Honigraum Anfängerfrage

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    Hallo zusammen,

    Wir imkern nun im ersten Wirtschaftsjahr und haben noch nicht so viel Erfahrung. Daher entschuldigt, falls ich vermeintlich einfache fragen stelle.

    Wir haben vor einer Woche nun den Honigraum und das Absperrgitter auf unsere Zanderbeuten gestellt. Die Völker sind sehr aktiv und stehen auf einer Streuobstwiese mit Apfel, kirsch usw.

    Heute haben wir den Honigraum kontrolliert. In allen Völkern sind lediglich eine Hand voll Bienen im Honigraum unterwegs. Gefühlt habe ich erwartet, dass da doch nach einer Woche etwas mehr los sein müsste? Die Trennwände sind auch noch unberührt. Ist das normal oder müssen wir noch was machen?


    Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe!

  • Arbeitest Du mit einer oder zwei Brutraumzargen?

    Wie sieht es dort aus? Ist dort viel Nektar eingelagert?

    Was meinst Du mit "Trennwänden"?

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo,


    also ich würde sagen, die Hauptsache ist jetzt - falls sie wirklich viel Tracht eintragen, weil die Obstwiese bei euch voll blüht - dass ihr kontrolliert, dass sie euch nicht den Brutraum vollknallen und dort genug Platz für ein Brutnest bleibt.


    Das wäre umso wichtiger, falls ihr mit einer Zarge Brutraum imkert. In dem Fall könntet ihr die Annahme des Honigraums beschleunigen und Platz im ggfs verhonigten Brutraum schaffen, indem ihr was hochhängt in den Honigraum.


    Bei zwei Bruträumen bestünde weniger die Gefahr, dass sie sich den Platz fürs Brutnest nehmen, aber wenn sie die Honigraum nicht so richtig annehmen und sich darunter im oberen Brutraum irgendwann mal zu viel verdeckeltes Futter befindet, dann steigen sie da evtl irgendwann mal nicht mehr so gern drüber, sprich Annahme des Honigraums bleibt vlt problematisch.


    Da ihr im ersten Jahr nur Mittelwände für den Honigraum haben dürftet, würdet ihr euch ggfls das Leben leichter machen, wenn ihr euch die Zusatzarbeit macht, jeweils etwas Brut aus dem Brutraum in den HR zu hängen und dann später bei Bedarf wieder umzuhängen. Vorausgesetzt es ist warm genug dafür bei euch!


    Aber so lange, wie beide Szenarien nicht grade bei euch eintreten, würde ich da jetzt erstmal nicht unruhig wegen werden, oder was meinen die anderen?


    Gruß

    M

  • Wir haben unten den Brutraum und oben drauf einen Honigraum. Im Brutraum befinden sich einige Futterwaben und einige brutwaben.

    Ist es denn nun sinnvoller einen Rahmen nach oben zu hängen oder gar einen zweiten Honigraum oben aufzusetzen?

  • Sind es Futter-oder Honigwaben im BR? Futterwaben vom letzten Winter müssen raus. Honigwaben kannst du umhängen. 2.HR.macht gar keinen Sinn. Erst müssen die den 1.annehmen.

    Schreib mal was zur Beute, füll dein Profil aus. Und wie groß ist das Volk?

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Aaalso...


    Etwas Honig, etwas Brut ist vlt etwas zu ungenau hingeguckt um entscheiden zu können ob die einfach noch etwas Zeit brauchen, oder vlt ein Problemchen bestehen könnte.


    Meine Empfehlung wäre es da mal genauer hinzugucken, oder sogar mal durchzuschätzen wieviel Bienen, wieviel Brut und wieviel Futter du drin hast.

    Je nachdem wie sie durch den Winter sind und wie sich bei euch die Tracht entwickelt, würde man schon erwarteb, dass da jetzt zumindet schon ordentlich große Brutnester sind. Wenn da vlt aber auch noch die Bienenmasse fehlt, oder Tracht, dann haben sie sicher anderes im Kopf, als dir den Honigraum auszubauen.


    Ein zweiter Honigraum, wenn sie den ersten schon nicht annehmen, macht für mich aber zumindest schonmal kein Sinn.

  • Hallo zusammen,

    Ich sehe schon, wir wissen derzeit zu wenig über die eigenen Bienenstöcke Bescheid. Wir haben vergangenes Jahr einen Kurs besucht. Leider haben wir dort nicht wirklich viel über das imkern gelernt - eher wie sich die "Lehrkräfte" mit ihren individuellen Meinungen gegenseitig versucht haben zu übertrumpfen.

    Um dieses mangelwissen zu beheben, habe ich mir "Imkern - Schritt für Schritt gekauft" das ist aber auch nur ein sehr überschaubarer Abriss über das Imkern. Falls mir jemand eine wirklich gute Literatur empfehlen kann, wäre ich sehr dankbar.

