Königinnenableger gezogen

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    Hallo Kollegen,


    mir ist was passiert, aber ob es schlimm ist, weiß ich nicht...


    Morgen sind es 2 Wochen vor denen ich die ersten 1-Wabenableger gebildet habe. Ein Ableger entwickelt sich lt. Fluglochbeobachtung normal. Beim anderen Ableger ist mir kurz nach der Bildung bereits massiver Polleneintrag aufgefallen, beim Altvolk dafür fast gar keiner mehr. Jetzt vermute ich, dass die Königin im Ableger sitzt.? Ist das richtig...?


    - Lasse ich den Ableger einfach so?

    - In wie weit schwächt es mir das Altvolk?

    - Irgendetwas zu beachten?


    Danke und viele Grüße!

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  • Kommt drauf an...sobald im Altvolk die Brut ausgelaufen ist, konzentrieren sich die Bienen auf das Nektarsammeln. Irgendwann kommt dann der Knick im Volk wenn die Bienenmasse abnimmt, aber noch nicht genug Jungbienen durch die dann nachgezogene Königin nachkommen. Die Ableger würden sich aber beide vermutlich gut entwickeln, mal unabhängig was die meißten von einem Einwabenableger denken.


    Ich würde versuchen die Königin im Ableger zu finden und zum Altvolk zurück zu setzen. Das bedeutet allerdings auch, dass du die neue(ungezeichnete) Königin im Altvolk erstmal finden musst um sie abzudrücken bzw. in den Ableger zu setzen...


    Alternativ könnte man den Ableger mit der Altkönigin auch als Flugling behandeln, also den Standort mit dem des Altvolkes tauschen und so künstlich durch Flugbienen verstärken und hoffen, dass er so noch Sommertracht bringt.

    _______________________________________

    Grüße aus Rückmarsdorf in Westsachsen

  • Der Polleneintrag weist allenfalls auf Brut. Ein Zeichen für Weiselrichtigkeit ist er nicht.

    Ich würde einfach reinschauen. Ob Stifte da sind sind man ja schnell.

    Du kannst auch ins Spendervolk schauen. Die müssten nachschaffen, wenn die Königin fehlt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Der Polleneintrag weist allenfalls auf Brut. Ein Zeichen für Weiselrichtigkeit ist er nicht.

    Ich würde einfach reinschauen. Ob Stifte da sind sind man ja schnell.

    Du kannst auch ins Spendervolk schauen. Die müssten nachschaffen, wenn die Königin fehlt.

    Hallo WFLP!

    Ja im Altvolk sind Nachschaffungszellen...

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  • Ja im Altvolk sind Nachschaffungszellen...

    Dann würde ich jetzt gar nichts machen. Das Altvolk zieht sich eine neue Königin (Du kennst ja die Mutter !) und der "Ableger" ist dann das neue "Altvolk". Beide können bis zur Linde so stark sein, dass sie Honig bringen.


    Viel Erfolg


    Rainer

  • Wie weit ist der Raps bei Dir? 14 Tage vor Trachtende erweist sich bei einem Wirtschaftsvolk die Entnahme der Königin als Ertragssteigernd aus.

    Raps sollte die nächsten 1 -2 Wochen fertig sein.

    Das habe ich aber ja noch nie gehört, dass sich ein Verlust der KÖ in dieser Zeit Ertragssteigernd auswirkt... Naja man lernt nie aus... :-)

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  • Dann würde ich es jetzt so lassen, also den "Königinnenableger" so wie er ist mit der alten Königin drin.

    Beim Altvolk mit mehreren Nachschaffungszellen kann es sein, dass sie auf die Idee kommen zu schwärmen, wenn sie stark sind und mehr als eine Königin schlüpfen lassen. Hier ggf. vor dem Schlüpfen die Nachschaffungszellen reduzieren.

    Der Honigeintrag wird im Altvolk auf jeden Fall zeitverzögert eine Delle bekommen, da ja irgendwann die Brut fehlt, die jetzt nicht angelegt wird bis die neue legt. Dafür hast du ein Volk mehr. Wenn die Bienen keine Brut pflegen müssen, sind sie frei für andere Aufgaben. Deshalb wird jetzt die Sammelleistung vorübergehend zunehmen, wenn immer mehr Brut ausläuft und die Bienen schlüpfen, die dann keine Brut pflegen müssen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Dann würde ich es jetzt so lassen, also den "Königinnenableger" so wie er ist mit der alten Königin drin.

    Beim Altvolk mit mehreren Nachschaffungszellen kann es sein, dass sie auf die Idee kommen zu schwärmen, wenn sie stark sind und mehr als eine Königin schlüpfen lassen. Hier ggf. vor dem Schlüpfen die Nachschaffungszellen reduzieren.

    Der Honigeintrag wird im Altvolk auf jeden Fall zeitverzögert eine Delle bekommen, da ja irgendwann die Brut fehlt, die jetzt nicht angelegt wird bis die neue legt. Dafür hast du ein Volk mehr. Wenn die Bienen keine Brut pflegen müssen, sind sie frei für andere Aufgaben. Deshalb wird jetzt die Sammelleistung vorübergehend zunehmen, wenn immer mehr Brut ausläuft und die Bienen schlüpfen, die dann keine Brut pflegen müssen.

    Auf wie viele Zellen sollte ich denn reduzieren?

    Derzeit sind 7 oder 8 Zellen auf einer Wabe.

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  • Wenn du sicher gehen willst auf eine reduzieren - die, die am meisten belagert wird.


    Vorsicht beim Bewegen von Waben mit Weiselzellen. Zur falschen Zeit kann die Larve durch das Ruckeln vom Futter abreißen und dann wird nix schlüpfen. Deshalb entweder ganz am Anfang oder ganz zum Ende, wo dieses Risko nicht besteht.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
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  • Christian Br Wenn das Volk schön stark ist, würde ich den Rat von Mark-o ignorieren und alle Zellen bis auf eine brechen. Mir ist das einmal passiert: Ich habe einen Königinnenableger gemacht und mir gedacht, dass ich die Prinzessinnen die Sache austragen lasse. Denkste! Da ging ein Prinzessinnenschwarm ab! =O


    Die beste Zelle ist jene, die am besten belagert wird. Sagt man.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich würde auch so wie es Amape beschrieben hat vorgehen. Damit machst du das Beste aus der Situation und die brutfreie Zeit mit ggf. erhöhter Sammelleistung deckt sich in etwa mit der Rapstracht in unserer Gegend.


    Grüße vom Apidät