Farb- und Mörtelrührer für Honig?

  • Hallo,


    ich werde dieses Jahr wohl zum ersten mal Honig ernten, aber bin voller Zuversicht, dass es was wird.

    Beim Stöbern durch den Prospekt eines Discounters ist mir aufgefallen, dass dieser diese Woche Farb- und Mörtelrührer für 50€ im Angebot haben wird.

    Ist es sinnvoll, dieses Gerät anzuschaffen, das Rührgerät ordentlich zu reinigen und dann zum cremig-rühren von Honig zu nutzen, oder taugt das nicht?

    Leider steht nicht dabei, woraus der Rührstab ist, aber aus VA wird der wohl nicht sein.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Hallo,


    das Angebot habe ich auch gesehen und mich auch gefragt, ob die Rührmaschine taugt!

    Den Rührer darfst Du auf jeden Fall NICHT benutzen - der sollte aus Edelstahl sein.


    Da ich mich in den nächsten Wochen auch mit der "was kaufe ich denn jetzt am besten" Frage beschäftigen werde, bin ich gespannt auf die Antworten, die nun kommen!


    Und vielleicht die Zusatzfrage: Wenn so ein Mörtelrührer nicht taugt, sollte es dann ein Rührer aus dem Imkerfachgeschäft sein oder was wird uns Jungimkern da empfohlen?

    (Für meine ersten drei Jahre hatte ich einen Handstampfer - doch da möchte ich nun "aufrüsten")

    PaBa ich hoffe, ich darf hier "reinfragen"?!

  • Hatte ich auch schon mal gecheckt: Meistens verzinkter Mist blöder Qualität. Wenn die Maschine aber ein M6-Gewinde hat und Du einen V2A-Honigrührstab mit entsprechendem Gewinde drauf bekommst, kann das schon was taugen. Meine Sorge wäre dann aber, dass sich was von der Maschine löst und reinkrümelt. Ich habe mir ein höherpreisiges Gerät geholt und einen extra langen Rührstab damit die Maschine selbst nicht über dem Honigeimer geführt werden muss.


    Lohnt aber praktisch nur beim Raps. Alle anderen bekommen den Auf und Ab ab...


    M.

  • Kauf dir nur für Honig eine bürstenlose Bohrmaschine mit Wums und die entsprechenden Aufsätze...

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • PaBa : Für den Hobbyimker genügt die Mörtelrührmaschine sicherlich (ausschließlicher Einsatz dafür vorausgesetzt, nicht mal schnell eben von der Baustelle ausgeborgt...). Gehörschutz ist zu empfehlen.

    Den Rührstab sollte man allerdings lieber in Edelstahl wählen -> M 14 Gewinde erfordert die Maschine i.d.R., gibt es im Imkerbedarf. Der Doppelflügelrührstab kostet da rd. 1,5 x soviel wie Deine Antriebsmaschine (nimm den 65cm langen, Dein Rücken wird es Dir danken).

    Preiswerteste Alternative bei Deinen 2 Völkern: Rühren mit der Hand (einfacher Holzstab) oder #3.

    Ab 5 Völkern kann das Blasen geben an den Händen...

  • Moin PaBa,

    ich hab mir vor Jahren auch meinen ersten Mörtelrührer aus dem Discounter zugelegt, hat auch so etwa 50€ gekostet. Hab da dann auch einen VA-Doppelrührer rangebaut, verzinkt würde ich nie nehmen. Vergiss die Rührer, die dabei sind, die sind wirklich für Mörtel.

    Nach dem zweiten Eimer Honig hat der Mörtelrührer seinen Geist aufgegeben, bzw. ist mir um die Ohren geflogen. Zudem hat das Ding einen Mordslärm gemacht.

    Kann sein, dass es ein Montagsgerät war, vielleicht hat er auch nicht genug Drehmoment für den zähen Honig.

    Discounter hat das Gerät anstandslos zurück genommen, hab mir dann einen von Güde zugelegt, Preis-Leistung hat dann gestimmt.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich arbeite mit einem "billigen" drehzahleinstellbaren Mörtelrührer (30-50€) und dazu einem extra M14 Linksgewinde Edelstahldoppelrührpropeller mit Teflonspitze.


