Rähmchenreinigung

  • Liebe Imkerkollegen,
    ich habe im letzten Jahr mit der Imkerei begonnen und vergangene Woche die ersten Rähmchen eingeschmolzen. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie man sie richtig sauber bekommt. Abkratzen ist bei 100 Rähmchen etwas mühselig. Habt Ihr vielleicht ein paar Tips? Wäre es z.B. mit Ätznatron möglich?


    Alles Gute,
    Ralf


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: ralf0702 am 2002-08-06 12:04 ]</font>

  • Richtig,
    suche dir ein Gefäß, eine leistungsfähige Wärmequelle, auf 50l Wasser ca. 1kg Ätznatron. Dann das ganze zum Kochen bringen, erst dann die Rähmchen hineintauchen.
    Tipps:-ich binde ca 20 Rähmchen mit Draht zusammen, gebe sie für 5Minuten in den Kessel und beschwere sie mit einem Holzklotz.
    Nachher gut mit Wasser (Gartenschlauch) nachspülen, aufstapeln und an einem schattigen Platz trocknen lassen.
    Funktioniert nur mit kochendem Wasser!
    Grüße Peter

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.

  • Habe was vergessen.
    Handschuhe und Schutzbrille verwenden.

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.

  • hallo peter td,
    würde mich mal interessieren, wo du mit der restlichen natronlauge
    bleibst?!


    viele grüsse
    hermann

  • hallo zusammen
    ich habe den katalog der firma voigt&warnholz vor mir liegen.
    in diesem wir die "nordwabe", ein kunststoff-mittelwand-hoffmannrähmchen,seit einem jahr angeboten(wie ich von einem imker erfahren habe). sie besteht aus polystrol und hat einen schmelzpunkt von 80C°.
    im katalog steht unter hygiene, daß sie keinen lebensraum für bakterien und schimmelpilze bietet.
    meine frage:
    hat jemand erfahrungen mit dieser wabe (allgemein und desinfektion) bzw. was haltet ihr von dieser wabe?
    gruß aus norddeutschland
    peter sh

  • Hallo Peter,
    sieh im Stammtischarchiv nach, das mit der Kunsstoffwabe haben wir schon einmal ausführlich diskutiert.
    Franz Xaver

  • Hallo Hermann,
    nach ca. 200 Rahmen ist die Lauge ziemlich gesättigt, ich entsorge sie über die Kanaliesierung, ist weniger belastend, als 3 mal Wäsche waschen!


    Hallo Peter sh
    laß die Finger davon. In der Zeit der artgerechten Völkerführung sollen die Bienen selbst bauen. Schon die normale Mittelwand ist unnatürlich genug, da können sich die Bienen aber evt. Drohnenbau errichten, Löcher zum durchlaufen oder für Schwarmzellen Öffnen usw.
    Das ist meine Ansicht.
    Grüße Peter

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.

  • hallo zusammen
    hallo peter


    meine letzte noch unverbindliche planung ist:
    im honigraum die kunststoffwabe
    im brutraum rähmchen mit mittelwänden
    unter dem brutraum eine zarge mit leerrähmchen als bau- bzw. drohnenwabe (wie von werner schundau in "so imkern wir in der segeberger kunststoff-magazinbeute" beschrieben)
    ich denke die nordwabe ist, wenn sie gewachst, mit einer wachsmittelwand zu vergleichen.
    ich lass mich aber gern belehren, da ich ja noch absoluter theoretiker mit etwas wissen aus büchern und dem forum bin.



    zum forum:
    ich freue mich dieses forum gefunden zu haben und lese alle beiträge (gemailt, kommt gut).
    nur meine ich das der eine oder andere vielleich erst mal luft holen sollte bevor er (sie) in die tasten haut.
    jeder hat seine meinung, die er akzeptiert haben möchte
    dann soll er aber auch mit anderen meinungen so umgehen
    und diese imker nicht als klugsch... bezeichnen.
    zu dem sollten erfahrene imker nicht mit ihrem wissen im stillen kämmerlein bleiben (mitnehmen kann es keiner)
    entschuldigung
    aber diese erkenntnis ist mir grad wieder vor augen geführt worden :cry:


    viele grüße von
    peter sh

  • Hallo Peter SH,


    ich habe die Nordwabe vor Jahren bei einem Imkerkollegen in der Holstein.Schweiz kennen gelernt. Da er sehr zufrieden damit war, habe ich es auch probiert. Allerdings fielen bei mir die Ergebnisse doch recht recht dürftlig aus. Viele wurden nicht richtig ausgebaut, andere gegen Ende des Bienenjahres wieder abgeschrotet. Ergo:
    Ich bin wieder weg davon. Aber natürlich sei es dir unbenommen, damit zu arbeiten. Ich finde die Lösung, sie als Dauerhonigraumwabe benützen zu wollen absolut ok.



    Grüsse aus dem Südwesten



    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Liebe Imkerfreunde,


    ich habe diese Waben jetzt seit ein paar Jahren und bin mit zufrieden. Sie müssen aber gut bewachst sein, damit sie gleichmäßig ausgebaut werden. Beim Schleudern zerbrechen sie nicht! Bei Wachswaben im Brutraum ist ein Absperrgitter auch nicht unbedingt notwendig.


    Gruss FB

  • Friedhelm schrieb:

    .
    Beim Schleudern zerbrechen sie nicht! Bei Wachswaben im Brutraum ist ein Absperrgitter auch nicht unbedingt notwendig.


    Gruss FB


    Hallo Frieder, Hallo Miteinander,
    ich war einmal ein starker Befürworter der Nordwabe, als ich anfing mit
    ihnen zu arbeiten, mittlerweile habe ich nach 3 Jahren fast alle entsorgt,
    da sie wirklich keinen einzigen Vorteil bringen, außer, dass man ohne Gefühl
    die Schleuder laufen lassen kann, aber ich habe mit einem unbebrüteten Holzrähmchen
    auch keine Probleme.


    1. Wenn sie bebrütet oder mit Pollen belegt sind, kann man sie nicht mehr
    reinigen, was habe ich alles probiert, Hochdruckreiniger, Ätznatron,
    Spachtel, geht alles nicht gut, ist ne Sch..arbeit.


    2. Werden Sie bei weiten nicht so gut, trotz Bewachsung, falls die Bienen
    die Wahl haben, ausgebaut. Auch die Qualität des Ausbaus ist viel
    schlechter!


    3. Liegt man sie in den Sonnenwachsschmelzer kommt nur noch ein deformiertes
    Rähmchen zum Vorschein, d. h. jede Wabe mit der Spachtel abkratzen.


    4. Die Überwinterung ist m. E. problematischer, da die Bienen in die Wabe
    keine Schlüpflöcher reinbeissen konnen, d. h. Sie müssen immer um die Wabe
    rumgehen, sollte es mal sehr sehr kalt sein, ist das ein entscheidender
    Nachteil.


    5: Holz ist in der Imkerei ökologischer als Kunststoff, man würde sich
    umsonst um das Öko oder Biosiegel mit Kunststoffwaben bemühen.


    6. Es belastet beim Entsorgen die Umwelt


    Für mich sind das sechs entscheidende Punke, die mit wieder zu Holz zurückkehren ließen.

  • Hallo Franz Xaver ;-)


    bis jetzt habe ich noch nie ernsthaft dran gedacht, künstliche Mittelwände zu verwenden; trotzdem danke für deinen Erfahrungsbericht. Die Lehre, die ich daraus ziehe: abwarten bis es die Bienen gibt, die diese Waben selbst abschroten und neu bewachsen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)