Bienenschwarm auf dem Dachboden eingezogen

  • Moin,


    Ostersonntag als ich zu Besuch bei meinen Eltern war ist ein Schwarm Bienen auf dem Dachboden eingezogen.

    Ein sehr faszinierendes Spektakel, das habe ich noch nie in meinem Leben erlebt =O


    Wir haben natürlich direkt einen Imker angerufen, zum einfangen war es jedoch schon zu spät.
    Die Bienen waren, als der Imker da war, bereits im Mauerwerk verschwunden und haben sich hinter der Dämmung des Daches eingenistet.


    Als ich gestern mal auf dem Dachboden geschaut hab kamen mir auch dort jedoch schon einige Bienen entgegen und es lagen auch schon hunderte Tote Bienen unter einer Dachluke :(
    Der Dachboden scheint eine Todesfalle für die Bienen zu sein. Vermutlich weil durch das Dachfenster Licht hineinkommt.
    Unter dem Fenster lagen auch die toten Bienen. Die Lebenden habe ich durch öffnen des Fensters befreit. Ob sie trotz dem nachhause finden weis ich nicht... Die eigentliche Öffnung ist auf der anderen Seite des Dachbodens.

    Ich habe das Fenster nun erstmal abgeklebt damit dort kein Licht hinein kommt, in der Hoffnung die Bienen verirren sich nicht mehr dahin.


    Mir stellt sich nun die Frage ob ich sonst noch irgendwas für die neuen faszinierenden Untermieter tun kann damit sie sich wohl fühlen :)

    Mir ist bewusst das sie wahrscheinlich den Winter nicht überleben werden, da sie ja nicht gegen die Milbe behandelt werden. Aber trotz dem soll es ihnen wenigstens dieses eine Jahr möglichst gut gehen. Futter & Wasser werden sie denke ich genug finden. Es gibt zahlreiche Bäume, einen Gartenteich mit Seerosen an dem trinken können und auch zahlreiche weitere blühende Pflanzen das ganze Jahr über.


    Auf jeden Fall scheint es ein nettes Völkchen zu sein. Ich konnte mich im Schwarm und auf dem Dachboden bewegen ohne das sie sich an mir gestört gefühlt haben.

    Beim freilassen aus der Dachluke sind sie mir sogar über die Hand gekrabbelt :)


    Gruß

    Venice

  • Das mit der Dachluke hast du schon mal gut gemacht :)

    Was hat denn der Imker gesagt?


    Bienen selbst sind also im Mauerwerk?

    Wenn möglich versuche herauszufinden, wo die Bienen in den Dachboden reinkommen. Diese Ritze ggfs. verschließen, so daß sie nur direkt nach draußen fliegen können und nicht mehr im Dachboden um's Leben kommen.

    Wie warm wird denn der Dachboden?

  • Hi,


    der Imker hat nur gesagt das man da nicht ran kommt und sie nun da wohnen und man sie am besten da lässt wo sie nun sind.


    Die Bienen haben ihr Flugloch an einem Holzbalken vom Dach (Giebelseite), dort scheint eine Öffnung in

    Richtung Dachboden zu sein (nicht direkt in den Dachboden rein, sondern vermutlich sitzen sie zwischen Dachpfannen und Dämmung des Daches oder in einem Holraum der Dämmung und krabbeln von da durch das Dämmaterial Richtung Dachboden).

    Man hört es hinter der Dämmung, die zusätzlich mit einer Folie geschützt ist, auch ordentlich Summen. Abkleben wird schwierig da sind an allen Ecken Ritzen wo die durchkommen könnten.

    Der Boden selber wird ziemlich warm, unter den Ziegeln wird es denke ich etwas luftiger sein.



    Gruß

    Venice

  • Moin,


    Gestern wurde der Dachboden nochmal kontrolliert.

    Keine Biene mehr da.

    Das abkleben der Dachluke hat also etwas gebracht und sie nutzen nun ausschließlich ihren Haupteingang und fliegen nicht mehr in die Todesfalle.


    Gruß

    Venice

  • Ich gieße ein bisschen Wasser in den Wein und bezweifle, dass ein Dachstuhl mit Dämmung und Mauerwerk das richtige Zuhause für ein Bienenvolk ist.


    Die Bienen sind recht anpassungsfähig und kommen wahrscheinlich (eine Zeit lang) damit klar. Ob die Gebäudeeigentümer dauerhaft damit glücklich werden, da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe da von Wachsmotten verarbeitete Futterwaben vor meinem geistigen Auge...


    Grüße vom Apidät

  • Hi,


    mhh ja das es nicht unbedingt das Richtige zuhause für ein Bienenvolk ist ist mir klar.
    Mir wäre es auch lieber gewesen wenn wir den Schwarm schneller entdeckt hätten so das er gar nicht erst einzieht. Dann hätte er ein neues Zuhause beim Imker bekommen.


    Zu ändern ist es nun leider nicht mehr ohne das Volk zu töten oder den ganzen Dachboden auseinander zu nehmen. Ich kann ja Nichtmal mit 100%er Sicherheit sagen wo die Bienen sitzen. Ich höre es halt hinter der Dämmung summen.


    Was können denn Wachsmotte anrichten ?
    Klar die können im Volk schaden anrichten so das es nicht überlebt aber sonst?

    Das ist dann schade aber gehört ja auch ein wenig zur Natur.


    Die Bienen selber stören in keiner Weise und wenn sie nicht überleben wird die Öffnung auf jeden Fall zu gemacht.


    Gruß

    Venice


  • Sehr interessant, leider wohne ich zu weit weg um die Tiere regelmäßig zu beobachten.

    Die Beobachtung für das Forschungsprojekt ist gar nicht so aufwändig: nur 2 x im Jahr (im Frühjahr bis Ende April und im Herbst ca. September) den Fugbetrieb einschätzen in 5 Kategorien (stark bis kein Flugverkehr) und angeben, ob Pollenträgerinnen dabei sind.

  • Ich gieße ein bisschen Wasser in den Wein und bezweifle, dass ein Dachstuhl mit Dämmung und Mauerwerk das richtige Zuhause für ein Bienenvolk ist.


    Die Bienen sind recht anpassungsfähig und kommen wahrscheinlich (eine Zeit lang) damit klar. Ob die Gebäudeeigentümer dauerhaft damit glücklich werden, da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe da von Wachsmotten verarbeitete Futterwaben vor meinem geistigen Auge...


    Grüße vom Apidät

    Also das kann ich ganz entspannt verneinen - in einem gesunden Bienenvolk wird die Wachsmotte kein Problem. Stirbt das Volk im Winter ab, bleibt da nicht viel Honig zum Raussabbern. Habe bisher keinen einzigen Fall gehabt, wo "wilde" Bienenvölker ein Problem in Gebäuden geworden sind.


    M.


  • Sehr interessant, leider wohne ich zu weit weg um die Tiere regelmäßig zu beobachten.

    Die Beobachtung für das Forschungsprojekt ist gar nicht so aufwändig: nur 2 x im Jahr (im Frühjahr bis Ende April und im Herbst ca. September) den Fugbetrieb einschätzen in 5 Kategorien (stark bis kein Flugverkehr) und angeben, ob Pollenträgerinnen dabei sind.

    Na der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen. Ich denke das sollte realisierbar sein.


    Am Thema Bienen will ich dran bleiben, ich habe mir nun schon so einiges durchgelesen und auf Youtube angeschaut zum Thema Bienen und Imkerei.

    In meiner Stadt gibt es jedes Jahr einen kostenlosen Imker Kurs der über das ganze Jahr geht.


    Aber erst im nächsten Jahr, dieses Jahr ist leider schon voll.
    Daher beschränke ich mich 2019 auf Insekten gerechtere Pflanzen in meinem Garten.


    Gruß

    Venice

  • Ganz bisschen :P

    Ich habe mich vorher nie mit Bienen beschäftigt. Ich wusste das die in Völkern leben, ne Königin haben und irgendwie Pollen und Nektar sammeln.

    Nach dem der Schwarm eingezogen ist und ich in mitten des einfliegenden Schwarms stand konnte ich nicht anders als mich weiter einzulesen in das Thema 8o


    Ich muss nur irgendwie dann noch einen Ort für die Bienen finden. Mein Garten ist mit 30-40 qm leider etwas zu winzig.

    Ich befürchte das machen meine Nachbarn nicht mit wenn da ein summender Kasten mit vermeintlich "pieksigen" Tieren unter ihren Balkonen steht :D


    Aber ich habe ja noch Zeit, erstmal gibt es einen Kurs :)
    ich möchte nicht so jemand sein der sich einfach mal aus Jux nen Bienenvolk holt und es dann zu Grunde geht weil er nicht weis was er tut oder nach 2 Wochen keine Lust mehr hat sich drum zu kümmern. Das kann man bei anderen Hobbys so machen, aber nicht wenn es um Lebewesen geht :)

  • Nur mal so am Rade: Ein Imkerfreund hat ein paar Völker in einer KGA. Die Kästen stehen dicht am Zaun zum Nachbargarten. Monate nach einem Gespräch zu der Absicht, Bienenvölker auf zu stellen, wurde vorsichtig nachgefragt wo denn nun die Bienen bleiben. Sie wurden mehrere Wochen lang nicht bemerkt!

    Das ist nun 5 Jahre her und es gab keine Beschwerden.

    Wichtig: Freier Abflug!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?