Wie kriege ich die Bienen des Nachbarn los?

  • Zuallererst einmal ein herzliches Hallo in die Runde. Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mir von euch gute Ratschläge verspreche und ich diese auch bitter nötig habe.

    Mein Problem ist ganz einfach beschrieben: Ich habe einen Nachbarn 2 Häuser weiter, der ein paar Bienenstöcke hat. Offensichtlich finden seine Bienen mehr Gefallen an meinem Pool und meiner Terrasse als an ihrer Heimat. An einem schönen Tag schweben Wolken von bis zu 100 Bienen über unserem Pool und besetzen ihn nahezu. Die nabenanliegende Terrasse ist dann auch von guten 20-30 Bienen bevölkert.

    Abgesehen von meiner Allergie auf Wespenstiche finde ich diese Situation ziemlich unerquicklich. Zumal wir noch 2 kleine Kinder haben.


    Somit meine Frage an euch Fachmänner, da ich den kleinen Rackern ja eigentlich nichts Böses will, die Freude am Zusammenleben aber sehr einseitig ist. Sollte sich die Situation nicht im Guten lösen lassen, bin ich auch bereit für mein Wohlergehen durchaus unpublike Schritte einzuleiten, aber wenn es im Guten ginge, wäre es mir wesentlich lieber.

    Also würde ich mich freuen, von euch Fachmännern ein paar Tipps zu hören, wie ich das Problem loswerde.


    Vielen Dank schon im Voraus an euch!

  • Die Bienen nutzen Deinen Poll als Tränke, weil sie offensichtlich keine bessere finden.

    Eine für die Bienen interessantere Tränke anzubieten, wäre da die Option. Bienen bevorzugen mit Mineralstoffen angereichertes Wasser.

    Versuche es mal mit einer Tränke, deren Wasser mit Kochsalz angereichert ist. Außerdem wollen die Bienen eine gute Landemöglichkeit am Wasser. Da wären z.B. Korkstücke als Schwimmhilfe geeignet.

    Am besten gibst Du diesen Tipp direkt Deinem Nachbarn. Du musst die Bienen ja nicht erst auf Dein Grundstück locken.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Danke schon mal. Das Gespräch habe ich ehrlich gesagt noch nicht gesucht, werde dies aber die nächsten Tage auf jeden Fall nachholen. Ich wollte mich nur schon mal vorab informieren.


    Lustigerweise hat der direkte Nachbar, also der zwischen uns auch einen Pool aber der hat seine Ruhe.

    Kann es eventuell sein, dass es an unserem Wasser liegt? Wir haben eine Entkalkungsanlage und der Ersatzstoff, der für den Rostschutz sorgt, ist irgendsoein Lebensmittelzeug. Ich hab mich bis dato nicht damit beschäftigt, weil das Problem neu ist.


    Gibt es irgendwelche Zusätze, die Bienen das Wasser unleidlich machen?

  • SeppHi : Der Plural von Fachmann ist Fachleute, weil nicht nur hier die Frauen die gleiche hohe Kompetenz wie die Männer auch haben.

    Ich vermisse die Aussage darüber, was Dein Übernachbar gesagt hat, als Du ihn auf das Problem angesprochen und "unpublike" Maßnahmen angedroht hast.

    Gruß ...Klaus

    "Gebt mir einen Grund für Euren Optimismus!"

    Max Czollek, 2019

  • SeppHi : Der Plural von Fachmann ist Fachleute, weil nicht nur hier die Frauen die gleiche hohe Kompetenz wie die Männer auch haben.

    Ich vermisse die Aussage darüber, was Dein Übernachbar gesagt hat, als Du ihn auf das Problem angesprochen und "unpublike" Maßnahmen angedroht hast.

    Gruß ...Klaus

    Siehe oben. meine Intention ist definitiv nicht, gleich mit der Keule ein Gespräch einzuleiten. Trotzdem habe auch ich ein Recht auf einen Lebensraum, der mir nicht von jemand anders vergällt wird.

    Ansonsten danke ich für die freundliche Belehrung in Genderfragen. Ich habe da noch ein Problem damit, weil ich die einzelnen Klassifizierungen nicht in petto habe. Gerne stelle ich aber die Frage auch an Cis+Fachmänninnen und Bienenstockbesitzendinnende sowie cis+ oder gar - Honigerzeugende.

  • "Unpublike Maßnahmen"... was könnte das sein? Da wohl kaum einer Fipronil in sein Poolwasser kippen wird, fällt mir nur die Fliegenklatsche ein. Das ist aber arg mühsam.

    Abdecken des Pool wäre eine gute Idee; das schützt auch das Badewasser vor anderen absaufenden Insekten. Chloren und Filtern ist auch eine Idee aber ich weiss nicht, wie sicher das ist.


