Zuchtstoff gewinnen.

  • Empfohlen wird - vor allem bei neuen Kunststoffnäpfchen - zum Teil ein "Bespeicheln", d.h. die Zuchtlatte wird mit Zuckerlösung eingesprüht und dann für zwei bis drei Stunden in ein Volk gehängt.

    Ich selbst nutzt zwar die Sockel und Käfige von Nicot, aber setze Wachsnäpfchen drauf.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wenn das Häutchen kein Kokon ist, was ist es dann?

    Ich muss mich da korrigieren. Ich habe den Begriff Kokon falsch benutzt. Man spricht auch von diesen Puppenhäutchen als Kokon. Nicht die Rede kann aber von "eingesponnen" sein. Gespinst ist das sicher keins.

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  • Laut Schulung durch Guido Eich geschieht folgendes:

    1. Die Bienen machen einen Wachsdeckel über die Made.

    2. Die Made spinnt sich ein.

    3. Wenn die Made fertig ist, entfernen die Bienen den Wachsdeckel, damit Luft rankommt.

    Wo hast du her, dass das Puppenhäutchen kein gesponnener Kokon ist? Wenn ich ein hochauflösendes Mikroskop hätte, könnte ich die Frage beantworten, ich habe aber keins. Vielleicht kann das mal jemand anderes untersuchen?

    Gruß Ralph

  • Bei Königinnen soll das gar nicht so selten sein, habe ich gehört - kurz vor schlupfreif, so die Behauptung, würden die Bienen den Wachsdeckel gerne mal entfernen und durch den Kokon die Pheromone der Prinzessin „begutachten“.


    War aber nur aus irgendeinem Podcast, nicht wirklich zitierfähig oder selbst gesehen.

  • Joew, es geht nicht um das Öffnen der Puppe, sondern das Entfernen des Wachsdeckels, der die Puppe abdeckt. Den Unterschied kann man optisch sehen. Würde der Wachsdeckel nicht entfernt, würde die schlupfreife Biene in der Zelle ersticken. Passiert bei Königinnenzellen, wenn sie zu stark verbaut sind. Habe ich schon mit einem warmen Messer freigeschnitzt, geht recht gut.

  • Gerade gestern gemacht, Wachsdeckel runter und das Gespinst kam zum Vorschein. Dieses Seidengespinst ist sehr widerstandsfähig, wenn man es öffnen möchte.

    Wenn man sich geschlüpfte Königinnenzellen ansieht, findet man die runden Deckeln auch direkt von innen mit Gespinnst und Wachsdeckel aufgetrennt.

    Manchmal sind die Deckel auf der Zelle wieder drauf geklappt und man denkt sich, huch ist da gar nichts geschlüpft.

    Vielleicht geht das ja auch in Analogie mit den normalen Arbeiter und Drohnenzellen, das etwas von der Oberfläche abgeraspelt wird.

    Ich werde bei den nächsten Zellen mal ganz genau drauf sehen, meine aber das da immer noch etwas Wachs drauf ist/war.


    Liebe Grüße Bernd

  • Die schlüpfen bei mir immer ohne, IM Brutschrank!

    Allerdings hab ich dünner genagte Queenzelldeckel kurz vor Schlupf hin und wieder beobachtet.

    Und nu? Hat wohl nix zu sagen. Vielleicht sind die Damen nur gierig.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Stimmt hast recht, im Brutschrank nagt ja auch keiner. #:-)

    Es ist schon toll, was es gibt, warum es das gibt oder nicht gibt.


    Rase sagt: "Wir brauchen mehr Demut".


    Das habe ich mir gestern Abend auch gedacht.

    4 Jungkönigen habe ich aus dem Schlupfkäfig am Abend in die vorher gebildeten Ableger durch das Flugloch einlaufen lassen. Eine wollte partou nicht in das Flugloch, krabbelte aus dem Lockenwickler auf die Außenseite desselben, an der Beutenwand vorbeigequetscht auf meinen Fingern herum. Ich so herje wenn die jetzt auffliegt, die findet bestimmt nicht das richtige Loch (ZKV) und krabbelt zu allem Übel in das andere Segment. Also Jungfer wieder eingefangen in den Lockenwickler und nochmal und nochmal versucht. Nix da. Deckel der Beute des ZKV abgenommen und durch die Klarsichtfolie draufgeschaut. Ne das ZKV mach ich jetzt nicht auf, da wuselt mir alles durcheinander.


    Also "Demut" gezeigt und brav gewartet, bis sie dann doch durch das Flugloch in das richtige Segmente schlich.

    Ich habe da bestimmt 10min rumgeeiert. Die war voll relaxt, krabbelte da auf meine Fingern herum, wedelte mit den Flügeln, als wolle sie Abheben. Ich dagegen war da etwas hrm ja nicht so relaxt.

    Die anderen 3 Jungfer liefen zwar auch gemächlich in ihre zugeteilten Fluglöcher, aber das war der Hammer. Zwischenzeitlich hatte ich sie auch wieder abgestellt und erst mal mit den Anderen weiter gemacht.


    Liebe Grüße Bernd

  • Rase sagt: "Wir brauchen mehr Demut".

    Da hat der voll Recht mit.

    Ich seh mich nicht als Herr meiner Bienen, ich bin nur der der sich drum sorgt, (Und beklaut, nix ist umsonnst) und denkt er könnte ein bischen lenken.

    Dabei halten die Mädels das eher wie unser Kater.

    Der wird gefüttert, hat trocken und warm, wenn er gute Laune hat kommt er mal schnurren, ansonnsten hört der schon zu, aaber schließlich hat der das (Bienen)Männersyndrom:), macht also nicht was er soll (Milli ( Ja ja Frauenname) flegelt sich lieber auf dem Sofa rum und läßt sich auch noch schmeicheln.)

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  • Ich so herje wenn die jetzt auffliegt, die findet bestimmt nicht das richtige Loch

    Keine Bange, so relativ frisch geschlüpft fliegen die noch nicht.

    aber nicht zu lange warten ... in einer Woche fliegt die sehr wohl...

    Besonders wenn sie vorher noch nicht konnte, weil z.B. das Wetter schlecht war.

    Im Zweifelsfall einfach den Deckel auflassen, warten und beobachten - sie finden erstaunlich oft wieder von selbst zurück.


    Gruß

    Ludger