Honig sieben

  • Hallo zusammen,


    ich habe im letzten Jahr das erste mal Honig geerntet.


    Unter der Schleuder hatte ich einen Eimer mit Doppelsieb. War der Eimer voll, ging es weiter zum Spitzsieb.


    Was mich am meisten aufgehalten hat, war das ständig verstopfte Doppelsieb.


    Nun will ich es dieses ja besser machen und suche Ratschläge von euch, wie es besser und schneller läuft.


    Beim Honigkurs haben sie die Abfüllkanne mit konischen Feinfiltersieb von Carl Fritz empfohlen.


    Hat damit jemand Erfahrung und wie läuft es damit wenn man im Frühjahr einen hohen Rapsanteil hat?


    Gruß

    Meik

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  • Das Doppelsieb weglassen und den Eimer 1-2 Tage stehen lassen. Bis dahin hat sich das Wachs oben gesammelt und du kannst es abnehmen. Erst dann durch das Doppelsieb.

    Es hängt auch davon ab, was du mit dem Honig vor hast. Bei Verkauf würde ich ein feines Spitzsieb empfehlen. Für den Eigenbedarf reicht das Doppelsieb.

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Ich habe ein grobmaschiges Haushaltssieb direkt unter dem Ausgang der Schleuder auf einem 5l Eimer und fange damit das ganz grobe Zeug schon vorher ab. Rotierend gieße ich dann den 5l Eimer über ein Doppelsieb in ein 40l Hobbock. Wenn der 2/3 voll ist gieße ich diesen über ein Spitzsieb (2. im Wechsel) in ein 2. 40l Hobbock.


    Das Verfahren ist nicht perfekt, war für meine bisherige Honigmenge bisher ausreichend gewesen. (ca 4 Hobbock pro Ernte)


    Liebe Grüße Bernd

  • Ich verwende ein grobmaschiges ovales Edelstahl-Haushaltssieb direkt an der Schleuder auf einem ovalen 10l-Eimer. Die Wachspartikel im Sieb nehme ich ab und zu mit einem Löffel heraus. Wenn der Eimer 2/3 voll ist, gieße ich den Honig in einen Satz aus Spitzsieben fein und extrafein über einem 40kg-Hobbock. Wenn der Hobbock voll ist, werden die Spitzen der Siebe an der Schnur hochgezogen, damit der Rest durchläuft und die Spitzsiebe werden gereinigt. Damit es an der Stelle nicht zu Verzögerungen kommt, verwende ich 2 Spitzsiebsätze.

    Gruß Ralph

  • Das von Dir erwähnte konische Filtersieb ist sehr gut in Vbdg. mit dem passenden Abfüllbehälter. Wer es modularer möchte, nutzt den Siebkübel eines Konkurrenten, der senkrecht Grob- und Feinsieb kombiniert und einen Ablauf oben und unten hat. Beim Schleudern sammeln sich ca. 30 kg Honig in diesem Siebkübel und die Wachspartikel schwimmen immer oben drauf; können von Zeit zu Zeit entfernt werden. Im unteren Bereich bleiben die Siebe immer offen. Seit ich den benutze, gibt es keine Probleme mehr beim Sieben...


    Viel Erfolg !

  • ich mache es wie Ralph seit 2014 - Haken an die Decke für die Schnur der Spitzsiebe.

    Ich lasse das Sieb jedoch in dem 50 kg Abfüller und lasse den wenn der Behälter voll ist, in die 25-40kg Hobocks ab, gleichzeitig wird dann nochmal Wassergehalt gemessen und auf den Eimeretikett notiert.

    Es hat nur 2017 für den Raps nicht funktioniert.

    Man kann bei mehreren Ständen die Chargen besser trennen als wenn man das Lunzer Sieb verwendet. Aber bei der nächsten Rapsernte wird es bereitgestellt inklusive Melitherm.

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