Öko/Bio-Futterzucker

  • Am 24.08.02 läuft die Übergangsregelung für die Fütterung in der Öko/Bio-Imkerei aus (EU-Verordnung 1804/1999; C.5.4). Danach dürfen nur noch ökologisch erzeugter Honig (vorzugsweise der eigene) oder biologisch/ökologisch erzeugter Zuckersirup verwendet werden. Wer kennt Bezugsquellen und Preise für diesen Zucker? Einige Adressen und Zahlen wären sicher für viele Öko/Bio- und auch konventionelle Imker interessant.
    as

    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg

  • Bei mir in der Heimatstadt gibt es eine Zuckerfabrik(habe ich an anderer Stelle schon einmal erwähnt). Zum Ende der Saison, ungefähr im Dezember, stellen sie für einige Bio-Verbände Zucker her. Sie lassen irgendwelche Schaumbremser weg. Die Adresse lautet: Fa. Pfeiffer und Langen, Zuckerfabrik, Heidensche Strasse 70, 32791 Lage. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Habe letztes Jahr mit Südzucker in Ochsenfurt telefoniert; die stellen schon bisher Öko-Raffinade (= Haushaltszucker) her für Öko-Getränke wie Bio-Zisch o.ä. Soll im Großhandel erhältlich sein, bitte bei Südzucker erfragen. Preisangabe war damals: ca. doppelter Preis. Kürzlich hörte ich von Utto Baumgartner, daß Südzucker für nächstes Jahr neben Raffinade auch die Herstellung von Api-Invert vorhat. Aktueller Preisfaktor: 1,5 Apifonda ist derzeit nicht vorgesehen.
    Gruß Franz

  • Hallo,


    in Österreich wird ein Futtersirup auf Maisstärkebasis in Bio-Ausführung angeboten, "Apiforte-Bio". Hat da jemand schon Erfahrungen damit oder weis jemand den Preis. Das normale Apiforte liegt bei 73 Cent.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo, ich habe ebenfalls Interesse an Bio-Zucker und benötige etwa 3 Tonnen - aber flüssig! Hat jemand Bezugsquellen?

  • Wir haben Öko-Raffinade von Südzucker aus Bio-Anbau über das örtliche Baywa-Lagerhaus bestellt und bekommen, Kosten 1,40 Euro/kg im 25 kg-Papiersack. Es gibt auch Öko-ApiInvert. Preis ist mir unbekannt. Bei Apifonda und Puderzucker gibt es m.W. noch kein Angebot.

  • Grüezi Kollegen!


    Soweit ich informiert bin gibt es weder Öko-Futterteig, noch Öko-Puderzucker, den man zum Herstellen von Futterteig verwenden könnte.
    Für die Königinenzucht, also für die Beschickung von Belegstellen mit EWKs sehe ich keine Alternative zur Verwendung von Honigfutterteig.


    Da ich derzeit überlege, mich zertifizieren zu lassen, meine Frage vorab:
    Wird bei der Öko-Kontrolle die Verwendung von konventionellem Puderzucker für diesen speziellen Anwendungsbereich toleriert, oder muss ich tatsächlich diesen Sommer einen knappen Zentner Öko-Raffinade in der Kaffemühle zu Puderzucker mahlen??


    Grüße von Reinhard

    Wanderimkerei, Nebenerwerb mit derzeit ca. 50 Wirtschaftsvölkern, mehr oder weniger Carnica-Landmädels, nur Standbegattung, Langstroth-Flachzargen in Brut- und Honigraum. imkere seit 1987.

  • Aber bitte mit einer Biomühle mit Zertifikat und lückenlosem Nachweis der Ökobilanz. Und ja nicht mit Atomstrom. Ganz wichtig ist auch ein Bio-Löffel zum Einfüllen und Bio-Glasscheiben an den EWK's.


    Schöne Woche! :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Naturata bietet laut Utto Baumgartner Öko-Puderzucker an in 10 kg- oder 25 kg-Säcken. Der Preis ist jeweils 1,93 Euro/kg. Ab 500 kg je Lieferung wird frei Haus geliefert, darunter kommen die Frachtkosten für Paketdienst oder Spedition dazu. Man sollte nicht unter 100 Euro bestellen.


    Mail-Adresse: hg.zauner@naturataspielberger.de


    Gruß
    Franz

  • Frage an alle Öko-Imker:


    Womit füttert ihr eure Völker ein, (rührt ihr selbst das Futter an, gibt es Fertigfutter, was kostet das mehr..)


    Und womit füttert iht eure Ableger?? (Öko-Futterteig gibts ja meines Wissens nicht).


    Ich interessiere mich grundsätzlich schon für die Bio-Imkerei, schrecke aber v.a. vor den Mehrkosten und dem Mehraufwand bei der Fütterung zurück.
    (Zuckerwässerchen zum Einfütteren anrühren für 100 Völker ist nicht gerade eine schöne Vorstellung, ebenso wenig wie 100 Ableger umständlich mit flüssigfutter zu versorgen...)


    Für Tipps und Infos wäre ich dankbar!

    Wanderimkerei, Nebenerwerb mit derzeit ca. 50 Wirtschaftsvölkern, mehr oder weniger Carnica-Landmädels, nur Standbegattung, Langstroth-Flachzargen in Brut- und Honigraum. imkere seit 1987.


  • Hallo Reinhard,


    zugelassen sind folgende "Süßigkeiten":
    a. Bio-Zucker
    b. Bio-Apiinvert
    c. Bio-Honig
    d.aus Bio-Puderzucker und eigenem (?) Honig auch Futterteig herstellen.


    Puh, ja die Kosten. Eine Imkerei ist schon teuer... :cry: 
    Mit der richtigen Biene und der richtigen Vermarktung (angemessene Preise) sollte man aber auch etwas verdienen können. :wink: 


    Das Hauptproblem für "Umsteller" ist aber eigentlich nicht das Futter, sondern die Hardware, sprich Wachs (bei 100 Wirtschaftsvölker und 100 Ableger brauchst Du eine Menge Bio-Wachs...) ggf. Beuten, u.U. Standplätze nicht regelkonform.


    Gruß
    Matthias



  • Hallo,
    da hier ja bio experten sind habe ich mal eine frage: Wie wirkt sich die anwendung von biozucker gegenüber normalen zucker aus.


    Gibt es besondere belastungen im wachs oder honig wenn ich mit normalen zucker einfüttere?
    Müßte doch eigentlich sonst ist das mit dem biozucker nur geldschneiderei und quatsch. Leider habe ich nichts gefunden weder im internet noch bücher was auf belastung normalen zuckers auf qualität und spuren von irgend etwas hinweist.


    Wenns nun wirklich 100 prozentig bio sein soll müßte man nicht seine völker mit ihrem selbst gesammelten honig überwintern und nur den wirklichen produzierten überschuss entnehmen?



    Aber da ich auch nicht alles weis und verstehe würde ich mich freuen aufgeklärt zu werden
    gruss stugger :o