Die Bienen sollen weg

  • Hallo, vor 5 Jahren in der Wachstumsphassuchte ich einen neuen Standplatz. In der Nachbargemeinde fand ich einen alten Steinbruch mit einer großen Lichtung, der Platz war ideal, man könnte bis an die Kästen fahren und er war eine Sackgasse, von da ging es nicht mit dem Auto oder zu Fuß weiter. Eine Schranke riegelte alles noch zusätzlich ab.

    Bin dann direkt beim Ortsvorsteher (mwd) vorstellig geworden. Sind gemeinsam dorthin gefahren, es wurde der Platz bestimmt, da die Gemeinde dort noch Grünabfälle ablagerte. Für die Schranke bekäme ich einen Schlüssel.

    Den Stand habe ich bezogen und die Schranke war auf, das Schloss habe ich zugedrückt, damit mich keiner einschließt.

    Es vergingen 4 friedliche Jahre, wo den Gemeindearbeitern immer gewinkt wurde wenn wir uns sahen. Plötzlich ist der eine Arbeiter gestorben und der 2. Mann wurde Chef.

    ICh kam im August dahin und sah, es wurde vor den Kästen gemäht, es war dort immer ein Wald aus Japan Knöterich( den ich nicht angepflanzt hatte). Eine Kiste stand schief, die ich dann wieder gerade gerückt habe, kann ja mal beim Mähen passieren.

    Im Oktober lag eine Kiste auf dem Rücken, dort ist mit einem Fahrzeug gegen gefahren worden. Die Bienen haben es überlebt.

    Im Frühjahr war die Schranke zugeschlossen, ich kam nicht mehr zu meinen Bienen.

    Bürgermeister (mwd) angerufen, ja es hätte dort ärger gegeben wegen Müllabladung und es werde jetzt abgeschlossen. Prima meinte ich, dann hätte ich auch gerne einen Schlüssel. Jaaaaaaaaa die Bienen hätte ich ja ohne Erlaubnis dorthin gestellt..... Zudem wäre es BAG Gelände und der Bürgermeister (mwd) hätte mir es gar nicht erlauben dürfen.Habe den Bürgermeister (mwd) daran erinnert, dass wir beide gemeinsam dort gewesen seien, die Erinnerung kam dann auch. Ich solle mir eine Kopie vom Gemeindearbeiter holen.

    Der meinte es gäbe keine Kopie, das wäre eine Schließanlage und scheinbar habe ich dann noch auf ganz wichtige Sachen zugriff. (Reichbankgold, Bernsteinzimmer ?) Zudem habe ich garn keine Erlaubnis und er legte auf.

    Am nächsten Tag die BAG angerufen, der Liegenschaftler hat sich das angeschaut und gemeint, es spräche nichts dagegen, Bienen wären gut.

    Dann die Kreisverwaltung und den Vetrinär angerufen, ich käme nicht an meine Bienen, der meinte es wäre kein Problem, Notfalls würde er einen Richterlichen Beschluss holen und die Schranke würde dann aufgemacht.

    Zwei Tage hörte ich nichts, dann kam der Gemeindearbeiter mit einer Schlüsselkopie vorbei und stellte sogar fest, dass er mit meiner Frau in die Schule gegangen ist, also alles wieder friedlich.

    Nun sind die Bienen eingeschlossen, was mir viel lieb ist. Sollten merkwürdige Sachen mit den Bienen passieren, was ich jetzt aber nicht mehr glaube, weiß ich an wen ich mich zu wenden habe.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Kranker Scheiß - kann man nicht anders sagen. Gab bei uns eine ähnlichen "Sinneswandel" in einem zuständigen Amt. Haben erst wohlwollend einer bestimmten Änderung zugestimmt, bestätigt und genehmigt. Es wurde in Folge um des Friedens willen und dem Amt eine Klage von dritter Seite zu ersparen, ein Schritt zurück gegangen.

    Dann war das Amt am Zuge und sollte "liefern", d.h. die bereits erteilte Genehmigung umsetzen aber wollte sich dann trotz schriftlicher Nachweise an nichts mehr erinnern und hat im Anschluß regelrechtes Chaos im lokalen Imkerrevier angerichtet. Grund dafür soll ebenfalls ein neuer "Verantwortlicher" gewesen sein.

    Man kann sich noch nichtmal mehr auf korrekten und formalmäßigen amtlichen Schriftverkehr, bzw. Genehmigungen verlassen...