Dadant Beginn

  • Hallo Uwe,


    den Faden habe ich sogar bereits gelesen und die Beute war damals meine erste Wahl. Warum ich davon immer weiter weggekommen bin, weiß ich gar nicht mehr so genau.


    Vielleicht beschäftige ich mich damit noch einmal.


    Dankeschön.

  • Und dann kommt da irgendwann doch ein HR drauf, über dem ASG. Und da wird's dann wieder absurd. Nimm doch DD, probier's aus, Naturbau, ohne Schied (um's ASG kommt man kaum rum, dazu ist die Kiste zu groß). Das wichtigste sind gesunde Bienen. Danach kommt laaaange nix. Dann der gesunde Imker. Danach, irgendwo am Horizont, Philosophie, 'Betriebsweisen', Bienenrasse, usw., je tiefer Du reinzoomst, desto aufregender und verwirrender. Mit Fokus starr auf 'wesensgemäß' kommst Du dagegen zwei, dreimal nicht über den ersten Winter und danach suchst Du Dir ein anderes Hobby.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Tatsächlich war die Einraumbeute das System, was ich am Anfang favorisiert habe. Durch vieles Lesen etc. bin ich davon komplett abgekommen. Wahrscheinlich aber auch, weil der Preis recht hoch ist. Was aber tatsächlich nicht das entscheidende sein soll. Zwischendurch ging es dann über Warre etc. zu Dadant.

  • Also ich weiss gar nicht warum das denn nicht gehen sollte? Dadant mit Naturwabenbau, ohne ASG und eigenem Honig im Winter - warum denn nicht? Gerade diese Großraumformate sind doch klasse für dieses Verfahren und ermöglichen dann jederzeit den Schwenk in die eine oder andere Richtung.


    Das Vorgehen, einen Schwarm ohne Schied bauen zu lassen und zwar mit Anfangsstreifen (oder bewachsten Anfangsleisten) klappt prima. Was nicht gut klappen wird, ist das mit dem HR - darum einfach weglassen und die Kiste komplett mit Rähmchen nutzen. Für den Eigengebrauch wird die eine oder andere Honigwabe im Dadant-Maß anfallen. Schleudern wirst Du das ja eh wohl kaum, sondern dann einfach samt Wabe verputzen.

    So lange die Kiste absolut in Waage steht, so dass sie lotrecht bauen, ist das doch alles kein Problem.


    Bitte nur nicht mit Bienenkiste oder Sonderformaten wie der Einraumbeute anfangen - wozu das denn? Ersteres erlaubt nicht die notwenigen Einsichten und letzteres ist einfach zu teuer. Das kann die Dadant-Kiste auch.


    Habe auch so angefangen (nur auf DN 1,5) und bin für mich da eher konventioneller geworden weil mich dann halt irgendwann dieser Zellenmix und die Empfindlichkeit der Waben genervt hat. Zudem wurden es mehr Völker und ich musste mehr Durchsichten in weniger Zeit schaffen - dann freut man sich über geschiedete Völker.....aber das muss bei Dir ja nicht genauso sein.


    Und das Überwintern auf eigenem Honig ist dann auch kein Problem.... finde das also absolut machbar!


    M.

  • Hymenoptera : Danke auch für deine Meinung, die ja nun durchaus davon ausgeht es doch so zu machen.


    Gerade weil jeder eine andere Sicht der Dinge hat, finde ich öffentliche Diskussionen gut. Im Verein wie gesagt beteiligten sich jedoch nur Kollegen, welche zwar alles wussten es aber nie probiert hatten sondern es mehr oder minder einschätzten. Das hilft mir leider nicht so recht.


    Da ich durchaus auch davon ausgehe, dass andere Neuimker sich die gleichen Fragen stellen könnten, denke ich, dass dieser Thread durchaus auch später noch einmal hilfreich seien könnte.

  • schulle

    Dein geplantes Vorgehen ist wirklich nicht so originell dass man sich da Sorgen machen muss. Mittelwände sind keine Pflicht; HR ist das auch nicht. Hätte ich keine Bedenken. Entscheiden musst aber am Ende Du und wie Du siehst: auch hier viele Debatten und konträre Meinungen.

    Gut wäre halt, wenn Du imkerliche Anbindung hättest und jemand bereit ist, Dir wenigstens ab und an über die Schulter zu schauen. Das sollte aber bei einem Standardsystem wie Dadant selbst bei eher alternativer Betriebsweise möglich sein.


    Viel Erfolg!


    M.

  • Beim Holtermann gibt's auch Einraumbeuten für das normale Dadantmaß, also nicht hoch wie bei der Mellifera Einraumbeute. Nennt sich City Box. Preislich etwas günstiger als die Mellifera ERB, allerdings noch teurer als das normale Dadant. Hatte ich mir mal überlegt, damit man keine Honigräume schleppen muss aber trotzdem kompatibel zu Dadant zu bleiben falls ich rausstellt das man doch lieber klassisch unterwegs ist. Habe es dann letztlich nicht gemacht weil ich mit meinen Dadantkisten sehr zufrieden bin. Aber vielleicht ist das ja auch eine Alternative.

  • Aber wozu bei einer 12er Dadant noch mehr Platz? Selbst die 11er DN 1,5 genügt für das ganze Jahr. Zur Not packt man wirklich noch Honigräume drauf und riskiert das Reinbrüten...aber wenn man nun nicht gerade Hochleistungsqueens kauft - wozu?


    Würde da keine Sondervarianten kaufen; kostet alles doch nur noch mehr und bringt in meinen Augen keinen nennenswerten Vorteil. Gerade als Anfänger wo man ggf. noch mal umsteigen wird.


    M.

  • Hallo Schulle,

    Dadantbeute ist schon mal richtig. Vielleicht würde es dir am meisten helfen, zunächst nur mit Honigzargen zu arbeiten. Mir war im letzten Jahr ein Schwarm in einen Zweierstapel Flachzargen eingezogen. Der hatte auch gleich angefangen in der oberen Zarge an die Leerrähmchen kleine Herzchen zu bauen. Wenn man keine Ansprüche und Spaß an den kurvenreichen Waben hat, ist das o.k.. Ich konnte dann sogar noch einige Pfund Waben mit Lindenhonig ausschneiden und auspressen. Durch die kleineren, flachen Rähmchen bleiben mehr Rähmchen ohne Brut, und man kann, wenn man will, auch den Honig von angebrüteten Waben abschneiden.

    Ableger habe ich auch in Flachzargen gemacht und dann über Gitterböden auf Folie mit eigenem Flugloch übereinander überwintert.

    Aber... selbst das stärkste Volk wirkte am Ende des Winters in dem großen Raum von 2 Zargen (ein bischen größer als 1 Brutraum) ziemlich verloren, so dass ich das Schieden doch für notwendig hielt, und das ist mit 2 Zargen nicht so einfach. In der Natur ist ja auch keine Baumhöhle so breit wie eine Dadant-Beute. Also besser an das Volk anpassen und mit einer Dadant-Beute hast du Platz für eine Superkönigin, falls man eine solche jemals bekommt, aber auch für Schwächlinge, dann aber geschiedet.

    Auch Flachrähmchen im Brutraum geht gut. Wenn die Bienen Platz brauchen, bauen sie unter den Rähmchen weiter, und man bräuchte dann nur ein Rähmchenmaß. Den Wabenbau unter den Rähmchen kann man abschneiden und in ein leeres (gedrahtetes, damit die Wabenstücke nicht herausfallen) Rähmchen reindrücken, usw., usw.