Frühe TBE

  • Ich habe gestern bei einem Volk am Flugloch Drohnen mit deformierten Flügeln gesehen.

    Vorgeschichte dieses Volkes ist ein großer Fehler von mir bei der Varroabehandlung im letzten Sommer.

    Bis jetzt entwickelt es sich sonst unauffällig. Bei Bienen keine Flügeldeformation.

    Brut in allen Stadien ist auf 4 Rähmchen da und den Baurahmen konnte ich gestern verdeckelt ausschneiden.

    Drohnenbrut auch auf dem unteren Rand der BW, die ich nicht schneide.

    Auf der Windel sind in einer Woche 4 Milben gefallen.

    Mich beunruhigen die Milbenzahl und die deformierten Flügel der Drohnen.

    Um die Milben raus zu bekommen, würde ich eine TBE mit Fangwabe machen, genau nach Kleingartendrohn .

    Nun meine Frage : Ist das zu zeitig ? Sollte ich den Abschluss des Massenwechsels oder der Obstblüte abwarten ?

    Honigverlust ist sekundär, mir wäre es wichtig das Volk zu behalten und gut durch das Jahr zu bringen.

    Danke für Eure Tipps !

  • Ich habe auch so einen möglichen Kandidaten.

    Ich warte hier noch bis Mitte, Ende Mai, je nach Volksentwicklung und Trachtsituation (Massewechsel soll nicht nur durch sein, sondern das Volk auch eine deutliche Aufwärtsentwicklung gemacht haben).

    Die Frühtracht werde ich wohl noch mitnehmen, wenn ich vorher nicht über offensichtliche, massive Probleme stolpere, die da wären:

    DWV, Bienen mit ansitzenden Milben, löchriges BN oder einen massiv zu hohen prozentualen Befall bei der PZM, bzw. CO2 Testung.

    Der Vorteil wäre dann: Milben sind weitestgehend alle raus und weitere Schwarmkontrollen erübrigen sich.

    Grüße

    Ralf

  • ingrid Drohnenzellen werden oft weit unten auf der Wabe angesetzt, wo z.Zt. in der Nacht noch die Gefahr der Verkühlung besteht. Ich würde mich deshalb von ein paar Drohnen mit Krüppelflügeln nicht verrückt machen lassen und nicht in Aktionismus verfallen.

    Gruß Ralph

  • Ich habe gestern bei einem Volk am Flugloch Drohnen mit deformierten Flügeln gesehen.

    Vorgeschichte dieses Volkes ist ein großer Fehler von mir bei der Varroabehandlung im letzten Sommer.

    Nö. Der Fehler liegt wenn in der Winterbehandlung. Danach ist alles wieder auf ~0, oder eben auch nicht.


    Schau Dir das Volk mal ne Weile an, die Nächte waren sehr kalt und grade die Drohnen verkühlen gerne mal. Brech mal Drohnenbrut auf und schau nach, was Du tatsächlich an Milben findest.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe gestern bei einem Volk am Flugloch Drohnen mit deformierten Flügeln gesehen.

    Vorgeschichte dieses Volkes ist ein großer Fehler von mir bei der Varroabehandlung im letzten Sommer.

    Nö. Der Fehler liegt wenn in der Winterbehandlung. Danach ist alles wieder auf ~0, oder eben auch nicht.


    Schau Dir das Volk mal ne Weile an, die Nächte waren sehr kalt und grade die Drohnen verkühlen gerne mal. Brech mal Drohnenbrut auf und schau nach, was Du tatsächlich an Milben findest.

    Im Spätherbst Blockbeh. Ox. (Sub.) und im Winter hatte ich bei Brutfreiheit noch 1x Ox subl.

    Da war der Milbenfall im grünen Bereich.

    Im Sommer inkonsequent und aus heutiger Sicht eher planlos AS durch die hohen Temperaturen , lückenhafte TBE.

    Ärgere mich grade wieder auf's Neue über mich :cursing:

  • Zum Transfer auf ein anderes Beutenmaß habe ich mehrfach quasi TBE im FJ gemacht - geht problemlos. Zeitpunkt zur Obstblüte halte ich für ideal. Alles auf MW oder Anfangsstreifen abschütteln, die Brut entweder über ASG auslaufen lassen oder separieren. Gebaut wird bei guter Tracht mit hoher Motivation - nach ca. 2 Wochen alles mit Brut gefüllt. Hilfreich ist eine oder zwei volle FW für Regentage. Sommerhonig bringen die dann auch noch.


    Ich würde die Brut sammeln und separat auslaufen lassen. Die kann man dann noch behandeln und ggf. verteilen oder eine neue Kö' zusetzen...


    Viel Erfolg!


    Rainer

  • Interessante Story mit den wandernden Drohnen mit deformierten Flügeln...


    Machen die das dann zufuß?

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Mich beunruhigen die Milbenzahl und die deformierten Flügel der Drohnen.

    Nach meinem Dafürhalten sind die Krüppelflügel nicht auf den Milbenfraß sondern die Temperaturen der letzten Wochen zurückzuführen. Drohnenbrut (die ja meist am Rande des Brutnestes ist) konnten die Bienen bei den Temperaturen einfach nicht mit erwärmen.

    Sind 4 Milben jetzt wirklich viel? Woher kommen dieses Milben? Frisch von den Bienen oder lagen sie den halben Winter in irgendwelchen Zellen und sind durch das Putzen der Waben auf die Windel gelangt? ... ich jedenfalls würde das Volk genauer beobachten und ansonsten jetzt nix machen. Abwarten. Wenn es wirklich milbenverseucht ist, dann kann man Ende Mai immer noch eine totale Brutentnahme machen und das Volk mit Oxalsäure behandeln.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • wie lange nach dem Separieren der Brut wartest du, bis du die neue Kö' zusetzt?

    Die ziehen sich eine Neue nach, was aufgrund der suboptimalen Bienenmasse nicht besonders gut ist. Insofern wie üblich nach 9 Tgn. alle Weiselzellen brechen und neue Kö' im Käfig zusetzen. Man kann vorher mit OXS behandeln, ggf. 5 - 6 Tg. später erneut, so dass die Milbenlast substanziell reduziert ist. Bis dahin ist die neu angelegte Brut noch nicht verdeckelt.