Hinterbearbeitungsbeute aufstocken

  • Hallo an alle

    Ich werde im nächsten Jahr einen Imkerkurs machen und freu mich sehr.Nun haben fünf alte HBB bei mir Einzug gehalten und ich möchte sie Aufstocken und brauche euren Rat :reichen drei Stockwerke oder besser vier Etagen ,

    Ich habe sie innen gesäubert und abgeschliffen, mit dem Heißluftfön abgeflammt und mit Naoh ausgewaschen,ist diese Desinfektion Maßnahme ausreichend?

    Und die tausend anderen Fragen,kommen Stückweise.. bis zum Kurs 2020 ist noch so lange!

    Da man ja gerne weiß mit wem man es zu tun hat kurz BESCHREIBUNG:

    Ich komme aus dem Saarland bin 45 Jahre alt und glücklich verheiratet,habe drei Erwachsene Söhne ,und Hund und Katze..

    Lg:)

  • Hallo Absoluterbeginner , willkommen im Forum, welches Wabenmaß haben Deine HBB? Wenn Du Dein Profil anlegst, könnte man dort nachsehen. Meine Erfahrungen dieser Art habe ich mit Dreietagern DNM vor 30 Jahren gemacht. Da passten insgesamt 3 x 12 Waben im Warmbau rein, das reichte bei meinen Trachtverhältnissen sowie zur Brutdistanzierung bzw. Zwischenableger. VG

  • Mit dem Profil Kämpfe ich noch...aber ich habe Deutsch Normal Maß mit Bees Space sollten 11 Rähmchen in eine Etage passen. die Beuten haben die Rähmchen quer zum Flugloch und einen Auszug.

    Zu denTrachtverhältnisse kann ich wenig sagen,da ich noch nie bewußt darauf geachtet habe.

    Die Beuten kommen hinters Haus dort gibt es Streuobstwiesen,Haselhecken, viel Holunder Wiese,Und einige Große Fichten,Brombeer und Obststräucher sind im Garten und kleinere Felder mit wechselnder

    Frucht im Nahen Umfeld

    Lg

  • Absoluterbeginner , dann hast Du sicher „Blätterstock“ der hat Kaltbau. Wenn Du erst mit der Imkerei beginnst, empfehle ich lass die Kisten erst mal wie sie sind, vielleicht entscheidest Du Dich nach einiger Zeit für das Arbeiten mit Magazinen, z.B. Segeberger, die haben das gleiche Maß und da ist der Blätterstock dann weiterhin eine Ergänzung. VG

  • Hallo Absoluterbeginner,


    ich habe nach meinem Imkerkurs mit Langstroth Magazinen angefangen und ein Jahr danach ein Bienenhaus mit Normbeute 52 (das sind die DDR Hinterbehandlungsbeuten) in DNM übernommen. Auch ich stand vor der Frage wie ich sie erweitere, da 2 Etagen bei guter Tracht sehr eng sind und eine sehr engmaschige Kontrolle der Völker erfordern, die ich berufsbedingt nicht immer gewährleisten kann.

    Ein alter Imker mit Bienenwagen hat mir dann eine sehr einfache Lösung gezeigt. Er hat die Beuten übereinander stehend verschraubt, in die Decke der unteren Beute und in den Boden der oberen Beute ein rechteckiges Loch gesägt, sodass er ein Absperrgitter einlegen kann. Das untere Loch ist kleiner als das obere, sodass das Absperrgitter aufliegen kann. Im Winter wird das Loch dann mit einer Sperrholzplatte abgedeckt und auf 2 Etagen überwintert.

    Im letzten Jahr hab ich das auch ausprobiert und gute Erfahrungen damit gemacht obwohl der Beespace nicht eingehalten ist. Hier hatte ich je nach Volk dann mehr oder weniger Wildbau, der aber unproblematisch war. Auch bin ich im letzten Jahr mit 3 Etagen ausgekommen und habe die 4. Etage nicht freigegeben.


    Hinsichtlich Desinfektion habe ich die alten Beuten erst ausgekratzt und dann mit einem Gasbrenner innen abgeflammt. Äußerlich habe ich sie geschliffen und nur die Wanderblenden gestrichen.


    Da ich ja aus eigener Erfahrung das kribbeln kenne, würde ich trotzdem nicht ohne Imkerkurs oder ohne Begleitung durch einen "Imkerpaten" mit der Imkerei anfangen. Das hat in meinem Kollegenkreis in den letzten Jahren schon zu vielen Totalverlusten geführt.


    Um der bestimmt folgenden Diskussion hinsichtlich Magazinbeuten und Hinterbehandlungsbeuten vorzugreifen, Magazin geht schnell, ist modern aber man muss oft schwer heben, Hinterbehandlungsbeute ist viel zeitaufwändiger, man braucht einen Wetterschutz für die Beuten aber man muss nicht schwer heben und es gibt ein Fenster zum Bienen anschauen...

    LG.

  • Hallo Absoluterbeginner,


    In deinen Blätterstock sollten 12 Rähmchen pro Ebene passen. Die von reisejens beschriebene Erweiterung nach oben kannst du übernehmen. Der Beespace muss evtl. noch angepasst werden. Je nach dem wie du Imkern willst, musst du auch nicht erweitern. 12 Rähmchen DNM reichen als Brutraum aus. Volle Honigwaben kannst du einzeln entnehmen und dann direkt schleudern. Ist halt ein riesiger Zeitaufwand. Wenn du erweiterst, dann auf 4 Etagen. Du bist damit flexiber Aufgestellt. 1 Volk, 1 Brutraum bis zu 3 Honigräume; 1 Volk, 2 Bruträume bis zu 2 Honigräume. 2 Völker mit einem Brutraum und einem Honigraum, 2 Völker, 1 Volk mit 2 Bruträumen und 1 Honigraum und abgetrennt ein Ableger im Aufbau auf einer Ebene und zuletzt eine 2 Königinnen Betriebsweise wäre auch möglich. Also jede Menge an anfänglich verwirrende Möglichkeiten. Zur Zeit habe ich Völker auf einem und auf 2 Bruträumen 12 Waben DNM- Magazinen. Wenn du wenn du zum Vergleich mal schauen möchtest.


    Viele Grüße


    Christian

    Nur wenn Du weißt was Du willst, kannst Du tun was Du willst. (Moshe Feldenkrais)

  • Vielen Dank für eure Ratschläge,ich werde die Beuten dann einfach aufeinanderstellen,und so vorbereiten ,wie beschrieben.Das ist ja wirklich sehr flexibel dann.

    Den Arbeitsschritt mit der Natronlauge spar ich mir dann,um den Verseifungsprozess in Gang zu setzten müsste sie viel höher sein wie angegeben, in der Anleitung,die ich gefunden habe.

    Und nochmals Danke für den Rat sich zu gedulden,ja es fällt schwer,aber ich bin jemand der nur durch Tun lernt, und so muss ich warten bis der Kurs beginnt und bis dahin wollen die Beuten hergerichtet werden,und das ehemalige Hühnerhaus frisch gestrichen und mit einem neuen Boden ausgerüstet werden und ein Bekannter hat angeboten,das ich ihn zu seinen Bienen begleiten darf...

  • Hallo Absoluterbeginner,


    das ist ja schön zu hören. Auch ich habe im letzten Jahr mit 2 übereinander gestapelten HBBs geimkert. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hatte das Gefühl, die Vorteile beider Welten miteinander zu vereinen.


    Lediglich der Übergang von Beute zu Beute war etwas zu groß, so dass es dort immer Wildbau gegeben hat.


    Die obere Beute wurde jeweils sehr gut angenommen und ich hatte keine Probleme damit. Die Öffnung habe ich damals relativ groß gewählt, später sagte man mir, dass eine Größe von 20x20cm auch ausgereicht hätte.


    Die Beuten habe ich genau wie Du behandelt - also säubern und ordentlich ausflammen.


    Falls Du Bilder der doppelten Beute benötigst, dann schau auf meiner Seite - da sind recht viele zu finden.


    Viel Spaß und Erfolg beim Imkern.

    VG,

    DerWiesenimker

  • Einen tollen und informativen Blog hast du da!

    Hast du alle vier Etagen gebraucht?

    Ich bin so kurz entweder muss ich beim vierten Stock aufs Höckerchen,oder beim ersten Stock auf die Knie.und überlege ob nicht doch drei Etagen ausreichen würden,dann könnte ich auch den Zwischenraum zwischen zweitem und dritten Stock besser anpassen,von der Höhe her.

    LG aus dem Saarland

  • Hallo Absoluterbeginner,


    :-) ich auch - bin auch nicht der Größte.

    Letztendlich war die Aufteilung:

    - ganz unten Brutraum

    - 2./3.Etage Honigraum (erst nur die 2.Etage freigegeben, dann später die 3.)


    Die 4.Etage habe ich als Ablegerraum verwendet - das war toll. Unten das Hauptvolk und oben wurde ein Ableger einlogiert. Der benötigt ja relativ wenig Platz, da reicht 1 Etage aus.


    Um die große Distanz zwischen den beiden Beuten zu überbrücken kann man auch Holzleisten auf einem Gestell einlegen - dann krabbeln die Bienen durch bis hoch. Das dient dann als Bausperre. Das habe ich aber nicht gebaut - da fehlte mir die Zeit :-(


    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.