Varroabehandlung von Ablegern

  • Hallo Imkerkolegen !


    Einige meiner später gebildeten Ableger (Segeb. Beuten, DN, Buckfast) habe ich jetzt noch eine zweite Zarge gegeben (großflächig Brut auf 8-9 Waben) damit sie sich bei stetiger Fütterung noch kräftig weiterentwickeln können. Nun steht aber für die Ableger auch die AS Behandlung an (bei den einzargigen mit Schwammtuch von oben ist klar), wie gehe ich aber bei den gerade erweiterten Völern vor welche den zweiten Raum (noch) nicht ausreichend besetzen. Könnte mir vorstellen das es da mit der Verdunstung (Wirkung) nicht so toll läuft....
    Bietet sich in diesem Fall die Behandlung mit Bienenwohl an ?


    Beste Grüße Frank


    http://www.imkerei-osterloh.de

  • Zitat

    Bietet sich in diesem Fall die Behandlung mit Bienenwohl an ?


    Hallo Frank,


    falls Du das flüssige Bienenwohl meinst, wird eine Behandlung im Augenblick wohl nichts bringen. Der Wirkstoff, die Oxalsäure, wirkt nicht in die Brut hinein. Aber gerade dort hält sich im Augenblick die überwiegende Anzahl der Milben auf.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo Frank,


    wie aus Ulrichs Antwort hervorgeht, gibt es in der Brutzeit kaum eine Alternative zur Ameisensäure. Also weiter mit deinem Schwammtuch unter Berücksichtigung des jetzt größeren Rauminhalts deiner Beuten, damit die AS-Konzentration genügend hoch ist.
    Wenn du bisher die AS-Menge nach der Wabenzahl berechnet hast (für DN 2 bis 2,5 ml), zähle die Waben des Aufsatzes dazu; bzw. wenn beide Zargen gleich groß sind, die Menge verdoppeln.
    Besonders bei der Anwendung von oben kommen die AS-Dämpfe überall hin da sie schwerer als Luft sind und nach unten sinken.


    Nochmal zur Erinnerung für alle Ameisensäure-Anwender:
    tiefgekühlt (zum Außenstand mit der Kühltasche) ist sie bienenfreundlicher!


    Viele Grüße
    Frieder

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Zitat


    Frieder Hummel schrieb am 2002-08-05 10:00 :


    Nochmal zur Erinnerung für alle Ameisensäure-Anwender:
    tiefgekühlt (zum Außenstand mit der Kühltasche) ist sie bienenfreundlicher!


    Ich denke, es war richtig gemeint. Trotzdem noch einmal der Hinweis für alle "Ameisensäure-Anfänger": Die Säure gut kühlen, aber nicht "einfrieren", ansonsten trennt man den Inhalt der Flasche in gefrorenes Wasser und hochprozentige Ameisensäure auf.


    Grüße


    Ulrich

  • Zitat


    Frank Osterloh schrieb am 2002-08-05 08:13 :
    Hallo Ulrich !


    Das mit dem Bienenwohl war nur so eine Idee von mir, kenne das Produkt außschließlich vom erzählen von Imkerkolegen. Hoffe dem einen oder anderen fällt noch etwas ein....?


    Hallo Frank,


    es gibt zwar mittlerweile mit Oxalsäure getränkte Tücher, etc., die man zum Zerschroten in das Volk geben kann. Allerdings sind diese Mittel (noch) nicht zugelassen, sie befinden sich noch in der Erprobungsphase.


    Unbesetzte Wabengassen sind bei der Ameisensäurebehandlung in der Tat problematisch. Es bringt zwar etwas mehr Aufwand mit sich, aber eventuell ist es sinnvoll, das Volk vor der Behandlung mit Schieden, etc. einzuengen.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo Frank


    Ich arbeite auch mit Segeberger Beuten DNM
    allerdings mit Carnica.
    Meine Ableger ein-o.zweizargig behandel ich
    mit 60 % iger AS 25ml Schw.Tuch v.oben,auch die 2.u.o.3. Behandlung.
    Zum Gewöhnen behandele ich grundsätzlich alle
    meine Schatzis als erstes mit 60%iger AS.
    Nach dem Fertigfuttern kommt die Krämerplatte
    mit 80 %.
    Ich mache es schon einige Jahre so und es ist
    mir und meinen Schatzis gut bekommen.


    Viele Grüsse
    Margret