Ableger ziehen aus Volk mit Kalkbrut

  • Einfachster Weg, wäre neue Königin einweiseln, wenn vorhanden.

    !

    liegt es oft an der Königin. Ableger von diesem Volk würde ich als letztes machen. Ich würde die Königin wechseln und das Volk so schnell als möglich auf frischen Wabenbau setzten

    Ist doch alles schon gesagt.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Ja, stimmt schon.
    Ich bin nur etwas unsicher ob umweiseln und neues Wabenwerk, nur umweiseln oder zuletzt nur neues Wabenwerk.


    Ich bin auch unsicher, ob ich jetzt etwas besonderes bei der Hygiene beachten muss, bspw. einen extra Stockmeißel für dieses Volk, oder Beutenteile speziell desinfizieren, bevor man sie wieder in Betrieb nimmt?

  • Königin abdrücken, nach neun Tagen ALLE Zellen brechen, Krabbelzelle rein oder unbegattete oder einen Ableger dazuhängen. Ansteckung is nich. Entspann Dich doch mal ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ansteckung ist nicht???

    Liest sich im Internet aber anders. Es gilt als sehr ansteckend und man soll sogar seine Kleidung waschen, nachdem man an einem Kalkbrutvolk gearbeitet hat. Die Sporen sollen auch aßerhalb des Volkes auf Waben und Futter 15 Jahre lang überleben.


    Leider habe ich selber einen Fall. Es liegen täglich einige wenige Mumien am Flugloch, auf den Brutwaben habe ich nichts sehen können - das mag daran liegen daß ich noch keinen Blick dafür habe.


    Und wie rallor stellen sich mir nun auch viele Fragen:


    - nur umweiseln?

    - Brut noch auslaufen lassen oder gleich vernichten? (10 Rähmchen Zander mit Brut, wäre schade drum)

    - wenn brutfrei, alle Waben vernichten und auf MW setzen mit neuer Königin?

    - oder die alten Waben doch noch verwenden?


    Wahrscheinlich hängt es vom Grad des Befalls ab. Wie kann man den einschätzen, wann ist der Befall groß, wann mittel, wann klein?


    Und wie behandelt man das Wabenwerk?

    Gleich mitsamt Rähmchen verbrennen? Oder nur einschmelzen? Reicht der Sonnenwachsschmelzer oder ist der Dampfschmelzer besser?

    Und was macht man mit dem Honig? Kann man den noch essen?

    Infiziert man dann über die Schleuder sämtliche anderen Völker?

    Kalkbrut ist eigentlich eine Frühlingskrankheit - warum zum Henker tritt sie bei mir im Hochsommer bei über 30 Grad auf!?





    Also - nix von wegen durchatmen und relaxen!

    :)


    Hier ein paar Links:


    https://www.lwg.bayern.de/mam/…enen/dateien/kalkbrut.pdf

    https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/kalkbrut/

    https://www.ages.at/download/0…t_6_Kalkbrut_Nov_2014.pdf



    Frage an rall0r

    Wie lief es mit dem Volk weiter? Was hast du gemacht und wie geht es ihm jetzt?

  • Kunstschwarm mit neuer Königin auf neuem Wabenwerk/Mittelwänden und aus ist der Spuk. Evtl. Kiste einmal ausflämmen.

    Kalkbrut verbreitet sich über Pilzsporen.


    Gruß Chris

    Genau so! Aber es braucht eventuell etwas Geduld - kann sein, dass es zu Beginn weiterhin Kalkbrut-Mumien zu sehen gibt da die alten Bienen erst durch neue ersetzt werden müssen, die dann erstmal aufräumen dürfen...hatten wir gerade im Verein als Thema.


    M.

  • Einfach umweiseln, dann ist der Spuk vorbei ;)

    Also ohne die Brutwaben aus zu tauschen?

    Ich las schon einige Berichte, wonach es dann irgendwann wieder los ging...???

    Hatte ich noch nie. Ich hatte aber auch bestimmt zehn Jahre keine Kalkbrut mehr am Stand. Ich glaub auch mit einer neuen Königin aus einer kalkbrutfreien Linie dauert es etwas, bis die Bienen komplett ersetzt sind, aber dann hat der Spuk auch ein Ende. Ich hab jedenfalls nie Waben getauscht oder sonstwas gemacht. Aber Kalkbrut ist jetzt auch nicht mein Spezialgebiet.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das besagte Volk sieht mit neuer Königin bisher gut aus.

    Ich hatte die alte Weisel testweise in einen kleinen, dafür gebildeten Ableger gesetzt, wo sie ein kleines BN anlegen dürfte, welches prompt auch Kalkbrut aufwies, wobei die Pflegebienen aus einem unauffälligen Volk stammten.


    Dafür habe ich aber 5-6 Ableger, in denen ich Zuchtmuttis habe begatten lassen, die mit KB angefangen haben, plus ein WV am gleichen Standort.

    Also entweder haben die Zuchtweiseln das mitgebracht, oder es hat sich rasend schnell im Bestand verbreitet.

    Bei den Ablegern mit den Begatteten schlüpfen seit kurzem die ersten Brutsätze.

    Ich schaue mir das jetzt gerade etwas ratlos an, und weiß nicht so recht, was ich damit machen soll.


    Wegen KB schiebt hier nie einer Panik, aber mir macht das gerade Kopfschmerzen.

  • haben die Zuchtweiseln das mitgebracht, oder es hat sich rasend schnell im Bestand verbreitet.

    Die gekauften? Zuchtmuttis!! Das sit Vererbung meines Wissens nach.

    Also sind die Zuchtmuttis eben keine Zuchtmuttis! Besser komplett wech damit, Mund abwischen, und dringend neues Glück suchen. Is ja noch Zeit.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Nachtrag

    es kann immer passieren, das unerwartet etwas unliebsames in den den Nachzuchten auftaucht. (auch Züchtern) Meist/immer bleibt das unentdeckt, solange die jungen Queens noch nicht ihr eigenes Volk aufgebaut haben. Passiert mir auch, sowie positiv als auch negativ..... Natur halt!

    Das können Stecher, oder Milbenmutterschiffe, oder oder, oder eben auch Kalkbrutanfälligkeit sein.

    Es passiert eben... ohne böse Absicht!

    Das Unerwartete, unterliegt immer einer gewissen Streuung in den Töchtern, je nach Drohn dessen Sperma in der Queen gelagert ist, und wie das Spermium sich auf das befruchtete Ei auswirkt, oder eben nicht.

    Möchte keinem der brav und gut seine Arbeit macht auf den Füßen stehen!


    wasi

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


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    Paul Jungels


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