Photovoltaik und Hobbybienenhaltung / Gewerbeanmeldung dann für beides?

  • Ich würde ggfs. für die Imkerei einen eigenen Stromanschluss anmelden müssen, damit es weiterhin als Hobby gelten könnte, da es sonst mit möglicherweise mit sonst gewerblich (ins Netz eingespeistem) hergestelltem Strom arbeiten würde. Das wäre rechtlich aber insgesamt sehr bedenklich.

    Das ist wirklich Unsinn. Entweder speist Du den Strom ein oder nicht.

    Nur mit dem eingespeisten Strom hast Du gewerbliche Einnahmen. Ansonsten wäre der private Verbrauch ja grundsätzlich ein Problem.

    Was aber zu beachten ist: Der Privatverbauch wird nicht mit der Einspeisegebühr, sondern mit den Kosten des Stroms aus dem Netz angesetzt. Der Eigenverbrauch ist auch umsatzsteuerpflichtig.

    Hauptsache Du speist mindestens 10% des erzeugten Strom ein, andernfalls kannst Du die Kosten der Anlage gar nicht absetzen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Also ich habe seit über 10 Jahren eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach.

    Den Strom speise ich natürlich komplett ein und bekomme ich dann mit UST vergütet.

    Das heißt für mich eine Umsatzsteuererklärung abzugeben.

    Und wieso hast Du nicht nach 5 Jahren zur KUR gewechselt?

    Meine Hobbyimkerei läuft natürlich parallel dazu und hat überhaupt nichts damit zu tun.

    Den Begriff "Hobby" kennt dass FA nicht.


    Zwar gibt es den Begriff "Liebhaberei". Das ist aber ein Begriff aus der Einkommenssteuer.


    Das Umsatzsteuerrecht kennt weder den Begriff "Hobby" noch den Begriff "Liebhaberei".


    Jeder Umsatz ist umsatzsteuerpflichtig, sofern er nicht unter eine Ausnahmeregelung (wie zB die Kleinunternehmerregelung) fällt.


    Zum Thema Speicher:

    [ ... ]

    Es wird schwierig, die Kosten in der Zeit wieder reinzuholen.

    Ack!

  • Und lädt das Auto aus dem Batteriespeicher. Jeweils mit 70% Wirkungsgrad.


    0.7 * 0.7 = 0.49


    Das ist dann aus dem Kapitel "wie sorge ich dafür, dass nur die Hälfte der erzeugten Energie genutzt werden kann"

    Hab nochmal im Angebot geschaut. Batteriewirkungsgrat größer 95,3% (nach Effizienzleitfaden).

  • Warum sollte ich zur Kur wechseln, das verstehe ich nicht.

    Das das Finanzamt das Thema Hobby nicht kennt, weiß ich. Deshalb brauche ich beim Finanzamt auch nichts melden, da ich weniger als 25 Völker habe.

    Wenn du weiter über solche Sachen diskutieren willst, hast du den obene genannten Thread (pdf von WFLP schon mal durchgelesen??

  • Da hat mich dann wohl mein Imkerpate wieder erfolgreich scheu gemacht, wegen des Stroms, den man ja gelegentlich für die Imkerei benötigen würde. Das könnte unter Umständen hier steuerrechtlich auch mit einfließen. Ich würde ggfs. für die Imkerei einen eigenen Stromanschluss anmelden müssen, damit es weiterhin als Hobby gelten könnte, da es sonst mit möglicherweise mit sonst gewerblich (ins Netz eingespeistem) hergestelltem Strom arbeiten würde. Das wäre rechtlich aber insgesamt sehr bedenklich.

    Bitte fragt mich jetzt nich, woher er das nimmt. Dazu konnte er auch nichts sagen, nur dass er dies so empfinden würde.

    Das ist ein wenig konfus. Vielleicht meint er die EEG-Umlage, die ggf auf den selbst verbrauchten Strom bezahlen muss?


    Für die, die sich mit erneuerbaren Energien nicht so bewandert sind: Sofern man nicht unter eine Ausnahmeregelung fällt, muss man für den selbst erzeugten Strom den man selbst verbraucht EEG-Umlage bezahlen.


    Das ist ungefähr so, als wenn man für den selbst verzehrten Honig eine Abgabe/Umlage bezahlen müsste.


