaben juckt mich nicht, die bleiben eh drin.
    Schleudern kannst du sie eh nicht, höchstens Ablegern zugeben.
    Die Brutwaben stelle ich nach dem Ziehen mit einer Ecke auf den anderen ab, dann muß ich sie nicht festhalten, sondern nur stützen, und dann kann ich in Ruhe gucken, und auch bequem umdrehen.
    Nachdem ich zu Anfängerzeiten mehrere Königinnen verloren habe, weil ich die Waben in einen Wabenbock oder ins Gras gestellt habe, ist mir das mit dieser Vorgehensweise nicht mehr passiert.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo sabi(e)ne,


    Du hast am 07.10.02 geschrieben :


    Ganz nebenbei, Honigwaben in den Brutraum umzuhängen, würde ich mir ja noch gefallen lassen, aber Brutwaben im Honigraum? Nein danke! Keine Sauerei!


    Damit verurteilst Du alle Imker, die in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in Zukunft Brutwaben in den Honigraum hängen
    zu einer unhygienischen Handlungsweiset (Sauerei).
    Das musst Du mir bitte erklären.


    Mit Imkergruß Ebi.

  • Hallo, alle Miteinander,


    ich habe, wie wahrscheinlich alle anderen auch, das Problem, das bei Antwort auf ein Thema die Betreffzeile nicht automatisch eingefügt wird.
    Insofern musste ich erst einmal nachsehen, auf was ich angesprochen wurde, nun denn;
    Für mich ist die Umstellung eine reine Kraft -und Zeitfrage.
    Ich habe die Segeberger Zargen weil sie schön leicht sind und einfach zu Pflegen und zu Tragen, von wegen der Maße und dem „ schwachem Geschlecht „.
    Ich habe auch keine Lust und Zeit, 22 o.33 Waben im Brutraum durchzusehen, und das mal 20 Völker. Ich habe die Varioböden mit dem hohen Trommelraum, darum nehme ich, das entscheidet sich die nächsten Tage, 1,5 o, 1,75 DNM Rahmen, das ist pro Volk eine bis zwei Zargen weniger die ich umsetzen und kontrollieren muss und ich brauche keine Halbzargen.
    Da ich im nächsten Jahr auch die Housel-Positionierung einführen werde, wird auch die Kontrolle einfacher werden, hoffe ich.
    Das ich im Honigraum 0,5 DNM Dickwaben nehme hat nur einen Grund, ich kann keine volle 1,0DNM-Honigzarge tragen,und meine Honigwaben bleiben im Honigraum. Ich benutze auch keine Entdeckelungsgabel, sondern einen beheizten Hobel.das geht einfacher!
    Ich habe in diesem Jahr bei einigen Völkern Probleme gehabt, die Honigräume abzuheben, geschweige denn sie wieder draufzuheben.
    Für mich bei 160 cm Größe und normaler körperlicher Ausstattung gibt es kein Zargenmaß, außer DNM, das sich, für mich, ohne Probleme handhaben lässt.
    Die Firma Holtermann bietet jetzt auch Kunststoff-Beuten in Dadant an, ich war da, leer ok, aber mit Inhalt ?
    Ich werde mir nicht die Arme verlängern lassen, mich auch nicht strecken lassen oder mir das Rückrat versteifen lassen, ich nehme auch keine Anabolika, nur damit ich den gehobenen Ansprüchen einiger Betriebsweisen-Verfechter, entspreche.
    Meine Bienen kommen, bis jetzt, gut mit mir klar, ich hoffe sie werden mir meine Schwächen im nächsten Jahr verzeihen, dafür bekommen sie auch frische Beuten, Rückstandsfreie Mittelwände und unser eigener Wachskreislauf kann beginnen.
    Das Forum, hat dann anschließend, schlimmstenfalls, ein neues Thema.
    Da ich ja erst relativ kurze Zeit an diesem Forum teilnehme, muss ich auch einmal
    sagen dass ich schon einiges dazulernen konnte und vor allem, die Themen, nicht langweilig wurden, hoffentlich bleibt die Qualität weiterhin so.
    Mein Vorschlag zum Schluss wäre noch das wir eine Rubrik ,- Tagungen Seminare - einrichten, wo ein jeder, interessante Veranstaltungen eintragen kann, sodass man nicht erst davon erfährt, wenn sie vorbei oder belegt sind.


    Einen weiterhin sonnigen Herbst und viele gesunde Bienen wünscht Euch


    Margret