NDR Doku - Unsere Bienen - Rettung in Sicht? "Bienenforscher" Torben Schiffer informiert......

  • die Intension der Kombination Schiffer/Produzent

    Der Produzent verkauft auch ein Produkt. Dieses lässt sich gut verkaufen. Bienenhaltung in Kunststoffkisten und Verätzungen von lieben Bienen mit Ameisensäure sicherlich schwieriger.

    Provokante Thesen verkaufen sich auch besser als Ergebnisse von mühevoller Kleinarbeit. Dann auch noch in kleinen bis winzigen Fortschritten. Der Kleckerkram interessiert doch keinen Zuschauer.

    Ich möchte nicht wissen, was alles versucht wurde und den Bienen angetan, bis die Behandlung mit Ameisensäure oder Oxalsäure in der heutigen Form dabei rausgekommen ist. Da erscheint mir die Puderzuckerpressluftbenebelung noch recht harmlos.

    Ich kenne einige im Bereich der Bienenhaltung, die größeren Unfug anstellen, als Torben Schiffer. Und leiser sind die keinesfalls.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Dass hier so viele negative Kommentare kommen, wundert mich nicht, wenn man hier auch andere Diskussionen verfolgt ;-)

    Unangenehme Wahrheiten will man nicht hören:

    1) Die Honigbiene ist das Nutztier, dass wir wahrscheinlich am artgerechtesten halten können und das trotzdem ohne medizinische Behandlung nicht überlebt. Das ist grotesk!

    2) Bienenhaltung in Styropor ist sowas von unnatürlich, ich frag mich, wieso man das überhaupt noch macht.

    3) Genauso dieses ewige Auffüttern, wenn die Tracht vorbei ist. Ich füttere meine Völker in der Stadt erst Ende September.

    4) Zur Königinnenzucht werden Königinnen und das zugehörige Volk immer wieder ausgetauscht. Der Bien ist ein Organismus, der zusammen gehört.


    Und kommt mir jetzt bitte nicht mit: der Anfänger hat keine Ahnung. Ja, ich hab wenig Erfahrung und bin auf meine Bienen als Hobbyimker nicht finanziell angewiesen. Aber ich möchte darauf hinarbeiten, dass meine Völker mittelfristig mit wenig/sanfter Behandlung auskommen, sonst hör ich wieder auf.


    PS: ich hab erst 10min der Doku gesehen, aber es geht hier ja um generelle Themen...

  • Rob Du kennst die Antwort auf fast alle deine gestellten Fragen. Vieles wird gemacht, weil es mehr Honig bringt. Für viele Imker ist das wichtig und es gibt Imker, die sind darauf angewiesen.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • 3) Genauso dieses ewige Auffüttern, wenn die Tracht vorbei ist. Ich füttere meine Völker in der Stadt erst Ende September.

    Nur mal so nebenbei bemerkt: Wenn ich hier in meiner Region das Futter nicht bis Mitte September im Volk habe, habe ich ein gewaltiges Problem. Sogar in einem milden Herbst wie in den letzten Jahren würden alle Völker verhungern, wenn ich erst Ende September mit der Fütterung beginnen würde.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Zitat

    Unangenehme Wahrheiten will man nicht hören:

    1) Die Honigbiene ist das Nutztier, dass wir wahrscheinlich am artgerechtesten halten können und das trotzdem ohne medizinische Behandlung nicht überlebt. Das ist grotesk!

    2) Bienenhaltung in Styropor ist sowas von unnatürlich, ich frag mich, wieso man das überhaupt noch macht.

    3) Genauso dieses ewige Auffüttern, wenn die Tracht vorbei ist. Ich füttere meine Völker in der Stadt erst Ende September.

    4) Zur Königinnenzucht werden Königinnen und das zugehörige Volk immer wieder ausgetauscht. Der Bien ist ein Organismus, der zusammen gehört.

    Wer ist denn da "man"?

    Oder ist das alles jetzt Ironie?


    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche es schaffen, die ganze Imkerei Deutschlands in all den verschiedenen Wetterzonen, Höhenlagen und dem vorhandenen "Bienenmaterial" über einen Kamm zu scheren, pauschal überall geltende "Wahrheiten" zu verkünden und über Jahrzehnte entwickelte, lokale Betriebsweisen und Handlungsanweisungen abzutun. Gerade "wir StadtimkerInnen" sollten da eher kleine Brötchen backen und sich freuen, dass man vielleicht hier sogar ohne Auffüttern-müssen noch Honig ernten kann! Das ist nämlich eben *nicht* mehr selbtsverständlich und genau *das* ist unnatürlich.


    Styroporkisten sind unnatürlich. Bienen in Asbestverseuchten Dämmungen einer Kühllagerhalle auch. Beides kommt vor und sogar dann, wenn der Bien frei wählen kann, wo er denn einziehen will. Was ist denn bitte "natürlich"? Nur der Bien in 8 Metern Höhe in der alten Eiche?


    Ich kann Dir sagen warum ich es mache: Weil ich dann auch noch im hohen Alter imkern kann dank leichter HRs. Weil sich die Bienen toll in den Kisten entwickeln. Weil die Bienen nicht mehr oder weniger "Schimmelwaben" haben als die Immen im Holz. Weil immer alles zueinander passt. Weil sich nichts verzieht oder unter Regen vergammelt. Meine Gründe...


    M.

  • ...

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche es schaffen, die ganze Imkerei Deutschlands in all den verschiedenen Wetterzonen, Höhenlagen und dem vorhandenen "Bienenmaterial" über einen Kamm zu scheren, pauschal überall geltende "Wahrheiten" zu verkünden...

    *Hüstel Röchel Krächz* :S:D Entschuldigung mal... :evil:


    Wird denn hier im Forum prinzipiell anders verfahren? Hier schreiben auch Alpenländler oder Mittelgebirgsbewohner, was die Küstenbewohner zu tun oder zu lassen haben, ohne jegliche Kenntnis von orts- oder regionaltypischen Wetter-, Landschafts- oder Vegetationsbesonderheiten. Das kennen sie vielleicht durch Autobahnfahrten in die Urlaubsgebiete... Von dem Aspekt her ist T. Schiffer mit einigen Forumiten hier mit seiner Herangehensweise auf einer Wellenlänge, da muss man weder beschönigen noch schlechtreden.


    Nimm das nicht persönlich, aber den ersten Absatz kann man als einleitende Worte so nicht unkommentiert stehen lassen, da muss man hier im Forum erst mal gründlich vor der eigenen Haustür kehren ;)


    Btw Doc L: ich habe seinen Vortrag in OL nicht angehört, meine Vereinskollegen waren verwundert, dass ich mir das ersparen wollte, hinterher waren sie am Fluchen, dass sie hingefahren sind... :D


    Gruß Andreas

  • Neugierige Menschen, wie Torben Schiffer braucht es um neue Wege zu beschreiten. Die gestellten Fragen sind wichtig und sicher oft richtig. Aber Torben Schiffer wie ein Popstar durch die Öffentlichkeit zu ziehen, ohne wissenschaftlich oder anders belegte Antworten auf diese Fragen zu haben, ist mir zu viel Unterhaltung und zu wenig praktisches, für mich als Imker.

    Na dann solltest Du Mal Nachrichten anschauen! Das ist wirkliche Unterhaltung.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?