Dadant Beginn

  • Klar können Bienen auf Honig überwintern, hat halt Risiken und das muss einen bewusst sein.

    Zu Warre kann ich nichts sagen, hab ich mich nie mit beschäftigt. Wenn man extensive Imkern möchte bedeutet es das es deutlich Umständlicher ist wie intensiv. Macht aber Spaß!

  • Erstmal ein Lob, dass du wie auch andere sich mal eingestehen, von etwas keine Erfahrung zu haben. Wie ich vorher bereits mal angedeutet habe, habe ich immer wieder nur gehört warum manches nicht geht, ohne das der Imker jemals damit geimkert hat. Besonders im Verein.


    Die Hauptsache sollte ja Spaß sein. Etwas Honig nehme ich trotzdem gern.

  • Immenreiner : Sorry aber das verstehe ich nun nicht. Spaß ist nicht selten ein Antrieb ein Hobby zu betreiben. Und wenn dir die Imkerei keinen Spaß macht, verstehe ich nicht warum du sie betreibst. Helfen tut mir deine Aussage leider auch relativ wenig. Nicht böse gemeint aber wie viele Imker gibt es, welche keine Spaß an den Bienen haben? Vielleicht habe ich deine Aussage auch falsch verstanden?


    Grüße,

    schulle

  • rase : und in welcher Beute geht es am besten bzw. klappt es am häufigsten? Besonders vor dem Wissen, dass ich ein Anfänger bin.

    Ganz ehrliche Antwort? Ist völlig überbewertet ;)


    Nimm DD. Ist verfügbar, gibt gute Literatur dazu, ist wiederverkäuflich. Und dann in ganz kleinen Schritten los. Aber einer von den nächsten, nicht hinten anfangen. Bienen sind saugeil.


    Viel Erfolg!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mir haben von allen Bücher, 2 ganz gut geholfen und zwar „ Bienen Naturgemäß halten“ und „Natürlich Imkern in Großraumbeuten“ .

    Obwohl meine Imkerpatin Konventionell arbeitet und mein Imkergrundkurs genauso war, hat es mir immer geholfen. Man braucht nicht vor Ort jemand der es auch extensiv macht, man braucht jemanden der ein ein fundiertes Grundwissen mitgibt und ein in der Not beraten kann.

    Ich bin der Meinung das es Spaß machen muss, im Hobby wie in der Arbeit sonst muss man was anderes machen. Kann aber auch verstehen das erfahren Imker Angst haben das manche Anfänger es auf die leichten Schulter nehmen und ihre Verantwortung denn Bienen gegenüber unterschätzen.

  • ... Spaß ist nicht selten ein Antrieb ein Hobby zu betreiben. ... Vielleicht habe ich deine Aussage auch falsch verstanden?

    "Ist Bienenhaltung ein Hobby?"

    genau in diesem Wort "Hobby" liegt der Fehler. Ein Hobby ist z.B. Briefmarkensammeln, wenn ich Lust habe sammle ich, sortiere ich oder taxiere ich meine Marken. Wenn ich gerade keine Lust lasse ich sie im Schrank liegen.
    Bienen halten ist keine Hobby, auch nicht mit nur einem Volk. Das ist meine Kritik an der seit geraumer Zeit so beliebten Aufrufen zum Einfach-Imkern oder Bienenhaltung für Alle.


  • Ich kenne tatsächlich einen, der behauptet er hätte seit Jahren Bienen in der Bienenkiste und kommt super klar. Immer wenn ich da war, waren zu mindestens auch welche drin.

    Sind es auch immer die im Vorjahr eingewinterten?


    Oder sind es jedes Jahr neue Kunstschwärme aus Südeuropa?


    SCNR!


    Im Ernst:: Lerne doch erst mal die Grundlagen, mit einer vernünftigen Kiste. Miit DD bist Du doch schon mal auf einem guten Weg.


    Wenn Du erst mal begriffen hast, wie der Bien tickt, kannst Du Dich an die anspruchsvolleren Sachen (Naturbau, Überwinterung auf Honig, ohne ASG) trauen.


    Du würdest doch auch erst mal eine Grund-Ausbildung als KFZ-Mechaniker absolvieren, bevor Du Dich daran machst, einen Formel-1-Wagen zu konstruieren.

  • Du würdest doch auch erst mal eine Grund-Ausbildung als KFZ-Mechaniker absolvieren, bevor Du Dich daran machst, einen Formel-1-Wagen zu konstruieren.

    ...ich würde die Ausbildung aber nicht bei den Nutzfahrzeugen machen, wenn ich Rennwagen konstruieren möchte. Man sollte sein Handwerk solide lernen und zwar in dem Bereich, in dem man arbeiten möchte, nicht in irgendeinem anderen...


    Grüße Thanaidh

  • Hallo,

    das verstehe ich nicht ganz.

    In 2015 habe ich mit Bienen angefangen.