    Ansonsten gehören Bienen aktuell noch flächendeckend zum Naturinventar - da nicht mal eindeutig klar ist, dass es die Bienen des Nachbarns sind, die da kommen, mögen alle Versuche des Nachbarns sogar vergeblich sein. Was macht man denn nun dann? Selbst die Innenstadt ist ja heutzutag nicht mehr bienenfrei so dass Umzug keine Option ist (von den Mieten mal abgesehen...).


    Würde sagen, das ist die Gelegenheit, den lieben Nachwuchs liebevoll auch an die Kehrseiten der Natur heranzuführen. Die meinen habe ich immer nach jedem Stich belohnt so dass sie danach bevorzugt Bienen aus dem Teich retteten ^^


    Wespengiftallergie ist für das Wohnen mit Garten auch unpraktisch - schon mal eine Desensibilisierung versucht? Soll eigentlich sehr gut funktionieren...


    Ansonsten ist es halt wirklich schwierig, Honigbienen aus Gärten heraus zu halten. Selbst diese zubetonierten Steingärten haben noch ihren Reiz, sie gehen dann immer an die Fugen wo sich das Wasser noch hält...


    M.


    P.S.

    Zitat

    Trotzdem habe auch ich ein Recht auf einen Lebensraum, der mir nicht von jemand anders vergällt wird.

    Das ist interessant... wo genau ist das Recht denn verbrieft? Einen vergällungsfreien Lebensraum....den hätte ich auch gerne. Aber da gibt es feiernde Nachbarn, Post von der Steuer, Pflichten gegenüber den Behörden, Stechmücken, ein Übermaß an Sonne an manchen Tagen und so manches stressende Familienmitglied...den würde ich die zugehörigen Paragraphen gerne auch mal zeigen - daher bitte Quellenangabe!

  • Ähhhm, also wir sprechen hier über die Innenstadt und Miete ist gottseidank in meinem Fall ein Fremdwort. Darüberhinaus ist ein Verkauf nicht angedacht weil jemand ein paar Bienenstöcke in der Stadt betreiben muss. Da gehe ich dann lieber wieder den unpubliken Weg, egal wie der dann aussehen wird. Irgendwo muss man schon die Kirche beim Dorf lassen.


    Ich habe auch nicht vor, meine Kinder dahingehend zu sensibilisieren, unter einer Wolke von 100 Bienen zu schwimmen. Auch hier sollte eine gesunde Bewertung der Situation der Mittelweg sein.

  • Allererster Schritt, bevor hier noch weiter alle Eventualfälle durchgekaut werden: Freundlich mit dem Bienhalter sprechen. Er weiß allerhöchstwahrscheinlich nicht mal, dass da irgendwo ein Problem besteht. Er möge doch bitte auf seinem Grundstück eine geeignete Wasserstelle einrichten. Ob er dadurch das Problem schon beseitigen kann bleibt abzuwarten, aber das ist der erste Schritt. Da muss man nicht im Vorfeld schon gedanklich die Kanonen positionieren.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Das wäre ein Ansatzpunkt, poste doch mal was das genau ist. Noch dazu, wo der andere Pool unbehelligt bleibt. Oder frag auch diesen Nachbarn, was der mit seinem Poolwasser macht!


    Abdecken hilft nur, wenn es komplett(!!!) abgedeckt wird und auf der Abdeckung kein Wasser stehen bleibt. Ansonsten werden es die Bienen umso mehr schätzen, weil sie dann mit Landebahn gefahrloser tanken können.


    Wasserholende Bienen lernen sehr genau, wo die Wasserquelle ist und sind da sehr stet. Es wird also in jedem Fall etwas dauern, bis die Bienen sich umstellen.


    Als Imker kann man das nicht oder kaum beeinflussen, wo die Bienen hinfliegen. Und glaub mir, wir würden das sehr, sehr gerne! "Bitte fliegt nicht an den Pool des Nachbarn und meidet vor allem das frischgespritzte Rapsfeld da drüben!" Geht leider nicht.


    Gruß

    Marion


    *legale "unpublike" Maßnahmen wirst Du wohl nicht finden, außer Anzeigen zu stellen, die dann eingestellt werden. Und in dem Punkt "Kirche beim Dorf lassen" geht man am besten als leuchtendes Vorbild voraus :saint:

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Der Pool hat eine Abdeckung. Sogar ein Rollo, das an der Oberfläche absolut wasserfrei ist.

    *legale "unpublike" Maßnahmen wirst Du wohl nicht finden, außer Anzeigen zu stellen, die dann eingestellt werden. Und in dem Punkt "Kirche beim Dorf lassen" geht man am besten als leuchtendes Vorbild voraus

    Sag ich doch. Will ich ja auch. Nur bin ich nicht bereit, meine Lebensräumin ohne Gegenleistung einschränken zu lassen. .