Spendervolk nach Sanierung verloren

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    Und ich habe trotz Gabe des HR bei den Völkern darauf geachtet, dass genug Futterreserven hinter dem Schied verbleiben - um genau diesen Fall zu vermeiden.

    Hätte, hätte, Fahradkette - aber hätte ich eine FW vorm Schied gelassen, wäre womöglich nichts passiert.


    Lernen durch 😖

  • Das ist natürlich bitter.


    Es hat sich mir aber nie erschlossen, warum man ein starkes Volk riskiert, um einen Schwächling aufzupäppeln.


    Schwächlinge gehören mit Schwächlingen vereinigt oder aufgelöst.


    IMHO.

  • rase : Du kannst aber schon noch unterscheiden zwischen einer Behauptung mit Anspruch auf Wahrheitsgehalt und einer Meinung?


    Der Beitrag war klar als Meinungsäusserung gekennzeichnet.


    Warum man ein starkes Volk riskiert um einen Schwächling zu sanieren, leuchtet mir nicht ein. Klar kann es gut gehen. Es kann aber auch in die Hose gehen.

  • Schade, leider ein Beispiel wie das Aufsetzen von Schwächlingen schief gehen kann- ich habe es zuletzt Winter 2015 nur 2x gemacht, weil in den Schwächlingen noch künstlich besamte Weiseln waren, die saßen nur noch auf 2-3 Waben im Januar. 1x ist es gut gegangen, 1x nicht - Weisel lag tot auf Gitter, aufgesetzte Zarge war leer geputzt, die haben sich über die Futterspende gefreut. Danach Kurs bei Guido Eich - seit dem werden nur noch Ableger auf noch gut besetzte drohnenbrütige aufgesetzt.

    Andere setzen kranke drauf- gestern erzählte ein Imkerkollege von einem stark geschwächten Volk mit schwarzen Bienen, das er auf sein starkes Volk aufgesetzt hat. Paralysevirus?


    Es kann auch sein, das bereits beim Aufsetzen nicht nur eine Hilfe, sondern die neue Weisel attraktiver ist bzw die oberen Brutflächen bei Kälte besser besetzt wird als der untere BR.

    Man kann den gepushten Schwächling noch die Flugbienen zukommen lassen, muß es aber nicht!


    Mal sehen, wie es ausgeht.

  • Also um noch etwas mehr Kontext zu geben:

    Ich habe vorm Aufsetzen schon den Schwächling genauer auf Krankheiten hin untersucht. Aber da war - soweit ich das beurteilen kann - keine Gefahr im Verzug.


    Dass beim Aufsetzen ein Risiko für das starke Volk besteht, war mir bewusst. Kleingartendrohn hat mir ggü. in einem anderen Faden sogar explizit davon abgeraten, bzw. gesagt, er würde solche Dinge nicht machen.


    Daher bin ich eine Wette eingegangen - das muss ich mir vorhalten lassen.


    Ich habe jedoch gedacht, dass die Wette - wenn sie schiefgeht - während der Aufsetzphase schief geht, aber nicht nach der Trennung.


    Tatsächlich haben sich aber beide Völker in ihren Zargen lehrbuchmäßig entwickelt. Jeweils Brut in allen Stadien in beiden Zargen, der Brutumfang beim Schwächling entwickelte sich wie erhofft. Deswegen dann nach drei Wochen auch die Trennung, weil der Schwächling gut aus dem Knick gekommen war.


    Wenn es denn schon lehrbuchmäßig bis hierhin geklappt hatte, habe ich auch lehrbuchmäßig weiter gemacht - ergo: Spender verstellt, Schwächling mit Flugbienen versorgt.


    Was ich wohl nicht durchdacht, bzw. nicht berücksichtigt habe:

    Diese Art der Sanierung habe ich vom Liebig und seiner Videoinkarnation Simon Hummel. Keiner der beiden verwendet(e) ein Schied, Brutnest und Futter sind nicht getrennt voneinander. Ich hingegen hatte Brut und Futter offenbar sehr präzise voneinander getrennt, nämlich so, dass null Futter vorm Schied vorhanden war, und alles Futter von hinter dem Schied umgetragen werden musste.


    Das mit den Flugbienen möglicherweise im Bien auch das Wissen um das Umtragen verloren gehen könnte (und umgetragen werden muss - weil Schied), habe ich dabei nicht bedacht. Ich könnte nicht mal sagen, ob das eine plausible Erklärung ist. Aber insgesamt gibt es eben doch Details, wo meine Ausgangsvoraussetzungen andere sind, als im Lehrbuch (bzw. meiner Quelle, dem Dr. Liebig), und diese Details vielleicht einen entscheidenen (mortalen) Unterschied machen können.


    Aber ich werde am Wochenende noch etwas mehr Forensik am Leichnam betreiben.

    Vielleicht der Soldantenfriedhof nach Eich, oder mal eine Auswaschprobe. Wenn jetzt schon eines hinüber ist, dann sollte ich das vielleicht auch maximal nutzen.

  • In meinem Fall war es so, dass die 2 Königinnen mit wenig Bienenmasse in den Winter kamen und dann ganz gut gestartet sind. Jedoch durch erneute Kälte das Völkchen zu schwach wurde um erneut durchzustarten. Das die Königinnen gut waren davon ging ich aus. Also gab es nur friß oder stirb. Es ist zum Glück gutgegangen und alle 4 Königinnen haben eine Menge Brut. Schwächlinge löse ich sonst in Ableger auf.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten