Wo Beuten austellen?

  • Hallo Bienenfreunde,


    Ich würde mir gerne drei Beuten auf mein kleines Grundstück stellen.


    Im Anhang könnt Ihr den Plan sehen.


    Lila ist mein Wintergarten, schwarz steht ein grosser Baum.

    Wäre die orange Position für drei Beuten in Ordnung? Fluglöcher Richtung Haus, oder ist der Abstand zu klein für die Bienen?

    Alternativvorschlag wäre türkis, Fluglöcher auch auf das Haus gerichtet.


    Falls das auch schlecht ist, wäre noch eine Ausweichvariante die Terrasse, oben, grün.


    Ich weiss, Grundstück ist etwas klein, aber ich wohne direkt gegenüber der Fischbeker Heide, und meine Nachbarn, welche mit der Bienenhaltung einverstanden sind, haben viele Blumen und Obstbäume.


    Ich bin blutiger Anfänger (Antrag auf Mitgliedschaft im Imkerverein ist raus), auch auf diesem Forum, somit offen und dankbar für jeglichen Rat und Vorschlag.


    Sonnige Grüsse aus Hamburg

  • Willkommen bei den Bienenverrückten


    Ich würde die Fluglöcher in Richtung Süd/Südost drehen, also beim Orangenen Standort zum Zaun hin. Man sagt, die Ladys haben gern Morgensonne. Wenn das wegen der Nachbargrundstücke nicht geht, dann wäre türkis mit Fluglöcher Richtung Haus auch ok.


    Grüsse, Robert

  • Völker von vorne zu bearbeiten ist nicht gut.

    Ein Zugang von hinten ist für Bienen und Imker praktischer, je nach Wabenanordnung ist Bearbeiten von der Seite angenehm.
    Der Zugang sollte so breit sein, daß Du Material (Honigräume) vorbei tragen kannst ohne mit den Händen an den Beuten hängen zu bleiben.

  • Gruen wuerde ich gar nicht nehmen, da es komplett im Norden ist und das Haus fast immer Schatten drauf wirft.

    Die Maedels moegen keinen Zug. Gerade im Winter mit offenen Boden ... bedenke also wo Hecken und eventuell andere Windfaenger sind.

    Mein Vorschlag ist fast orange, also ca 2 m an die Sued-Ost Hauswand ranschieben mit Flugloecher nach Sued-Ost.

    PS und denk dran, es wird nicht bei 3 Beuten bleiben ... spaetestens naechstes Jahr hast Du 5 :)

  • Aus eigener Erfahrung (etwas beengtes Platzangebot zuhause) kann ich bestätigen, dass mangelnder Bearbeitungsplatz rund um die Beuten den Spass wesentlich beeinträchtigt. Schau also auf genügend Platz rund um die Beuten, wie bereits erwähnt worden ist. Wenn es Dir so richtig den Ärmel reinzieht, solltest Du frühzeitig beginnen, Dich nach einem zweiten Standort in etwa 3–5km Entfernung umzuschauen.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ein zu schattiger Platz ist sicher nicht gut. Sonne ermöglicht es u.a. den Bienen im Vorfrühling die Beute zum Abkoten zu verlassen.

    Zu berücksichtigen :

    In der "Einflugschneise" vor den Beuten kann es zu Konflikten (Stiche) kommen, wenn man sich dort z.B. zum Unkraut jäten aufhält und ein Volk mal nicht so friedlich wie erhofft ist. Auch von "abgestürzten" halbtoten Bienen dort kann man Stiche abbekommen, wenn man drauf tritt. Schnelles Vorbeigehen stört die Bienen i.d.R. nicht. Hinter den Beuten halten sich kaum Bienen auf, es sei denn dort wachsen attraktive Pflanzen.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.


    Meint Ihr so etwas? (Anhang, Fluglöcher schwarz).

    Somit würde ich von hinten rankommen und die Bienen hätten genügend Sonne.


    Bin leider zu spät für einen Imkerkurs diese Saison. Falls ich keinen Imkerpaten finde, werde ich vermutlich erst nächste Saison starten was sehr schade wäre. Ist aber nicht verkehrt sich schon mal ordentlich einzulesen und etwas lernen finde ich.


    Beste Grüsse

  • wenn die schwarz gezeichneten Flulöcher nach NORDEN zeigen, woher kommt die "genügende " Sonne??

    Heute ist Mitgliederversammlung beim Imkerverein Hamburg-Altona - da sind außer mir nur Fachleute.

  • ...Flugloch zu beim Rasenmaehen

    Erst das Verschließen würde bei meinen Völkern zu Problemen führen, weil die zurückkehrenden Flugbienen - irritiert über den vertrauten, aber plötzlich verschlossenen Eingang - erst recht unruhig würden.

    Wenn beim Mähen (meist imkerseits mit der Sense, manchmal nimmt eine Haushaltangehörige in Ungeduld und Ärger über den abwesenden Imker abschnittweise den Rasenmäher) nicht gerade an den Beutenständer angestoßen wird, stört das die Bienen überhaupt nicht.

  • Hätte das auf dem Papier jetzt auch so gesetzt. Vor Ort sieht es vielleicht doch nochmal anders aus. Dafür wäre jemand aus der Nähe ganz geschickt.


    Die Beuten sollte man von hinten erreichen können, um sowas wie Honigräume nicht vorne vorbeitragen zu müssen. Ich würde sie auch so weit auseinander stellen, dass du dazwischen stehen kannst. Es ist viel angenehmer zwischen den Beuten zu stehen als dahinter, wenn man dran arbeiten muss.


    Nach der Aufstellung beobachten, ob sie beim Anflug/Ausflug zu tief über die Grenze zum Nachbargrundstück fliegen -> dann am Zaun noch ein Hindernis einbauen, das sie weiter aufsteigen lässt, sonst ist der Nachbar sicher doch bald genervt vom Flugbetrieb am Zaun.


    Rasenmähen vor der Beute muss man an Tagen machen, wo die Damen entspannt sind. Ich mache das trotzdem lieber mit Schleier, weil ich nicht so entspannt bin, wenn ich im Anflugbereich immer mal wieder von heimkehrenden Sammlerinnen gerammt werde... Elektromäher geht bei mir übrigens viel besser als mit Benzin oder Sense.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)