    Die mitgelieferten Rührer für den Mörtel/Beton/Fliesenkleber würde ich persönlich nicht für Honig nehmen.


    Diese Kombination ist allemal besser als mit einer Bohrmaschine und man kann schön im Stehen rühren. Wer schon mal "dick werdenden" Honig gerührt hat, wird es wertschätzen, wenn man ordentlich das Rührgerät anpacken und festhalten kann.


    Liebe Grüße Bernd

  • Hmm,


    da wird der Honig wohl zäher, als ich dachte.

    Wenn die Maschine schon solche Probleme beim rühren bekommt, wie sichert ihr denn den Hobbock gegen das Mitdrehen?

    Klingt alles komplizierter, als ich mir das vorgestellt habe.

    Doof, dass mein Honigkurs erst Ende September ist.

    Auf der anderen Seite, habe ich genug Gelegenheit Fragen für den Kurs zu sammeln.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Moin,
    erwarte mal von den "Honigkursen" nicht all zuviel.
    Je nachdem wie detailliert die Honigkurse abgehalten werden kommst du entsprechend mit mehr oder weniger Kenntnisse zum Ende raus.

    Manchmal frag ich mich, ist der Kursus umsonst, oder hat er nix gekostet? =O

    Ich habe an zwei Honigkursen, einen in Bayern, einen in Niedersachsen teilgenommen. Für mich war es schon sehr interessant wie unterschiedlich die Kursusinhalte beider Lehrveranstaltungen waren.
    Das Sammeln von Fragen für diesen Lehrgang ist aber immer förderlich.

    Fragen aus der Praxis tauchen aber meistens erst dann auf, wenn man den ersten eigenen Honig vor sich hat und man mit seiner eigenen Unsicherheit vor dem Hobock voller Honig steht.
    Aber dann ist ja noch dieses Forum hier, in dem man aktuell seine Fragen stellen kann und auch Hilfe zum jeweiligen Problemfall erhoffen kann.

    Gruß
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Kauf dir nur für Honig eine bürstenlose Bohrmaschine mit Wums und die entsprechenden Aufsätze...

    Die Bohrmaschine ist nicht zum Rühren gemacht, der Mörtelrührer schon. Auch der günstige. Der verzinkte Rührquirl hat für Honig die falsche Form und geht in verzinkt überhaupt nicht für Lebensmittel. Die Auswahl an Edelstahlhonigrührern ist nicht so groß mit 14mm Gewinde. Es ist auch, glaube ich, kein metrisches Gewinde.

    Es ist also nicht so ganz einfach, den Mörtelrührer mit einem Honigrührstab zu kombinieren.

  • Ich fand das einfach, denn es gab / gibt meiner Ansicht dort nur eine Art von Gewinde und auch nur wenige Angebote für die Propeller.


    Zum Durchdrehen des Hobbock brauchst dir keine Gedanken machen. Die 40l/kg Hobbocks haben genug Eigengewicht.


    Liebe Grüße Bernd.

  • Die nicht zu billigen Mörtelrührer haben eine mechanische Untersetzung, das hilft gegen Überlastung.
    Entweder kennst Du jemanden der auf die Welle des Honigrührers ein M14 Gewinde schneiden kann, oder Du kaufst zB ein "Adapter für Bohrfutter M 14 1/2 Zoll" und ein "Zahnkranzbohrfutter 1,5 - 13 mm Bohrfutter".
    Dann klapps auch mit dem Mörtelrührer.

  • Guten Morgen.

    Habe in 2 Jahren das 2. Rührwerk.

    Beim ersten ist die Endstufe weggebrannt, weil er überlastet war und nicht für den Dauereinsatz von 10 Raps-Honig-Eimern ausgelegt war.

    Du kannst theoretisch jedes Rührwerk nehmen, der 2 Gänge hat. Empfehle dir aber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.

    Mit einem Adapter auf normales Bohrfutter kannst du auch jeden Honigrührer benutzen.

    Damit sich kleine Eimer nicht drehen habe ich aus dem Baumarkt so eine schwarze Unterlage für Waschmaschinen untergelegt.