Dadant10 oder Dadant12?

  • Hallo, zusammen,
    ich kämpfe mal wieder mit mir selbst und meinem Finanzminister um Dadantbeuten.
    Da ich wegen meines Rückens eigentlich nur noch mit Kunststoffmagazinen imkern sollte, stellt sich mir jetzt die Frage nach dem betriebstechnischen Unterschied zwischen Dadant10 Waben und Dadant12 Waben.
    Für die 10er gibt es Styropor-Magazine, für die 12er nicht.
    Was bevorzugen die Bienen?
    Hat hier jemand Erfahrung mit beiden Größen?
    Ich hab gelesen, daß es früher in Frankreich sogar 16er Dadant gab...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo und guten Morgen,
    erstmal muß ich mich für den Beschlag eures Pc´s mit meinen Anzeigen entschuldigen,kommt hoffentlich nicht mehr vor.
    Ich bevorzuge die 12-Dadantbeute nach Br. Adam.
    Wenn diese Beute aus Weihmouthskiefernholz gemacht ist, ist sie auch nicht so schwer.
    Sabine willst du wandern ?
    Meistens bleibt der Imker an einem Standort und somit erübrigt sich ja das hebnen und umstellen der gesamten Beute.
    Heben tut man(frau) doch nur noch die hoffentlich oft vollen Honigräumre:))
    ein Gewicht von ca. 20 kg ist keine Seltenheit. In einer Styroporkiste (habe selber welche)sind in der Regel auch nicht weniger drin,vieleicht 2-3 kg weniger weil die Bienen die Waben nicht so dick ausziehen, da sie enger stehen.
    Die 10-er Beute behagt mir persönlich weniger, da im Brutraum weniger Futter abgelagert wird und bei solchen Wetterbedinungen wie dieses Jahr früher gefüttert werden muß,wenn man den Honig schon entnommen hat.


    Gruß Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo ihr beiden,


    es gibt noch was, das für 12er Kisten spricht, vorrausgesetzt sie sind Quadratisch so wie ich sie verwende. Ich setze die Honigräume um 90° verdreht daruf. Warum? wegen dem Rücken! So lassen sich die Völker von der Seite bearbeiten, das verhindert das Verdrehen der Wirbelsäule beim Brutraumwaben ziehen. Die Honigräume lassen sich einfacher und Rücken schonender abheben wenn die Waben quasi in Kaltbaustellung sind! Wandern oder besser gesagt Völker tragen sollte man (Frau) besser zu zweit machen, und dann spielt das Gewicht zwischen Plasikkisten und Holzbeuten kaum mehr eine Rolle!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Sabiene,


    bei mehr als zehn Waben brauchst Du ein Absperrgitter um das Brutnest "breitzudrücken". Und beim quadratischen Deckel des 12-er Kastens muß man nicht überlegen wie herum er aufgelegt werden muß.


    Hallo Toyotafan,


    Deine Ausführung habe ich nicht verstanden. Wenn Du den Brutraum in Längsstellung hast und sowieso von der Seite arbeitest - warum verdrehst Du dann den Honigraum?


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,


    also wenn du die Völker von der Seite bearbeiten willst, und so auch den Honigraum abnehmen willst, ist es eben besser die Wabengassen sind in deine Richtung. Ich hebe den Honigraum so an, daß die Waben sozusagen senkrecht stehen. Stelle so den Honigraum aufs Nachbarvolk; es haben so bis zu 3 Stück dort Platz. Der Schwerpunkt ist dadurch näher am Körper und das ist eben Rückenschonender. Wären die Waben in der gleichen Richtung wie im Brutraum, so würden diese aus der Kiste fallen, oder ich muß eben den Honigraum mit verdrehtem Rücken hoch stemmen oder vors Flugloch stehen. An der anderen Seite steht bei mir ja das Nachbarvolk (4 Völker auf einer Pallete je 2 Fluglöcher in die gleich Richung oder alle in andere Ri.).
    Das schlimmste was Imker sich ihrem Rücken an tun ist, schwere Lasten mit verdrehter Wirbelsäule vom Boden aufheben! Auch viele Griffleisten sind so gesehen an der falschen Seite!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Ich verstehe die laufende Diskussion um das Gewicht der Honigräume nicht mehr.
    Mir ist es doch logisch, dass 10 Waben flach weniger wiegen als 12 Waben flach.


