Sammelbrutableger / Flachzargen

  • N'abend allerseits,


    ich bereite mich gerade auf meinen ersten Durchgang "Zucht" vor, bisher hab ich immer einfach über Ableger vermehrt. Aber bei diesjährig ca. 25 Ablegern will ich's auch mal per SBA versuchen.


    Würdet ihr Sammelbrutableger mit einer oder zwei Flachzargen (Langstroth 2/3) bilden? Ich meine, gelesen zu haben, dass das Handling mit einer Zarge einfacher ist. Ich frage mich allerdings, ob das Pflegevolk mit einer Flachzarge verdeckelter Brut stark genug für gute Königinnen ist. Was meint ihr?


    Außerdem stolperte ich heute über die Beschreibung der Kö-Zucht im Starter (z.B. hier) -- und das scheint mir um einiges weniger aufwendig als einen SBA zu erstellen. Gibt es Nachteile, die ich vielleicht übersehen habe?


    Freu mich über eure Erfahrungen!


  • Liebste Johanna, du bist seit längerer Zeit dabei und es sollte dir nicht entgangen sein, das der Eintrag einer Region im Profil gerne gesehen wird und die Anzahl der hilfreichen Antworten erhöht, aus allseits bekannten Gründen.

    Aber eine Frage hätte ich: Mit wie vielen Brutwaben, hast du bisher deine Königinnen gezogen, bzw. Ableger erstellt?

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Habe auch in Flachzargen mit Einwaben-Ablegern (ab Anfang/Mitte Mai) gute Erfahrungen gemacht. Manchmal sind's auch (zu Schröpf-Zwecken) zwei oder drei Brutwaben.

  • Du hast mit Einwabenablegern gute Erfahrungen gemacht. Das lassen wir einfach mal so stehen und halten fest, dass du damit zufrieden warst. Wenn du jetzt mit einem Sammelbrutableger und somit einer ganzen Zarge arbeitest, verzehnfacht sich schonmal die Menge der Pflegebienen. Dazu kommt noch, dass du beim Umlarven jüngste Larven nimmst und nicht wie bei der Nachschaffung oft 3 Tage alte Larven für die Königinnenzucht gewählt werden.

    Es sollte also eine erhebliche Verbesserung der Aufzuchtbedingungen auch bei einer Flachzarge geben. Ich halte zwei Flachzargen für unnötig unpraktisch als Sammelbrutableger.

    Einige Imker setzten den Sammelbrutableger nicht sofort einzeln auf einen Boden, sondern zunächst für neun Tage über Absperrgitter auf ein weiselrichtiges Volk. (Bevor ein Zuchtrahmen gegeben wird.) Das soll durch die Größe die Schwarmstimmung fördern und somit die Pflegebereitschaft erhöhen. Es werden allerdings auch einige Pflegebienen nach unten abwandern.

    Nach neun Tagen über und unter dem Gitter nach eventuell angelegten Schwarmzellen suchen und falls vorhanden, diese brechen. Bei diesem Verfahren muss es nicht zwangsläufig welche geben. Anschließend den Sammelbrutableger einzeln auf einen Boden setzen und Zuchtrahmen einhängen.

    Meiner Meinung nach reicht auch eine Flachzarge für die Königinnenzucht.

    Ebenso sollte diese für die Arbeit mit Starter und Finisher ausreichen.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Danke Johanna,

    Einwabenableger funktionieren. Herrlich.

    Ich habe bisher Sammelbrutableger immer nur auf einer Zarge DNM Maß gebildet.

    Daher kann ich dazu nichts direkt sagen.

    Wichtig ist.meiner Meinung nach, dass der Sammelbrutableger ausreichend stark mit Brutwaben gebildet wird und nicht zu schwach. Der Sammelbrutableger muss platzen voll Bienen nach dem schlüpfen der Brut. Bei dem Weiselzellenbrechen lieber zweimal nachsehen. Bleibt eine übrig, hast du viel Arbeit und Zeit umsonst investiert. Auch soll das zufliegen einer fremden Königin verhindert werden. Weisellose Sammelbrutableger sind ein Magnet für junge Königinnen. Daher empfehle ich ein Absperrgitter vor dem Flugloch oder im Boden.

    Zudem sollten die Bienen in Futter schwelgen können. Manch nehmen hierzu nur Honigwaben. Ich nehme hierzu die Futterwaben, die ich gerade eingelagert habe.


    Viel Erfolg.

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