    2 Jahre vorher stand das bereits fest.

    Auch die Beute, nämlich die Warre.

    Anfängerkurse folgte im Winter / Frühjahr 2014 / 2015. Aber wenig beeindruckend, weil nichts zu meiner Beute und der Haltung von Bienen in dieser Beute.

    Im Mai war der erste Schwarm einlogiert und im Juni der dritte.

    Derzeit habe ich mich eingefuchst, kann mit den sehr differenzierten Gegebenheiten der jeweiligen Jahre umgehen. Und trotzdem gibt es Unsicherheiten. Auch bei anderen!! wie ich durchden Kontakt mit anderen Imkern weiß.

    Deshalb: Anfangen, doch vorher gut informieren!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • schulle Vielleicht können meine durchwachsenen Erfahrungen noch weitere Gedankenanstösse liefern. Ich habe mal mit ähnlichen Ideen begonnen, wie Du beginnen willst. Damals habe ich mir eine Bienenkiste zugelegt. Davon kann ich Dir nur dringend abraten. Als Anfänger ist man komplett überfordert damit, den wahren Zustand des Volkes beurteilen zu können, weil man sich die Waben nicht genau genug anschauen kann. Das ungünstige Format wird ab dem zweiten Jahr auch dem Volk selbst Probleme bereiten, aber darauf müssen wir hier ja nicht unbedingt eingehen. Es funktioniert, wenn das Volk und die Trachtsituation gut sind, aber das grenzt für einen Anfänger wirklich an Glücksspiel.


    Geblieben ist meine Freude an Naturbau. Aber auch das ist nicht ganz einfach, wenn man nicht weiss, wie ein Bienenvolk (in der Regel) so funktioniert. Was problemlos klappt, ist Folgendes: Einen schönen Schwarm in eine Kiste mit Anfangsstreifen einschlagen (oder einlaufen lassen – ein phantastisches Schauspiel!), flüssig füttern, wenn nicht gerade super Tracht ist, und sich nach zwei Wochen über wunderschönen Naturbau freuen. Ein Wort der Warnung: Frischer Naturbau ist sehr empfindlich! Am besten hebst Du zu Beginn die Rähmchen nur aus der Beute, ohne sie zu drehen oder zu wenden. Die Waben könnten sonst brechen. Ausserdem muss die Beute in der Waage stehen.


    Was definitiv nicht funktioniert: Einen Honigraum mit Anfangsstreifen aufsetzen. Ein Bienenvolk wächst nämlich nicht nach oben, sondern nach unten! Bei Warré werden deshalb neue Zargen nicht auf-, sondern untergesetzt. Nun könntest Du Dir sagen: Gut, ich hebe den Dadant-Brutraum hoch (viel Spass dabei!) und setze einen Honigraum unter. Das Volk wird dann im Honigraum Naturbau errichten, aber es wird den Honig zuoberst einlagern und den Neubau für die Brut verwenden. Wenn Du den Honigraum später aufsetzt, wirst Du das Brutnest horizontal halbieren. Auch nicht sehr wesensgemäss.


    Bestimmt kann man sich irgendwelche Tricks einfallen lassen, aber was ich sagen will: Fast jede Beute ist auf eine bestimmte Betriebsweise ausgerichtet; sie ist ein Werkzeug und muss bestimmungsgemäss verwendet werden. Wenn Du die Betriebsweise A mit der Beute B umsetzen willst, versuchst Du schlimmstenfalls, einen Nagel mit einem Schraubenzieher einzuschlagen, bildlich gesprochen. Für einen Anfänger ist es am einfachsten, eine bestehende Betriebsweise 1:1 zu übernehmen und dann langsam, Jahr für Jahr zu versuchen, gewisse Elemente mehr an die eigenen Vorstellungen anzupassen.


    Wenn Du beispielsweise bei Dadant im ersten Jahr Mittelwände für den Honigraum benutzt, hast Du anschliessend Leerwaben (nach dem Schleudern), mit denen Du die Bienen nochmals ein Jahr später «hochziehen» kannst. Dann kannst Du zusätzlich Anfangsstreifen verwenden, aus denen dann Naturbauwaben werden. So kannst Du später die MW-Waben entfernen. Geht aber nur mit der Schleuder, denn Du brauchst jedes Jahr wieder Leerwaben.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • swissmix : Danke für die Darlegung deines Weges. Ich stimme dir voll zu, dass man möglichst ein stimmiges System verfolgen sollte und nicht unendlich Sachen vermischen sollte.


    Die Frage dabei ist ja eben nur welches man ab besten wählt. Vielfach wird dabei zu Dadant geraten, so war ja auch mein Plan. Nur scheint es dann wieder schwierig mit meinen Ideen, weshalb ich ja den Schritt hierher gewagt habe. Damit soll verhindert werden, dass falsche Vorstellungen nachher dazu führen, dass es eben keinen Spaß macht.


    Grüße,

    schulle