    Wir werden im Lauf der kommenden Woche Fotos aller Rähmchen machen und hier einstellen. Für eure Hilfe jetzt schon vielen Dank - leider sind wir derzeit nicht fähig die Bienen eigenständig zu führen.

    Viele Grüße!

  • Hi,


    das ist dann ja doof gelaufen mit dem Kurs.

    Habt ihr nicht evtl im lokalen Verein/oder sonst wo jemanden den ihr als Paten, oder wenigstens Spontanhilfe dazuholen könnt?

    Weil auch wenn der Kurs da war und es gute Bücher gäbe, bräuchtet ihr ja bald ne richtige Einschätzung, bzw jemanden der vlt auch regelmäßiger mal mitgucken könnte um euch das näher zu bringen.

    Wenn da jetzt insgesamt Unklarheit vorherrscht, was ihr da jetzt sehen wollt, ists ungünstig, vor allem für die Tierchen.

    Schnellste Spontanhilfe ist und bleibt dann jemand vor Ort. Unabhängig davon gibts denke ich auch keinen Grund zur Unruhe bei euch.


    Sucht auch mal nach ner strukturierten Darstellung der Betriebsart Zander mit einräumigen Brutraum im Internet, da findet ihr schon was. Womöglich sogar hier im Forum. ;)


    Hier findet ihr mal beschrieben, wie man grundsätzlich Völker durchschätzen kann, falls ihr das nicht schon kennt?

    Liebefelder Schätzmethode

    Betonung liegt auf schätzen... Sollte man auch keine Doktorarbeit draus machen finde ich.


    Muss man wohl jetzt auch garnicht so vollständig durchexerzieren, aber wenn ihr sichergehen wolltet, könnte man es so tun.

    Wichtig für euch wäre in erster Linie ja ob ihr wohmöglich zuviel Wabenfläche im Brutraum blockiert habt.


    Meiner Meinung nach wollt ihr im Idealfall etwa Folgendes sehen wenn ihr eure Beuten jetzt öffnet:


    Im Brutraum praktisch alle Gassen gut besetzt, Bienen quellen quasi oben aus dem Absperrgitter, sobald ihr den Honigraum abnehmt und nicht sofort Rauch draufgegeben habt.

    Von den 9/10 Zanderrähmchen im Brutraum, wollt ihr gerade eigentlich eher wenige komplett mit Futter blockiert haben. Die äußersten beiden als richtige Futterwaben würden locker reichen, denn damit blieben ja gut 4kg Futter im Volk, wobei sie ja auch Tracht vor der Haustür haben. Zuzüglich müsste man noch das ganze Futter an den Wabenrändern hinzurechnen.

    Ebensowenig müssten bei Tracht keine kompletten Waben mit Pollen im Brutraum rumhängen (Pollenbretter genannt).

    Wie oben schonmal geschrieben, sollten Waben mit Winterfutter eigentlich schon von euch entfernt worden sein.

    Sprich: Ihr wollt die Hütte voll mit Bienen haben und im Brutraum alle Stadien von Brut sehen, und zwar auf möglichst vielen Waben :)


    Wenn euer Brutraum so nicht aussieht, weil die Königin kein Platz hat/hatte zum Legen, dann wirds Zeit Platz zu schaffen.


    Aber es sind eben auch andere Sachen denkbar die das erklären könnten: Z.B. die Völker hinken in der Entwicklung einfach etwas hinterher, und obwohl sie genug Platz haben und Brüten, haben sie einfach noch nicht die Größe erreicht, sodass sie entsprechende Bauprojekte so schnell umsetzen wie du das teilweise lesen kannst bei anderen.

    Ebenso denkbar wäre es, dass die Tracht noch etwas hinterherhinkt und die eben einfach noch nicht soviel reinschleppen wie ihr vlt denkt.


    Also, schätzt mal ab, ob eure Völker stark sind und stellt sicher das sie ihren Brutraum zum Brüten nutzen können. Wenn beides schon gegeben ist, dann müsst ihr ihnen wahrscheinlich einfach noch etwas Zeit geben.

    Brüten und bauen verbrennt ne Menge Energie:)

  • Hallo zusammen,


    nun habe ich das erste unserer Völker inspiziert. Im Anhang habt ihr die Bilder der zehn Rahmen im Brutraum.

    Ich habe auch versucht, die Anzahl der Bienen abzuschätzen (acht Felder Methode) und komme auf etwa 6250 Bienen. Im Honigraum ist im Grunde nichts los.

    Was meint ihr?


    Könnt ihr mir ggf. zu den einzelnen Bildern sagen, was sich denn an Brutfläche, Pollenfläche und Futterfläche darauf befindet?

    Ich würde mich sehr über eure Antworten freuen!

  • Meine Einschätzung zum Zustand und der Entwicklung: Für die geringe Bienenmasse relativ viel Brut. Die Frühtracht wird es wahrscheinlich „verschlafen“, aber ist auf dem aufsteigenden Ast. Anordnung des Brutnestes passt und keine Krankheitssymptome erkennbar.