    Drüben im PV-Forum wird das gerne mit dem selbst verzehrten Apfel aus dem eigenen Garten verglichen.

  • Warum sollte ich zur Kur wechseln, das verstehe ich nicht.

    Das oft sinnvolle Verfahren ist: Man optiert zunächst zur Umsatzsteuer, um den Vorsteuerabzug aus den Bau- und Anschaffungskosten zu haben. Nach der 5-Jahresfrist wechselt man wieder zur Kleinunternehmerregelung und hat den geringeren steuerlichen Aufwand.

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  • Und lädt das Auto aus dem Batteriespeicher. Jeweils mit 70% Wirkungsgrad.


    0.7 * 0.7 = 0.49


    Das ist dann aus dem Kapitel "wie sorge ich dafür, dass nur die Hälfte der erzeugten Energie genutzt werden kann"

    Selbst bei der konventionellen Stromerzeugung hast du eher einen ähnlichen geringen Wirkungsgrad, eher noch weniger, bevor er bei dir aus der Dose kommt. Und dann ist es noch nicht im Auto drin.

  • Nein, da habe ich nachgefragt. Er meinte wirklich in steuerrechtlicher Hinsicht. Und das betonte er ausdrücklich. Die EEG-Umlage würde da noch mal dazukommen.

  • Das ist wirklich Unsinn. Entweder speist Du den Strom ein oder nicht.

    Nein, das ist kein Unsinn.


    Die EEG-Umlage für den selbst erzeugten Strom den man selbst verbraucht kann (unter Einhaltung einiger weiterer Voraussetzungen) nur dann entfallen, wenn zwischen Erzeuger und Verbraucher Personengleichheit besteht.


    Insofern ist es vorteilhaft wenn der Hausanschluss auf die Person angemeldet ist, welche die PV betreibt.


    @Solveig: Wie kommt eigentlich der Energieversorger auf die abwegige Idee, dass Deine Bienenvölker Strom benötigen? Und Deine Schleuder hat doch eine Hand-Kurbel!

    Der Privatverbauch wird nicht mit der Einspeisegebühr, sondern mit den Kosten des Stroms aus dem Netz angesetzt. Der Eigenverbrauch ist auch umsatzsteuerpflichtig.

    Was dann dazu führt, dass ich zB auf den selbst erzeugten Strom, den ich selbst verbrauche fast 50% Umsatzsteuer bezahle. Selbstverständlich zuzüglich zur EEG-Umlage.


    Ja! Wir schaffen das! (das mit dem Klimawandel).

  • Selbst bei der konventionellen Stromerzeugung hast du eher einen ähnlichen geringen Wirkungsgrad, eher noch weniger, bevor er bei dir aus der Dose kommt. Und dann ist es noch nicht im Auto drin.

    Lädtst Du das Auto direkt aus der PV, dann hast Du nur einmal 0.7.


    Berücksichtigst Du die USt, so kommt Dich das Laden mit eigenem Strom über die Batterie teurer als das Laden mit dem Strom der von Deinem Energieversorger kommt.


    Ja, das mit der Energiewende haben wir richtig gut hingekriegt...

  • joew


    Nicht der Energieversorger kam darauf, sondern mein Imkerpate. Schließlich müssen doch Mittelwände eingelötet werden, das Wachs aus alten Rähmchen herausgeschmolzen und ggfs. mehrfach geklärt werden. Mit dem Wachs schmelzen kann man ggfs. noch auf ein kleines Holzfeuer im Garten zurückgreifen, ich weiß, ich weiß. Ebenso um den Honig aufzutauen, bevor ich ihn von den Lagerbehältern in die Gläser umfülle, benötige ich Strom. Und wenn ich z. B. mit nem E-Auto zum Bienenstand fahre, wieviel Bienen muss ich davorspannen, damit das klappt?

    Entschuldigung, das mag ein wenig patzig klingen, aber ich wollte damit nur ein paar Beispiele nennen.

    Und um das Auto an der PV laden, während ich 42 km weit weg auf der Arbeit bin, lässt mir nicht mehr viel Platz bei der Abfahrt daheim, damit ich das Ladekabel mitnehmen kann. Leider habe ich keine Nachtschicht und muss tagsüber arbeiten, wenn die Solaranlage den meisten Strom liefert.