Honig mit unter 14% Wassergehalt

  • Ich habe mich gewundert, dass der Wabenhonig, der ein Dreivierteljahr eingefroren war, so außerdentlich zäh ist, obwohl er ganz klar geblieben ist (also keine Anzeichen für eine beginnende Kristallisation zeigt).

    Eine Messung lieferte die Erklärung: Der Wassergehalt liegt bei 13,7%.

    Im Glas hatte ich so was noch nie. Bei Wabenhonig aus dem letzten Jahr ist das aber erklärlich: Der Honig war 2018 durchgehend sehr trocken und ich habe nur Waben eingelagert, die komplett verdeckelt waren.

    Etwas seltsam ist die Konsistenz schon.


    By the way: Der Honig scheint in der Wabe deutlich langsamer zu kristallisiern als im Glas. Beschleunigt die Bearbeitung die Kristallisation oder hat das Wachs eine kristallisationshemmende Wirkung (was ja den Bienen entgegen käme)?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die Waben waren in Folien eingeschweißt. Es war keine erkennbare Eisschicht auf der Wabe und es gab beim Auftauen keinerlei Tauwasser.

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  • WFLP gratuliere zu den 13,7%. Kommt nicht oft vor. Nach meiner Erfahrung kristallisiert so trockener Honig langsamer (als wie Honig mit 15% Wasser).

    Interessante Theorie dass Wabenwachs die Kristallisation von Honig hemmen könnte. Werde ich mal einem Honigexperten vorlegen (frag vielleicht mal Dr. Horn).

    Brummerchen

  • Mglw. werden durch die imkerliche Honigentnahme nennenswerte Kristallisationsstarter in Kontakt zum Honig gebracht: feine Luftbläschen (v.a. durchdas Schleudern) und Pollenkörner, die ja vor dem Schleudern bzw. Pressen von den Bienen separat in gesonderten Zellen getrennt vom Honig gelagert werden.