    Das Brutnest wird bei 12 oder gar 16 Waben nicht breiter, es wird nur mehr Honig seitlich eingelagert. Das widerspricht meines Wissens den Anforderungen der Buckfastimkern, die eine Biene wünschen die den Honig über Kopf ablagert. (Futtertaschen hängen sie aber zu Zwischenfütterung seitlich ans Nest) Bei Carnicakönigin und drei 10er Flachzargen als Brutraum brauche ich in den Trachtpausen nicht nachfüttern.. Die letzen Randwaben Honig gönne ich meinen Bienen. Zum Ausgleich stell ich lieber ein Volk mehr auf. Nichts ist einfache als ein Volk mehr zu bilden, zu mal die Zarge nur aus vier gehobelten Bretten besteht und ich mit gutem Erfolg seit sechs Jahren mit einem primitiven geschlossenen Boden arbeite. Das Erbsen(Läuse)zählen überlasse ich den Instituten, dort ist es der Forschung wegen angebracht.


    Bei Griffmulden auf allen vier Seiten heb ich die Zargen aus der Richtung an, ohne den Rücken zu verdrehen. Die richtige Ausgangsposition ist, wie bei jeder Gymnastik, entscheidend.
    Bei einem aktiven Volk sind die Waben nach einem Tag an den Auflageflächen fest gekittet. Wenn nicht, ist sowieso etwas oberfaul.

    ..nicht schreinern, sondern imkern!

  • Hallo zusammen!Ich hatte auch das Problem mit
    10 oder 12 Dadant,jetzt habe ich die Franken-bzw Holtermannbeute mit 11 Waben und als Hartpor und das klappt sehr gut!Als Honigraum
    kann ich unter 2 verschiedenen höhen wählen
    20cm oder 13,5cm und 42cm breite.Und der vorteil ist auch,das ich mit Langstroth kombinieren kann!

  • Hallo zusammen, eine 10er Dadant Beute wiegt 1/12 weniger wie eine 12er Dadant. Diese ist aber um 20% größer! Praktisch bedeutet das, wenn man beim Wandern zehn 10er Dadant mitnehmen muß, würden bei der 12er Dadant acht reichen! Oder umgekehrt, für zehn 12er Dadant, müßte man zwölf 10er Dadant mitnehmen.(hoffentlich stimmt meine Rechnung, wenn nicht, verbessert mich ruhig). Ein Volk, das 20% mehr Bienen hat, bringt wesentlich mehr Etrag als 20% mehr. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar Es sind natürlich 1/6, nicht 1/12.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Lothar am 2002-08-01 22:43 ]</font>

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo!
    Habe gerade bei Weber (Imkereibedarf) gelesen, dass die Dadantbeute der Mercedes unter den Beuten sein soll.
    Kann mir schon vorstellen, dass es eine Arbeitserleichterung ist, wenn man nur 12 Rähmchen durchsehen muß.
    Ich frage mich aber: In Zeiten von Varroa sollte man doch immer einen Baurahmen einhängen. Wird da bei Dadantbeuten tatsächlich so ein riesiges Rähmchen ausgetauscht? Wie schnell wird das ausgebaut?
    Schönen Gruß aus Österreich
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Hallo Fritz,


    ich habe einen 2/3 Baurahmen für meine Dadant gemacht. Bei Dadant reicht das voll kommen. Der Baurahmen hat in etwa dem oberen drittel eine schmale Querleiste, parallel zum Oberträger. Die habe ich gelocht und nach oben hin mit Rähmchendraht eine normale Mittelwand eingelötet. Es wird somit nur das untere Teil der Wabe ausgeschnitten. Damit werden keine Honigecken mit ausgeschnitten und es ist nicht zuviel Drohnenbrutfläche.


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Bauer schrieb:

    Zitat

    warum sollte man die Dronenwaben ausschneiden ?


    zur natürichen Reduzierung der Varroa-Milben!
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Hallo, Fritz,
    die Varroa-Reduzierung ist dadurch nicht sehr effektiv!


    Aber zu diesem Thema hatten wir schon längere Diskussionen...(guck mal nach!)


    Wer die Gene seiner Königinnen behalten will, wird tunlichst KEINE Drohnenwaben ausschneiden. Was man machen kann, ist, von seinen Spitzenvölkern Drohnenwaben in nicht so dolle Völker umhängen und deren eigene Drohnenwaben entsorgen.


    Bitte mach die Mühe und sieh die alten Beiträge dazu nach, es wird sonst zu lang, das alles nochmal zu schreiben.
    Vielen Dank im voraus!

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen