AFB oder Behandlungsfehler

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    Hi,

    falls jemand ausschließlich in diesem Zweig unterwegs ist und Erfahrungen mit AFB hat:

    könnte er hier mal raufschauen?

    Threat-Teil Einsteiger-frage "Evtl. Kö verloren ...."

    Nach einigem Hin & Her sieht das bisher für mich nicht so "verdächtig" aus.

    Auf den Fotos scheinen alle Stadien in Einem gestorben zu sein und es gibt auch eine offene, so gestorbene, nicht "bräunliche" Rundmade zu sehen (mittig rechts oben im Bild mit den beiden toten Bienen).
    Die in einem Beitrag erkannten oder vermuteten "Schorfe" kann ich nicht finden / erkennen.

    Juli

  • Hallo Juli. Ich denke, es macht mehr Sinn wirklich einen BSV aus dem real life da rauf gucken zu lassen als hier noch zwei Threads zu dem Thema aufzumachen. AFB ist kein Schnupfen und wie in dem anderen Thread schon beschrieben anzeigepflichtig, auch im Verdachtsfall. Wenns dann keine ist umso besser.

  • Warum tut man sich nur so schwer mal jemand anderes in die Völker schauen zu lassen.

    Wenn nun ein Verdachtsmoment da ist, einfach den nächsten BSV anzurufen, oder das Veterinäramt.

    Im besten Falle gibt es Entwarnung und einen netten Plausch, bei dem man vielleicht auch etwas mitnehmen kann.

    Wenn es doch mehr sein sollte, so hat man wenigstens vorbildlich gehandelt und die weitere Ausbreitung verhindert und viele Bienen und Imker vor Schaden bewahrt.


    Ich kann aber natürlich auch die Waben so lange aus unterschiedlichen Winkel fotografieren, ins Netz stellen und diskutieren, bis es ein Varroaschaden ist.

    Das Volk muß dringend vor Ort fachkundig begutachtet werden, daß kann kein Forum leisten. Das Internet hat auch seine Grenzen. Jedes weitere geschriebe Wort ist hier sinnlos.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Im besten Falle gibt es Entwarnung und einen netten Plausch, bei dem man vielleicht auch etwas mitnehmen kann.

    Wenn es doch mehr sein sollte, so hat man wenigstens vorbildlich gehandelt und die weitere Ausbreitung verhindert und viele Bienen und Imker vor Schaden bewahrt.

    1. ...und sich in den Augen des VetA als ein zuverlässiger Imkler erwiesen, was es in einem (künftigen) Seuchenfall ermöglichen würde, von der gesetzlichen Regal (Tötungsanordnung erkrankter Völker) ausnahmsweise abzuweichen und sanieren zu lassen.


    2. Die Meldung eines Verdachtes entspricht schlicht einer elementaren epidemiologischen und noch dazu gesetzlichen Pflicht. Fachgerechtes und rechtskonformes Handeln sollte für jeden Imker selbstverständlich sein und keineswegs nur für Vorbilder.

  • Ich versteh nicht wo das Problem ist die BSV zu rufen und im Falle der AFB die Ausbreitung zu verhindern. Mein Gott!!! Ich hatte letztes Jahr auch den Verdacht und war voller Sorge. BSV war da Proben genommen. Und? Alle gesund!


    Wir tragen Verantwortung für unsere Bienen und die unserer Kollegen. Da weiß ich nicht warum in solchen Fällen noch diskutiert werden muss!?


    Handeln, statt groß rumreden!

  • Also hier in Berlin könnte ich lange nach dem BSSV (BSV, Bienenseuchensachverständiger, Imkerpate, etc.pp.) rufen...käme nur keiner weil es hier keine gibt!


    Beim Verdacht FKP ziehen und einschicken oder - noch korrekter - gleich den Amtsvet informieren. Leider hat der nun oft auch keine Ahnung wie die winterliche Abtötungsanweisung gesunder Bienenvölker hier in Berlin-Pankow belegt aber dann hat man wenigstens eine offizielle Beprobung und ist seinen Pflichten nachgekommen.


    M.

  • Hallöchen Hymenoptera ,


    da hast du absolut recht! Amtsvet ist immer richtig.


    Wenn ich das richtig sehe, kommt Juli aber aus Niedersachsen, wo es meines Wissens nach BSV gibt.
    Werden die nicht sogar u.a. am Bieneninstitut in Celle ausgebildet?


    liebe Grüße
    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

  • Es ist aber ein Unterschied, ob der Imker einen Verdacht auf Faulbrut hat oder ob er schlicht nicht weiß, wie das Krankheitsbild zu interpretieren ist. Ich würde immer empfehlen, dass ein Imker, der wie der Thread-Ersteller das Krankheitsbild nicht interpretieren kann, erst einmal einen erfahrenen Imker hinzuzieht. Erst wenn der sagt, das könnte AFB sein, würde ich von einem Verdacht sprechen und erst dann greift die Pflicht, das Veterinäramt zu informieren.

    Es geht einfach praktisch nicht, dass jeder Jungimker mit einem kranken Volk Alarm auslöst, das schafft der Veterinär dann einfach nicht mehr.

    Gruß Ralph

  • Es ist aber ein Unterschied, ob der Imker einen Verdacht auf Faulbrut hat oder ob er schlicht nicht weiß, wie das Krankheitsbild zu interpretieren ist.

    Hallöchen Ralph,


    eben das scheint nicht zu stimmen.


    Herr Dr. Otten sagte am Ausbildungstag als wir die AFB behandelt haben sinngemäß:

    "Und auch wenn Ihre Oma glaubt dass Sie Faulbrut haben, muss sie das melden!"


    Dennoch stimme ich zu dass der BSV die erste Wahl des Kontaktes wäre.


    Liebe Grüße

    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

  • Moin, moin,


    dass die ein massives Milbenproblem hatten, ist offensichtlich. Das heißt jedoch nicht, dass man einen Faulbrutverdacht ausräumen kann, so am Foto. Die leiden schon länger und an verschiedenem.


    Meine damals hatten auch Brutnestreste, die ähnlich aussahen, und waren im Sommer das stärkste Volk gewesen.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Die Ratschläge nutzen zumindest der fragenden Person nix, wenn sie die Antworten nicht liest: "Letzte Aktivität Samstag, 09:48", sie hat nur eventuell die erste Antwort gelesen.
    Liest sich wie eine Soapp-Opera. Schade.

  • Ach, ihre Bienen sind doch schon mehrfach auf wundersame Weise wieder auferstanden und dann voll leistungsfähig gewesen. Das wird sich auch jetzt wieder alles fügen … :rolleyes:

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).