Bauen lassen beim Einfüttern?

  • Hallo Zusammen! Nach langer berufsbedingter Beschränkung auf das Mitlesen melde ich mich mal wieder mit einer Frage.


    Ich habe ein Volk auf einer Zarge (Segeberger, 11 W DN), daß vor 1,5 Monaten eine neue Königin aus Mayen bekommen hat. Am Rand sind noch zwei relativ dunkle Waben.


    Meine Frage: Macht es Sinn, die Waben jetzt für den Sonnenwachsschmelzer rauszunehmen und dafür in Brutnestnähe zwei Mittelwände einzuhängen, wenn ich jetzt auffüttere? Werden die Waben bei Einfütterung noch gut ausgebaut? Stört es bei der Überwinterung(unbebrütete Waben, Kältebrücke?) Gäbe es Probleme bei der Einlagerung des Winterfutters in dem einzargigen Volk (Abreißen der Futterkette im Winter? Zu starke einschränkung des Brutnestes?) Würdet ihre eher empfehlen, die beiden Waben am Rand zu lassen und erst im Frühjahr auszusortieren?


    Vielen Dank im Voraus.

  • Also, ich wollte die Nachricht nicht anonym posten. Ich dachte, ich wäre eingeloggt.


    Ich freue mich auf Antworten.


    Apis (= Martin Wölk)

  • Hallo Martin,


    du kannst die beiden Randwaben raus nehmen und Mittelwände an dieselbe Stelle hängen. Gleich dünnflüssig füttern bis beide ausgebaut sind (Zuckerlösung 1:1 oder Apiinvert + Wasser 1:1). Damit sind alle deine Probleme gelöst :wink:
    Anschließend kannst auch dickflüssig auffüttern.


    Viele Grüße
    Frieder

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo,


    Antwort:
    Die Königin hat eine große Affinität zu den dunklen Waben.


    Das sowieso enge Nest noch zusätzlich zu beschränken finde ich nicht gut.
    Man kann diese “relaltiv dunklen“ Waben in die Mitte stellen. Die Königin wird sich freuen.
    Mit dem Füttern mußen Sie sehr vorsichtig sein.
    Die Bienen können doch unerwartet etwas finden und das Nest völlig für die Königin blockieren. Was nützen Ihnen volle Futterwaben ohne Bienen?
    Mfg
    Imkerfreund

  • Besten Dank für die Antworten.
    Ich werde es so machen wie von Frieder vorgeschlagen, also die Altwaben raus und Mittelwände sogar nach außen. Mal sehen, was die Mädels damit machen. Notfalls überwintern sie halt auf 9 Waben. Ich will die alten Dinger wirklich so schnell wie möglich loswerden, da bei uns in der Nähe wieder die Faulbrut ist und ich daher noch mehr Wert auf Wabenerneuerung, Beutendesinfektion etc. lege. Aber auch die Erinnerung, bei einem engen Volk nur langsam einzufüttern, um das Brutnest nicht zu schnell einzuschränken, war hilfreich.
    Nochmals danke.
    Apis

  • Moin Moin zusammen
    Zu diesem Thema eine Frage.
    Kann ich bei beginnender Auffüterung eine Zarge mit Mittelwänden untersetzen/aufsetzen und wird diese ausgebaut? Welches Mischungsverhältniss muß gefüttert werden?

  • Hallo Frido,


    du kannst eine Zarge mit Mittelwänden aufsetzen; wenn unten keine freien Zellen mehr sind, beginnt mit der Fütterung der Ausbau.
    Voraussetzung wie oben: dünnflüssiger, nicht unterbrochener Futterstrom (Zuckerlösung 1:1; oder Apiinvert + Wasser geht auch 3:2 ).
    Durch die dünnflüssige Fütterung geht die Königin verstärkt in Eiablage, evtl. auch in den neuen Waben.
    Es kann es vorkommen dass die Mittelwände nicht symmetrisch ausgebaut werden, deshalb nach ca.10 Tagen kontrollieren: Futterwaben bei Kaltbau nach aussen, (bei Warmbau nach hinten) anschließend die weniger ausgebauten Mittelwände; Brut falls vorhanden in die Mitte (bzw. nach vorn).


    Viele Grüße
    Frieder

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


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