Zuchtstoff gewinnen.

  • Meinen ursprünglichen Plan, am kommenden Dienstag umzularven werde ich wohl verwerfen. Vorausgesagt sind bescheidene 12°C.


    Der neue Plan sieht nun so aus:


    Code
    1. 2019-05-09 Do 15 WV entweiseln
    2. 2019-05-09 Do 5 Leerwabe bei Zuchtmutter mitten ins Brutnest
    3. 2019-05-12 So 5 Wabe mit Zuchtstoff in Starter
    4. 2019-05-14 Di 30 Umlarven
    5. 2019-05-15 Mi 10 Starter zurueckbauen
    6. 2019-05-18 Sa 15 WV zellen brechen
    7. 2019-05-18 Sa 5 Verdeckelt (frueheste kaefigung)
    8. 2019-05-25 Sa 5 Spaeteste Kaefigung
    9. 2019-05-25 Sa 100 Begattungseinheiten


    BTW: An welchen Tagen sind die Zellen besonders empfindlich?

  • Kritische Phase ist wohl zwischen dem 10. und 14 Lebenstag der Königinnenzelle. So steht es in dem in #2 verlinkten PDF.

    Was mir auffällt: Du gibst am 9.5 eine Leerwabe ins Brutnest, gibst sie aber erst am 12. in den Starter ( nach wasgau immen , um perfekt angepflegte Zellen zu bekommen) und larvst am 14. um. Du gehst also davon aus, dass die Wabe erst am 11. bestiftet ist?

    Fragt die, die das dieses Jahr auch zum ersten Mal macht...

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Du gibst am 9.5 eine Leerwabe ins Brutnest,

    Damit die schnell und gleichmäßig bestiftet wird, macht es Sinn die Zellen der Leerwabe mit einem langen Messer auf Rämchendicke einzukürzen, das zieht die Queen magisch an, zusätzlich leichter Futterstoß ist auch hilfreich. 3 Tage langen.

    Das ergibt sehr viele Eier fast gleichen alters.

    Nach Zugabe ins Pflegevolk findest immer innert den nächsten 3 Tagen, große Mengen in perfektem Alter und pefekt gepflegt.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Was mir auffällt: Du gibst am 9.5 eine Leerwabe ins Brutnest, gibst sie aber erst am 12. in den Starter ( nach wasgau immen , um perfekt angepflegte Zellen zu bekommen) und larvst am 14. um. Du gehst also davon aus, dass die Wabe erst am 11. bestiftet ist?

    Nein, ich gehe davon aus, dass die Wabe am 10. bestiftet ist. Laut #2 soll es ja eine 1 Tag alte Made sein. Plus 3 Tage Ei -> am vierten Tag nachdem die Königin das Ei gelegt hat. Einen Tag gebe ich zu, weil ich annehme, dass die Zellen noch geputzt/vorbereitet werden müssen.


    Die Technik scheint aber nicht wirklich zuverlässig zu sein. Ursprünglich wollte ich am kommenden Dienstag umlarven. Die Wabe hatte ich also am Donnerstag eingehängt. Heute war noch kein einziger Stift in der Wabe :-/


    Lag das am Kälteeinbruch? Oder hätte ich eine bebrütete Wabe nehmen sollen anstatt einer noch unbebrüteten Futterwabe mit etwas Restfutter?

  • Also, ich will Zuchtstoff holen, und der wird idealerweise im Anbrüter transportiert. Drauf hoffen, daß man mit feucht eingewickelten Maden innerhalb von zwei Stunden über die Autobahn wieder zu Hause ist, ist sehr heikel...

    Wenn du die Näpfchen vorher mit einem Tröpfchen Gelee Roale aus gebrochenen Weiselzellen präparierst erleichterst du dem Umlarver das ablegen der Larven und hast danach auch alle Zeit der Welt damit nach Hause zu fahren. Die Annahmequote und die Futterversorgung insgesamt wird auch erheblich verbessert. Man sieht es dann oft an den Futterresten in der geschlüpften Weiselzelle.

    Welche Lupe könnt ihr denn empfehlen?

    Ich habe zwei von diesen Kopflupen. Die taugen aber nichts.

    Vor allem viel Licht! Ich habe eine Kopflampe mit Focus, extrem hell, und dazu eine +4 Lesebrille vor der normalen Gleitsichtbrille, da siehst du jede Made, auch die kleinsten, die man sonst nicht so leicht sieht...

  • Tröpfchen Gelee Roale aus gebrochenen Weiselzellen präparierst

    ich hab da immer ein schlechtes Bauchgefühl, weil die Zusammensetzung des Futtersaftes sich auf der Pheromonseite und Zuckerseite mit zunehmendem Alter ändert.

    Zuerst wird der Larve kurze Zeit klarer Futtersaft gefüttert, dann wird der Milchig und der Wechsel der Nahrung, übrigens auch das verdeckeln, wird über Pheromone der Larve gesteuert.

    Das kann darum nicht ganz richtig sein, ner wenige Stunden alten Larve Futtersaft aus einer vielleicht kurz vor Verdeckelung stehenden Zelle mit Verdecklungspheromon inne, zu füttern.

    Ja, nasses Umlarven macht einiges möglich, besonders beim Transport oder wenn nicht viel angenommen wird, aber obs gut und richtig ist?

    Ich versuche mein Glück möglichts immer mit Eistücke/Eiwabe, möglichst geparkt und gepflegt bis zum Gebrauch im Weisellosen Pflegevolk.

    Eistücke sind beim Transport wesentlich unempfindlicher als Larven.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • https://www.immelieb.de/die-schwarmzeit-hat-begonnen-2019

    Die will ich nicht geschenkt haben! Absolut Null Futterrest in den Näpfchen.

    Die hätten bestimmt mehr gefressen wenn mehr da gewesen wäre.

    Von sowas ist nix zu erwarten.

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    W. Churchill

  • aefigung)

    BTW: An welchen Tagen sind die Zellen besonders empfindlich?

    Ich glaube entgegen allen Verlautbarungen, dass die Zellen nicht besonders empfindlich sind. Wanderimker rumpeln über die unmöglichsten Straßen, ohne dass den Zellen irgendetwas passiert, mir selbst sind auch schon Zellen herunter gefallen und trotzdem sind die Königinnen problemlos geschlüpft.

    Ich denke, wenn die Larve eingesponnen ist, liegt sie fest und dann ist sie auch nicht mehr erschütterungsempfindlich. Ist aber auch nur meine Meinung.

    Gruß Ralph

  • ich glaube entgegen allen Verlautbarungen, dass die Zellen nicht besonders empfindlich sind.

    Hallo, das hat Bruder Adam auch mal so ähnlich geschildert. Ich habe das noch so in Erinnerung, dass er oft durch sehr unebenes Gelände zu seiner Belegstelle gefahren ist, ohne Probleme. Als Tip vom Hans Beer die Zellen möglichst hochkant (verkehrtherum) zu transportieren.


    grüße Stefan

  • Ich denke, wenn die Larve eingesponnen ist,

    Von eingesponnen kann keine Rede sein. Die ist nicht in einem Konkon.

    Ich habe heute Nachschaffungszellen gebrochen und diese mit bei dieser Gelegenheit genauer angesehen. Die Spitzen sind braun, wachsfrei und nur durch ein Häutchen verschlossen. Wenn man eine Zelle auseinander nimmt, sieht man, dass die innen mit einem Häutchen ausgekleidet und außen mit Wachs beschichtet ist.

    Wenn das Häutchen kein Kokon ist, was ist es dann? Ich habe leider kein geeignetes Mikroskop, um die Struktur aufzulösen.

    Gruß Ralph