Richtiger Zeitpunkt für Ableger finden

  • Interessante Ansätze sind da zu lesen und ich finde es echt gut das ihr mir so engagiert geantwortet habt.

    Werde es vermutlich, je nach Volksentwicklung, Anfang Mai mal überlegen. Werde dann 1 Rähmchen mit Brut in verschiedenen Stadien nehmen, 2 Futterwabe und 1 MW. Dann können sie sich eine neu Kö ziehen. Werde das erstmal in einer Ablegerbeute machen und diese dann im Spätjahr umsetzen.

    Einen Ableger wollte ich dieses Jahr schon machen. :)

  • "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Max Droni

    du meinst also sie in Schwarmstimmung kommen lassen, dann 2 Waben mit der Kö umsetzen und als Ableger ziehen ? Natürlich noch 2 FW mit dazu.

    Nennt man Königinnenableger.

    Aber nicht vergessen, dann nur eine Weiselzelle stehen lassen. Sonst kann trotzdem ein Schwarm abgehen:):)

  • Hier ein (naturnahes) Beispiel:

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Ich plane, kurz vor Ende der Frühtracht, alle Völker - jedes für sich - abzufegen und jedes Volk (jetzt Kunstschwarm) in eine neue Beute zu schütten, wobei die Flugbienen zu den abgefegten Waben samt Honigwaben zurückfliegen sollen. Somit habe ich auf der einen Seite weiselrichtige Kunstschwärme, die ich z. b. mit Milchsäure gegen Varroatose behandeln könnte. Auf der anderen Seite habe ich weisellose Fluglinge, die sich Weiselzellen nachziehen, die ich für die Ableger verwenden will. Spätestens nach 9 Tagen, bevor die neuen Königinnen schlüpfen, kann ich die Fluglinge in beliebig viele Ableger aufteilen, oder verdoppele einfach nur den Bestand (pro Volk 1 Ableger). Die neuen Ableger können dann 3 Wochen nach Erstellung ebenfalls mit Milchsäure behandelt werden. Wie ich die Lindentracht noch optimal nutzen könnte, muss ich mir dann überlegen, wenn es so weit ist (Anfang/Mitte Juni).

    Willst du auch Honig ernten oder warum machst du sowas?? Und was machst du mit der Brut? Ich verstehe den Plan, der dahinter steckt, nicht wirklich... In der Saison schröpft man doch nicht absichtlich die Wirtschaftsvölker... Wenn du Pech hast, reichen die Flugbienen nicht, um die Brutwaben zu wärmen... vom Honig ganz zu schweigen...

    Es reicht ein ordentliches Pflegevolk, um genügend Weiselzellen zu ziehen... Und Ableger erstellt man besser nach der Lindentracht mittels Kunstschwärme der mit Bienen besetzten Honigräume und einer jungen Königin - kommt aber auf die Biene und Betriebsweise an.


    Ableger, sofern sie in der Tracht gebildet werden müssen, sollten 2 Brutwaben, 2 Futterwaben und eine Mittelwand haben ( inkl. alte Weisel oder schlupfreife Weiselzelle) ... Da entwickelt sich bis zum Herbst ein schönes Jungvolk!

    "Die Zukunft der Honigbiene liegt in den Kreuzungen!" - Bruder Adam

  • Zitat

    Willst du auch Honig ernten oder warum machst du sowas?? Und was machst du mit der Brut? Ich verstehe den Plan, der dahinter steckt, nicht wirklich... In der Saison schröpft man doch nicht absichtlich die Wirtschaftsvölker... Wenn du Pech hast, reichen die Flugbienen nicht, um die Brutwaben zu wärmen... vom Honig ganz zu schweigen...

    Die Saison ist bei uns nach der Raps- und Apfelblüte vorbei. Mit oder ohne Schwarmstimmung möchte ich diese Trachtlücke, falls sie ausreicht, nutzen, um Schwärme zu bilden und Jungköniginnen heranzuzüchten. Wenn Mitte Juni die Linde blüht, beabsichtige ich 2 Wochen vorher, einige Völker als Schlachtschiffe mit Brut zu verstärken. Man muss nicht mit allen Völkern Höchsternten erzielen. Am Ende könnte ich noch die Heide nutzen, während die guten und jungen Völker so weit aufgefüttert werden, dass am Ende noch Futterwaben für die Rückkehrer aus der Heide übrigbleiben. Am Ende der Lindentracht wird irgendwie noch eine TBE eingebaut, und schließlich werden alle schwachen Völker zu zweit in einer Beute untergebracht, und vielleicht werden noch überschüssige Weiselzellen dazwischen gestopft. Mal schauen was wird, nichts ist in Stein gemeißelt. Das schöne an meinen Fantasien ist, dass ich keine guten Königinnen brauche, die Völker müssen nicht unbedingt schwarmträge sein, aber wenn sie lieb sind, wär's mir angenehm.

    Ich verstehe auch nicht, warum die Experten hier es den Anfängern so schwer machen wollen. Die Pia Aumeier-Methode ist doch wunderbar; ich habe selbst einige Pia-Aumeier-Ableger gemacht und 3-stöckig über Gitterböden und Folie, seitlich mit schieden eingepfercht, so dass sie übereinander sitzen konnten, überwintert.

    Man muss auch bedenken, dass Anfänger nicht so viele Völker haben und das Risiko eingehen wollen, dass ausgerechnet der eine schöne, dicke Ableger, keine begattete Königin bekommen hat. Da ist es doch besser, stattdessen in Abständen mehrere kleine Ableger zu bilden, um die Begattungswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Vereinigen kann man immer noch, wenn man will.

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  • Ich oute mich mal. Mein Schwieva, gleichzeitig mein Imkerpate, hat seit über 40 Jahren Bienen. Und er macht in dieser Zeit Einwabenableger. Er hat es wahrscheinlich von seinem Imkerpaten so gelernt. Die Beiden hatte zu dieser Zeit gewiss noch nichts von Pia gehört. Ich mache auch Einwabenableger. Das hat bisher immer vorzüglich funktioniert. Also Leute, ich halte es da mit dem alten Fritz: "Jeder soll nach seiner Fasson selig werden."

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca