Schwarmsaison 2019

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    Kommt ja auch kein halbwegs richtig Denkender auf die dumme Idee seinen Brutsammler neben die Entmilbten zu stellen? oder doch......:P

    ...wenn der Brutsammler weiselrichtig ist, schon. Reinvasion habe ich da nicht feststellen können - außer 1 x, als ich die Weisel durch Imkerfehler unwissentlich umbrachte und das wegen Ortsabwesenheit erst 2 Wochen später bemerkte.

    Für dumm halte ich das Konzept von Kleingartendrohn nicht, sondern für wohlüberlegt und für praxiserprobt (PDF in #1):

    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler


    Für kurzsichtig halte ich dagegen den oft wiederholten Ratschlag, den (zumeist weisellosen) Brutsammler tunlichst aus dem eigenen Flugkreis hinaus ( und damit mglw. in den Flugkreis des Nachbarimkers) zu schaffen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • Ja,

    ich nehme auch gern eine uralte Königin für den Brutsammler. Die überlebt dann auch einige Schwammtücher und schafft es meist sogar bis ins nächste Jahr. Ich habe immer noch eine weiße 33 und 100 erfolgreich im Einsatz. Die Alten sind offenbar Kummer gewöhnt und irgendwie schaffen die es auch, mit den Milben klarzukommen. Eine Blaue wurde dann aber doch „abgewählt“ - die stille Nachzucht war Ende August noch erfolgreich …


    Vom Brutsammler mit roter Königin hat es eine nur selbst mit einigen wenigen Getreuen über den Winter geschafft. Eine andere hat schon im Herbst aufgegeben.

    Evtl. Ist es kontraproduktiv, wenn die jungen Weiseln in der Brutscheune allzuviele Eier legen, wie es nunmal ihre Art ist.

    Die Alten halten sich da eher „vornehm“ zurück… manche sind Ende September bei voller Kiste brutfrei, was nicht gut für die Milbenpopulation ist.


    Ich wohne aber auch etwas abseits - Reinvasion sollte nicht die große Rolle spielen, obwohl man gerade im Herbst mit bis zu 4,5 km Flugradius rechnen darf/muss, wenn das Wetter es zulässt.


    Grüße Ralf

  • Für kurzsichtig halte ich dagegen den oft wiederholten Ratschlag, den (zumeist weisellosen) Brutsammler tunlichst aus dem eigenen Flugkreis hinaus ( und damit mglw. in den Flugkreis des Nachbarimkers) zu schaffen.

    Ist besser man hat die eigenen Milben halt selber, gell!

    Das ist halt der Fehler an der Sache;)

    Und das mit dem Weiselrichtig...... na ja, wenn so ein Ding richtig funzt, also viele Milben und Viren versammelt worden sind, wird der geplündert wenn der nah bei steht. Die Folgen sind bekannt.

    Jede Medallie hat 2 Seiten..... ich würd mich nie trauen ein Konzept als das Wahre und Einzige auf den Schild zu heben.

    In ein paar Wochen geht sicher das Gejammer los, ob mit oder ohne TBE;)

    AAAch wenn sooo einfach wäre!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • In der lezten Woche habe ich fünf mal erklären müssen, dass die Honigbienen nicht aussterben, sondern die Wildbienen.

    Wie willst du lieber Rase diesen Menschen erklären, dass du dann die Bienen killst, auch wenn du vom logischen Standpunkt sicherlich Recht hast?

    Das kannst du nicht machen. Von daher hat der Kollege alles richtig gemacht.

    Sollte das Volk dann ableben, wäre es sinnvoll, dass Flugloch zu verschliessen.

    Das Varroakonzept bei mir beruht nicht darauf, die Völker am Limit der Belastung zu führen.

    Ich sehe nicht die wilden Schwärme als die höchste Gefahr an, sondern eher die Nachbarimker die wie auch immer die Varroa nicht im Griff haben. Das gilt nicht für die AFB.

    Ich habe in der Natur bisher keinen Wildvolk gesehen, obwohl ich als ehemaliger Angler und Kaminholzbetreiber viel in der Natur war/bin.

    Hier am Niederrhein sind die vielen Imker dem Schwarm sein Tod...:/

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Ich habe in der Natur bisher keinen Wildvolk gesehen, obwohl ich als ehemaliger Angler und Kaminholzbetreiber viel in der Natur war/bin.

    Hier am Niederrhein sind die vielen Imker dem Schwarm sein Tod...:/

    Man braucht schon einen gewissen Blick dafür. Und so groß wie in unseren Kisten werden diese Völker auch nicht, die sind viel stiller und unauffälliger und vor allem höher oben. Aber sie sind da, auch bei euch, jede Wette.

    Und je mehr Imker, desto mehr entfleuchte Schwärme, auch hier: jede Wette!

  • Ich sehe nicht die wilden Schwärme als die höchste Gefahr an, sondern eher die Nachbarimker, die, wie auch immer, die Varroa nicht im Griff haben.

    Hm, das ist eigentlich kein Widerspruch. Wer die Varroa nicht im Griff hat, der hat auch die Schwärme nicht im Griff.

    Nach meinen Erfahrungen wird die Gefahr der Reinvasion bei Varroa eher überbewertet und dient unter Imkern (leider) allzuoft als wohlfeile Ausrede zur Kaschierung eigener Unzulänglichkeit (zuallererst vor sich selbst).

  • Wie willst du lieber Rase diesen Menschen erklären, dass du dann die Bienen killst, auch wenn du vom logischen Standpunkt sicherlich Recht hast?

    Das kannst du nicht machen. Von daher hat der Kollege alles richtig gemacht.

    Hà? Nu lies nochmal langsam. Ich töte ganz sicher keine Bienen. Aus Gründen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ribes, steile These:

    Es gibt Schwarmimker, die sehr wohl die Varroa im Griff haben.

    Der Unterschied ist,.dass sich ausdrücklich für dieses Model entschieden haben.


    Dann gibt es Imker, die aus Zeitgründen das Risiko des ein oder anderen Schwarms eingehen und die Varroa im Griff haben. Auch die haben sich bewusst hierfür entschieden.


    Jo, dann kommen wir langsam in die Richtung die du vermutlich meinst.......


    Dabei ist es so einfach die Varroa in den Griff zu kriegen.

    Ameisensäure in einem Langzeitverdunster.

    Milben zählen und eventuell

    zweites mal Ameisensäure im Langzeitverdunster

    Im Winter dann Oxalsäure.

    Maximal vier.Besuche und die Winterverluste sind unter 10%.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Wer das nicht hinkriegt, schafft auch nicht die Schwarmkontrolle!


    Dabei gibt es noch etliche Methoden die Varroa unter Kontrolle zu halten, die den unterschiedlichen Wünschen des Imkers entsprechen.


    Alle haben eines gemeinsam, man muss es tun.


    Ps: Ich habe heute eine Varroa über eine Drohnenwabe laufen sehen.

    Es ist Wahnsinn, wie schnell die Biester sind.

    Unglaublich.

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  • Es gibt Schwarmimker, die sehr wohl die Varroa im Griff haben.

    Der Unterschied ist,.dass sich ausdrücklich für dieses Model entschieden haben.


    Dann gibt es Imker, die aus Zeitgründen das Risiko des ein oder anderen Schwarms eingehen und die Varroa im Griff haben. Auch die haben sich bewusst hierfür entschieden.

    Widerspruch gestattet?

    zu 1. Schwarmimker haben ihre Schwärme im Griff - und wie! Mein Imkerpate ist so einer. Dann kenne ich auch noch den einen oder anderen, der sich "bewußt" für Schwarmimkerei entschieden hat(te), aber damit völlig überfordert war und auch bei der Varroa einiges ins Ungute hat laufen lassen. Die meisten von denen sind inzwischen bekehrt oder haben sich ein neues Hobby gesucht. Der Unterschied ist also keineswegs die bewußte Entscheidung dafür oder dagegen.


    zu 2. Diese Imker stören am meisten, die sich bewußt dafür entscheiden, Schwärme auch mal fliegen zu lassen. (Wer dafür auch noch Zeitgründe vorschiebt, der sollte schlicht und einfach seine Betriebsgröße reduzieren.). Die lassen sich nach meiner Erfahrung am schwersten vom Motto unseres Zuchtobmanns überzeugen: "Schwärmen lassen (und nicht einfangen) ist Umweltverschmutzung!"

  • Ja Ribes,


    Wiederspruch/Einspruch gestattet und die unzähligen Varianten, die noch nicht aufgezählt wurden.

    Die Realität ist nicht schwarz-weiss, sondern hat viele viele Farben dazwischen.


    Ob das mir, dir, deinen Zuchtobmann gefällt oder nicht, ist dabei belanglos.


    Das subjektive Empfinden ist häufig das Mass aller Dinge.

    Erst die eigenen Erfahrungen schaffen da oft Abhilfe, aber nicht immer.

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  • Hallo Ihr Lieben,


    Vor einer Stunde hat es bei mir geschwärmt.

    Eine Königin aus diesem Jahr, auf DN 1,5. Es sind 8 Waben drin, auf 5 Waben noch Reste von Brut. Zum Glück konnte ich die gezeichnete Königin abfangen und der Schwarm kam zurück.


    Hab jetzt kontrolliert und festgestellt dass es 1 geschlüpfte Wz gibt, zwei ältere ausgefessene und 2 mit schlupfreifer Weisel, einige in allen Stadien zwischen Ei und kurz vor Verdeckelung. Habe alle entfernt. In dieser Woche gebe ich das Restfutter und bin dann fertig. Bei diesem Volk war es zuviel. Das Brutnest ist komplett voll mit Futter.


    Was mache ich nun? Ich würde jetzt eine Mittelwand an das Brutnest geben. Dann will ich dabei horchen, ob die Bienen ruhig sind und eine Königin haben, und sonst, wenn sie brausen, die alte Königin mit geschnittenem Flügel zurück setzen.


    Was würdet ihr mir raten?


    Liebe Grüße

    Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten