Demo Jahreshauptversammlung BAYER 2019

  • Hallo zusammen,

    da es im Forum noch nirgendwo zu finden ist, möchte ich an die diesjährige Jahreshauptversammlung von BAYER an DIESEM FREITAG, den 26. April 2019 in Bonn erinnern.

    https://berufsimker.net/veranstaltungen/demo-vor-der-bayer-hauptversammlung/


    Der DBIB macht Politik für alle Imker und wir sollten (soweit machbar) nicht nur den DBIB in der Sache unterstützen, sondern auch und insbesondere unsere eigenen Interessen vertreten - laut, rauchstark und in weiß.


    Auf geht's!

    Gruß Florian

  • Na, Bayer ist doch aktuell geradezu bemitleidenswert.

    Denen ist die Übernahme von Monsanto so auf die Füße gefallen, dass uns kaum etwas anderes bleibt als Häme.

    Was das deutsche Umweltrecht nicht schafft, geht mit us-amerikanischem Haftungsrecht.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • mmmhhh, der führt ganz schöön Krieg, einer gegen alle.

    auch

    Ein Schelm der glaubt das Irak böser als böse ist, schließlich will Trump ja sein Gas und Öl verkaufen, auch

    darum ist das Rohr der Russen ein riesiges No GO

    etc.


    sicher OT, sorry

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • und in weiß

    Sag mal, willst Du da ne Massenhochzeit organisieren? :)

  • Die HV bei Bayer dürfte wohl in diesem Jahr speziell werden und dabei die üblichen "Formalien" in den Hintergrund rücken.


    "Die Geister die sie riefen..." bereiten der Unternehmensleitung nun massive Kopfschmerzen; denn ein schneller Ausweg und Planungssicherheit, den die Investoren erwarten, gibt es derzeit nicht.


    Nicht mal Rückstellungen für die anstehenden ca. 11.000 anhängigen Klagen gg. Glyphosat sind gebildet worden; nur für evt. Anwaltskosten, wird kolportiert. Das dürften keine "peanuts" sein.


    Ob die Strategie "Pflanzenschutz und Sortenbindung" am Ende das einbringt, was man sich erhofft hatte, ist zweifelhaft. Es gibt jedenfalls mehrere Verlierer - die Natur an sich und damit die Bienen, die Mitarbeiter des Unternehmens (Personalabbau ist ja schon angekündigt), die Investoren (Aktienkurs halbiert) und sicher noch einige mehr, die direkt oder indirekt damit in Vbdg. stehen.


    Aus meiner Sicht ein Beispiel, wie sehr sich Strategie und Realität unterscheiden. Das führt kaum zu einem guten Ergebnis.

  • Wenn wir Bayer dann endlich vom Markt haben, wird alles gut, oder wie? Was für eine Hexenjagd. Ich finde, es nimmt schnell groteske Züge an, wenn persönliche Rache im Vordergrund steht. Und so sieht das für mich aus. Sorry.


    Die eigentlichen 'Gegner', wenn überhaupt, sind doch Politik und Gesellschaft. Uuups, das sind ja wir selber!? Ja dann: auf zur Bayer-Demo!!! Fröhliches Halali!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ...Denen ist die Übernahme von Monsanto so auf die Füße gefallen...

    Das Problem sollte kaum einem voher nicht erkennbar gewesen sein.
    So fragt es sich, was/wer hat die Geschichte dennoch/warum durchgezogen?

    Gruß Manne


    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Manne ()

  • Die eigentlichen 'Gegner', wenn überhaupt, sind doch Politik und Gesellschaft. Uuups, das sind ja wir selber!?

    Irgendwie bin ich selbst nicht der Gegner, weil ich kein Glyphosat verwende. Ich bin auch nicht "die Politik" und nicht "die Gesellschaft"!

    So zu argumentieren ist schon deswegen falsch, weil "die Politik" aus vielen Akteuren mit zum Teil sehr unterschiedlichen Interessen besteht. Die Gesellschaft sowie. Ich habe unsere niedliche Bundesfleisch- und Wurstministerin noch nicht mal gewählt.


    Was spricht dagegen, einen Hersteller auf's Korn zu nehmen, der Produkte vertreibt, die wir nicht angewendet sehen wollen?

    Wir müssen nicht immer auf "die Politik" warten. Abgesehen davon sind solch große Unternehmen natürlich auch politische Akteure.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich bin auch nicht "die Politik" und nicht "die Gesellschaft"! (...) Was spricht dagegen, einen Hersteller auf's Korn zu nehmen, der Produkte vertreibt, die wir nicht angewendet sehen wollen?

    Natürlich bist Du als Teilmenge 'die Gesellschaft' und als Wähler auch Teil der Politik. Die Verantwortung kannst Du doch nicht ablegen, indem Du sagst, ICH hab die aber nicht gewählt!? Was'n das für ein Politikverständnis!?


    Und zum Hersteller, von Produkten, die ich nicht angewendet sehen möchte: vom gleichen Hersteller stammt auch die Chemotherapie, auf Grund dessen Muttern noch lebt, gesund & munter; vor 30 Jahren wäre sie gestorben. Nennen wir es also zumindest ambivalent.


    Ich tu mich schwer mit Populismus. Auf Bayer einkloppen ist mir halt suspekt, weil es aktuell alle machen. Das Problem ist aber nicht genau Bayer, sondern systemisch. Nimm Bayer raus, und wer anders füllt die Lücke. Deswegen halte ich es PR technisch für eine Glanzleistung, alle Kritik auf Bayer zu bündeln. Also jedenfalls, wenn ich ein Mitbewerber wäre.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich finde den Ansatz gegen eine Privatfirma zu demonstrieren auch irgendwie komisch. Bayer bewegt sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (Zulassung, Schadensersatz...). Wogegen wird dann demonstriert?


    Die Initiative Bundestagspetition " Pestizidkontrolle" von Imkermeister Thomas Radetzki ist daher für mich konsequenter und logischer. Aber wie es aussieht, schafft die Initiative das Quorum nicht. Und selbst, wenn dieses knapp erreicht wird, wird kein lauter Weckruf ausgesendet!


    Grüße vom Apidät

  • Ich komme da einfach nicht mit:

    1. Wenn ich gegen Bayer demonstriere, übernehme ich politische Verantwortung. Verwortunglos handelt, wer sich politisch nicht engagiert.

    2. Ich muss nicht gegen ein Zytostatikum sein, das Bayer herstellt, wenn ich gegen Glyphosat bin.


    Ich gehe mal davon aus, dass die Demontranten nicht fordern, die Fabriken von Bayer anzuzünden, sondern differenziertere Forderungen stellen (z.B. zu Glyphosat und Gentechnik).


    Populistisch argumentierst übrigens Du, wenn du hier nicht differenziert. Das gehört zur üblichen Strategie von Populisten: Erst mal die Argumente der Gegner zu verfälschen, um sie dann zu diffamieren.


    Dein Argument, "wenn die es nicht machen, machen es andere", ist auch nicht schlüssiger. Es geht noch nicht nur um Bayer. Aber natürlich wir müssen die Akteure benennen und öffentlich angreifen. Dann wird auch kein anderer Ähnliches versuchen.


    In der Summe argumentierst Du übrigens zutiefst unpolitisch.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)